Seit drei Jahren ist das Planetarium am Insulaner geschlossen. Bis 2028 entsteht ein modernes astronomisches Bildungszentrum mit neuer Technik, zusätzlichen Lernräumen und einer engeren Verbindung zur benachbarten Sternwarte.

Drohnenaufnahme des Planetariums am Insulaner und der Wilhelm-Foerster-Sternwarte in Berlin-Schöneberg.

Blick auf das Planetarium am Insulaner vor den Umbauarbeiten. / © Foto: SPB/VolkerGehrmann

© Titelbild: SPB

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Wer heute einen Blick auf das Planetarium am Insulaner wirft, sieht vor allem eine Baustelle. Hinter den Bauzäunen ist vom früheren Planetariumssaal kaum noch etwas übrig: Die Kuppel ist entkernt, Projektoren, Bestuhlung und Bühnentechnik wurden entfernt. Genau dort entsteht derzeit ein neues astronomisches Bildungszentrum, das historische Architektur mit zeitgemäßer Technik und erweiterten Bildungsangeboten verbinden soll.

Schon seit Juli 2023 ist das Planetarium für die umfangreiche Sanierung geschlossen. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, ist die Entkernung inzwischen abgeschlossen und der Innenausbau soll nun beginnen. Bis zur Wiedereröffnung werden nach aktuellem Stand noch rund zwei Jahre vergehen.

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Historisches Gebäude wird erweitert und neu organisiert

Das 1965 eröffnete Planetarium gehört gemeinsam mit der Wilhelm-Foerster-Sternwarte zur Stiftung Planetarium Berlin. Im Zuge der Modernisierung bleibt die denkmalgeschützte Kuppel erhalten, gleichzeitig werden zahlreiche Bereiche des Gebäudes neu organisiert. Ziel ist es, das Planetarium künftig stärker als Bildungs- und Begegnungsort zu nutzen.

Nach Angaben der Stiftung entstehen unter anderem sogenannte Kosmos-Labore, in denen Schülerinnen, Schüler und Studierende wissenschaftliche Daten visualisieren und auswerten können. Ergänzt werden sie durch Seminarräume für Workshops und Bildungsangebote. Die Bibliothek erhält künftig einen zentralen Platz im Hauptgebäude und soll gemeinsam mit einem kleinen Café und einem Shop das Foyer beleben.

Zudem wurde der gläserne Eingangsanbau aus den 1980er-Jahren zurückgebaut. Dadurch entsteht wieder ein offener Vorplatz, der sich am ursprünglichen Entwurf orientiert.

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Historische Aufnahme des Planetariums am Insulaner während der Bauphase kurz vor seiner Eröffnung im Jahr 1965

Historische Aufnahme (1964): Noch vor der Eröffnung zeigt diese historische Aufnahme das Planetarium am Insulaner während seiner Entstehungsphase in den 1960er-Jahren. / © Foto: WFS

Planetarium am Insulaner: Neue Technik unter der Kuppel

Das Herzstück des Planetariums bleibt der Kuppelsaal. Dort wird künftig ein neuer Sternprojektor installiert, ergänzt durch moderne Fulldome-Technik, LED-Projektoren und eine neue Projektionskuppel. Nach Angaben der Stiftung soll damit eine deutlich realistischere und technisch zeitgemäße Darstellung des Nachthimmels möglich werden.

Insgesamt soll der Umbau laut Angaben der Berliner Morgenpost mindestens 13 Millionen Euro kosten. Die Zahl der Sitzplätze wird zugunsten zusätzlicher Barrierefreiheit und Rollstuhlplätze auf etwa 240 reduziert.

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Sternwarte und Planetarium rücken näher zusammen

Künftig sollen Planetarium und Wilhelm-Foerster-Sternwarte auch inhaltlich enger zusammenarbeiten. Ein neuer Ausgang führt direkt in Richtung Sternwarte auf dem Insulaner und soll beide Einrichtungen besser miteinander verbinden. Geplant ist, astronomische Beobachtungen künftig unmittelbar im Planetarium auszuwerten und anschaulich zu präsentieren.

Während das Planetarium weiterhin geschlossen bleibt, läuft der Betrieb der Wilhelm-Foerster-Sternwarte uneingeschränkt weiter. Dort werden auch während der Bauzeit Himmelsbeobachtungen sowie Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene angeboten.

Luftbild des Geländes am Insulaner mit Planetarium, Sternwarte und den umliegenden Grünflächen.

Gemeinsam mit der Wilhelm-Foerster-Sternwarte bildet das Planetarium einen der traditionsreichsten Astronomiestandorte Berlins. Die Sternwarte bleibt während der Bauarbeiten geöffnet. / © Foto: SPB/VolkerGehrmann

Planetarium am Insulaner

Quellen: Stiftung Planetarium Berlin, Museumsportal Berlin, Berliner Morgenpost

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