Das einst gestoppte Großprojekt an der Michaelkirchstraße in Berlin-Mitte erlebt seine sichtbare Wiedergeburt. Die freigelegte Fassade zeigt, wie ein neuer Solitär das Berliner Spreeufer verändern wird.

Mit dem Projekt „Elements“ soll in Berlin-Mitte ein interessanter Neubau entstehen, der Stadtbild und Nutzungsmix neu definiert. Seit einigen Monaten geht es nach einer längeren Baupause mit den Arbeiten wieder spürbar vorwärts. / © Visualisierung: J. Mayer H. Architekten
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Lange Zeit war vom Projekt „Elements“ an der Michaelkirchstraße vor allem eines zu sehen: Gerüste. Nach einer mehrjährigen Unterbrechung infolge der Insolvenz des ursprünglichen Projektentwicklers schien das markante Bauvorhaben zwischenzeitlich sogar auf unbestimmte Zeit festzustecken. Doch inzwischen hat sich das Bild grundlegend verändert.
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Adresse: Michaelkirchstraße / Spreeufer
- Nutzung: Büro, Wohnen, Gastronomie
- Bauherr: Tishman Speyer
An mehreren Stellen fallen nun die Fassadenhüllen, und erstmals wird sichtbar, wie das Gebäude künftig den Stadtraum am Spreeufer prägen wird. Was bislang nur auf Visualisierungen zu erkennen war, lässt sich nun im realen Stadtraum erleben: Ein markanter Solitär, der sich deutlich von seiner Umgebung absetzt und der Michaelkirchstraße ein neues architektonisches Gesicht verleiht.
Projekt „Elements“ in Berlin-Mitte: Markante Architektur wird erstmals erlebbar
Besonders an den Gebäudeecken und entlang des Spreeufers treten inzwischen die charakteristischen Fassadenelemente hervor. Schräge Linienführungen, großflächige Verglasungen und die ungewöhnliche Geometrie des Baukörpers verleihen dem Gebäude eine eigenständige Identität.
Mit jedem entfernten Gerüstabschnitt wird deutlicher, wie stark das Projekt künftig die Wahrnehmung des gesamten Quartiers verändern dürfte. Vor allem vom gegenüberliegenden Ufer sowie von der Michaelkirchbrücke aus zeichnet sich bereits heute die besondere Wirkung des Neubaus ab.

Das Projekt „Elements“ entwickelt sich zu einem neuen architektonischen Solitär an der Spree. Während Teile des Gebäudes noch eingerüstet sind, lassen sich die charakteristischen Formen bereits deutlich erkennen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Wohn- und Gewerbequartier an der Michaelkirchstraße: Neustart nach langer Baupause
Der sichtbare Fortschritt ist auch deshalb bemerkenswert, weil das Projekt über einen längeren Zeitraum vollständig stillstand. Erst nach der Übernahme durch den neuen Bauherrn Tishman Speyer wurden die Arbeiten wieder aufgenommen und deutlich beschleunigt. Seitdem schreiten Fassadenmontage, Fenstereinbau und Innenausbau sichtbar voran.
Auf dem rund 5.500 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein gemischt genutztes Gebäudeensemble mit Büroflächen, Wohnungen, Studios, Gastronomie und Flächen für betreutes Wohnen.
Berlin-Mitte: Neuer öffentlicher Uferweg an der Spree soll entstehen
Ergänzt werden soll das Projekt künftig durch einen öffentlich zugänglichen Uferweg entlang der Spree. Dieser Uferweg soll sich dann mit dem bereits fertigen, neuen Abschnitt an der Schillingbrücke verbinden.
Während große Teile des Gebäudes noch eingerüstet sind, lässt sich bereits heute erkennen, dass hier ein neuer städtebaulicher Orientierungspunkt entsteht. Mit seiner auffälligen Architektur dürfte „Elements“ künftig nicht nur die Michaelkirchstraße, sondern den gesamten Uferraum zwischen Jannowitzbrücke und Ostbahnhof prägen.

Die markante Fassadengestaltung von „Elements“ wird erstmals sichtbar. Vertikale Metalllamellen und großformatige Fensterflächen prägen das Erscheinungsbild des Neubaus am Spreeufer. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

An der Michaelkirchstraße schreiten die Arbeiten an „Elements“ sichtbar voran. Das Gebäude wird künftig einen neuen städtebaulichen Akzent zwischen Spreeufer und Jannowitzbrücke setzen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Elements (Berlin-Mitte)
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen , knippershelbig GmbH, Tishman Speyer, J. Mayer H. Architekten
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