Bezahlbarer Wohnraum bleibt eines der drängendsten Themen Hamburgs. 2026 sollen zahlreiche Wohnprojekte fertig werden und Abhilfe schaffen. Die Vorhaben reichen von einem besonders nachhaltigen Wohnquartier in Georgswerder über einen Wohnturm in der HafenCity bis zu geförderten Reihenhäusern in Harburg. 

Stephanstraße Wandsbek
Hochbunker Behringstraße
Weddestraße Horn
Ehemaliger Betriebshof Barmbek-Süd
Steinadlerweg Billstedt
Quartier „Kirchenwiese“
Fischbeker Heidbrook
Moringa-Wohnturm Baakenhafen

© Visualisierung Titelbild: ECE

 

ANZEIGE

Hamburg wächst – und mit der Stadt auch ihr Wohnraum. Zwischen HafenCity, Wandsbek, Billstedt und Harburg entstehen derzeit zahlreiche Neubauprojekte, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen: von Studierenden über Familien bis hin zu Mehrgenerationenhaushalten. Viele dieser Vorhaben sollen 2026 fertiggestellt oder zumindest entscheidende Bauphasen abschließen. Diese zehn Wohnbauprojekte werden im kommenden Jahr in Hamburg eine besondere Rolle spielen.

HafenCity: „TIDE-Quartier“ wird 2026 fertiggestellt

Eingerüstete Hochhäuser und Kräne am Wasser

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Mit dem „TIDE-Quartier“ am Baakenhafen soll im Frühjahr 2026 ein vielseitiges Ensemble in der HafenCity fertiggestellt werden. Neben Wohnungen entstehen hier auch kulturelle Nutzungen, Gastronomie und Gewerbe sowie soziale Infrastruktur. Unter anderem sind eine Kita und ein achtgeschossiges Studierendenwohnheim mit 376 Plätzen vorgesehen, das im Erdgeschoss das UBS Digital Art Museum beherbergen soll.

ANZEIGE

Wandsbek: Erste geförderte Wohnungen in der Stephanstraße ab Mai bezugsfertig

Bild von neuem Wohnquartier mit fünfgeschossiger Bebauung. Abwechselnd roter Klinker und weiße Fassade.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

An der Stephanstraße in Wandsbek entsteht ein größeres Wohnquartier der SAGA mit insgesamt 141 geförderten Wohnungen. Darunter sind auch zehn Wohnungen für Menschen mit besonderem Wohnbedarf vorgesehen. Ab Mai 2026 sollen die ersten Einheiten bezugsfertig sein. Das Projekt richtet sich vor allem an Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen und ergänzt den Stadtteil um dringend benötigten, preisgedämpften Wohnraum.

Ottensen: Rückbau eines Bunkers als Vorbereitung für Wohnbau

Neubauprojekt Hamburg-Ottensen

© Visualisierung: Schenk + Fleischhaker / MOKA

ANZEIGE

In Ottensen weicht derzeit der ehemalige Hochbunker in der Behringstraße 66 geförderten Wohnungen. Der Zwischenschritt des Rückbaus soll bereits 2026 abgeschlossen sein. Die neuen Wohnungen entstehen daraufhin erst ab 2029. Mit dem Rückbau werden die Voraussetzung geschaffen, um einen schwierigen Bestandsbau in neuen, bezahlbaren Wohnraum zu transformieren.

Horn: 220 neue Wohnungen in der Weddestraße bis Ende 2026

Visualisierung des Neubaus an der Weddestraße.

© Visualisierung Titelbild: Winking · Froh Architekten GmbH

In Hamburg-Horn entsteht an der Weddestraße eines der größten Neubauprojekte im Osten der Stadt. 220 öffentlich geförderte Wohnungen der SAGA befinden sich dort aktuell im Bau. Ende 2026 soll das Projekt abgeschlossen werden, das mit einer Nettokaltmiete von 7,25 Euro pro Quadratmeter langfristig bezahlbare Mieten garantieren soll. Der neue Wohnraum soll vor allem Familien zugute kommen.

ANZEIGE

Barmbek-Süd: Wohnen auf ehemaligem Busbetriebshof ab Frühjahr 2026

Visualisierung SAGA Neubau in Hamburg. Backsteinfassade, klare Baustruktur

© Visualisierung: Renner Hainke Wirth Zirn Architekten GmbH

Auf dem Gelände eines früheren Busbetriebshofs in Barmbek-Süd wird gebaut: Ein neues Wohnprojekt mit 89 geförderten Wohnungen, einer Kita und einem Quartierstreff nimmt dort zurzeit Form an. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant. Das Vorhaben steht exemplarisch für die Umnutzung innerstädtischer Verkehrsflächen zugunsten des Wohnungsbaus.

Billstedt: Bau von 58 bezahlbaren Wohnungen soll 2026 abgeschlossen werden

Visualisierung Neubauwohnungen Billstedt

© Visualisierung: Kunst + Herbert GmbH

In Billstedt feierte die SAGA im Sommer 2025 Richtfest für ein Neubauprojekt mit 58 Wohnungen in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus und drei Reihenhauszeilen. Neben den 30 frei finanzierten Reihenhäusern werden auch 28 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Bezugsfertig sollen die Wohnungen im Frühjahr 2026 sein.

Georgswerder: Autoarmes Mehrgenerationenprojekt im Quartier „Kirchwiese“ wird fertig

Baustellengerüst auf Baugrundstück

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Im Quartier „Kirchwiese“ in Georgswerder realisiert die Baugemeinschaft „De Upfüller“ derzeit ein autoarmes Mehrgenerationen-Wohnprojekt mit 19 Wohneinheiten in Holzbauweise, verteilt auf drei Hauszeilen. Das Projekt setzt auf gemeinschaftliche Konzepte, reduzierte Stellplätze und eine enge Nachbarschaft. Ein autoarmes Mobilitätskonzept mit Carsharing-Verein soll beispielsweise die nachhaltige Mobilität im Quartier fördern. Die Fertigstellung ist für Mitte 2026 geplant.

Quartier „Kirchwiese“: Geförderte Mietwohnungen sollen Anfang 2026 bezugsfertig sein

Visualisierung eines roten Backstein-Neubaus

© Visualisierung: Czerner Göttsch Architekten GmbH

Ebenfalls im Quartier „Kirchwiese“ entstehen 58 geförderte Mietwohnungen der SAGA. Diese sollen bereits Anfang 2026 fertiggestellt werden. Ergänzt wird das Angebot durch über 140 Fahrradstellplätze, darunter 20 für Lastenräder.

Harburg: 45 neue Reihenhäuser im Fischbeker Heidbrook

Reihenhäuser mit rotem Klinker

© Visualisierung: PARC BAU

Im Fischbeker Heidbrook in Harburg steht Anfang 2026 die Übergabe von 45 neuen Reihenhäusern mit 90 geförderten Wohnungen an. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Stadtentwicklungsprojekts der Stadt Hamburg. Insgesamt sollen im Fischbeker Heidbrook rund 800 neue Wohneinheiten mit einem Nutzungsmix aus Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Mehrfamiliengebäuden entstehen.

Elbbrückenquartier: Moringa-Hochhaus ab 2026 bezugsfertig

Baugerüste und Kräne an zwei Hochhäusern am Wasser

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Der Moringa-Wohnturm im Quartier „Baakenhafen“ im Osten der Hamburger HafenCity soll 2026 fertiggestellt werden. Das Hochhaus folgt konsequent dem Cradle-to-Cradle-Prinzip, also der Idee eines geschlossenen Materialkreislaufs. Es gilt als eines der ambitioniertesten Wohnbauprojekte Hamburgs in Sachen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.

Hamburg baut 2026: Neue Wohnungen für alle Lebenslagen

Die vorgestellten Projekte zeigen, wie Hamburg auf die steigende Nachfrage reagiert: durch geförderte Wohnungen, nachhaltige Bauweisen, autoarme Quartiere und die Umnutzung bisher gewerblich genutzter Flächen.

Mit Fertigstellungen und entscheidenden Bauabschnitten, die 2026 anstehen, entstehen nicht nur neue Wohnungen, sondern auch soziale Infrastruktur, kulturelle Angebote und innovative Mobilitätskonzepte. Insgesamt verdeutlichen diese Neubauvorhaben, wie Hamburg zukunftsorientiert, sozial und ökologisch auf städtisches Wachstum reagiert.

Quellen: ECE Work & Live GmbH & Co. KG, Tide Hafencity, SAGA Unternehmensgruppe, NDR, KMT ARCHITEKTEN UND INGENIEURE, Hamburger Abendblatt, Hamburger Morgenpost, IBA Hamburg, De Upfüller, Moringa, kadawittfeldarchitektur, Guiding Architects, Landmarken AG

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.