Wo einst Pakete über Förderbänder rollten, entstehen heute kreative Bürolandschaften für die Arbeitswelt von morgen. Der Berliner Postbahnhof in Friedrichshain wird zum vielseitigen Zentrum für neue Ideen, moderne Arbeit und historische Identität. In diesem Jahr soll der aufwendige Transformationsprozess abgeschlossen werden.

Mitten in Friedrichshain trifft industrielle Geschichte auf flexible Büroarchitektur und urbane Lebensqualität. Die Revitalisierung des Postbahnhofs schafft Raum für zeitgemäße Arbeitswelten an einem ikonischen Standort. / © Foto: Artefactory / PATRIZIA
© Visualisierungen & Fotos: Artefactory / PATRIZIA
In Zusammenarbeit mit der PATRZIZIA SE
Im Schatten des Berliner Ostbahnhofs, im lebendigen Szenekiez Friedrichshain, erwacht ein geschichtsträchtiger Ort zu neuem Leben. Der denkmalgeschützte Postbahnhof, einst logistisches Herzstück des preußischen Bahnpostverkehrs, wird derzeit umfassend saniert und in eine moderne Arbeitswelt überführt.
Wo früher Pakete über Förderbänder liefen und Bahnpostwagen einfuren, entstehen heute innovative Büroflächen, die der Transformation unserer Arbeitswelt ein architektonisches Zuhause geben sollen.
Postbahnhof in Berlin-Friedrichshain: Neues Arbeiten auf historischem Boden
Bereits im Sommer 2023 begann der Umbau des Hauptgebäudes, das früher als Abgangspackkammer für den internationalen Paketversand genutzt wurde. Bis zum Herbst 2025 soll das Projekt abgeschlossen werden.
Realisiert wird die aufwendige Transformation vom Immobilienunternehmen PATRIZIA SE. Auf rund 17.000 Quadratmetern entstehen neue Büro- und Arbeitsflächen, die unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes ein Gleichgewicht zwischen Alt und Neu schaffen sollen.
Dabei bleibt das markante Erscheinungsbild des Postbahnhofs – mit seinen Stahlträgern, Backsteinfassaden und Schienenelementen – bewusst erhalten. Ein besonderes Highlight des Projekts: Rund 1.500 Quadratmeter Außenbereiche sind geplant, die während der Sommermonate als Freiluftarbeitsplätze dienen sollen. Hier soll Arbeit unter freiem Himmel zum Bestandteil des Alltags werden.
Umbau eines historischen Bahngeländes: Vier Gebäude, vier Perspektiven
Das Areal wird nach dem Umbau aus vier Gebäuden bestehen, die jeweils ihre eigene Geschichte und Funktion mitbringen. „Gebäude A“, die Abgangspackkammer, war einst das logistische Zentrum für abgehende Sendungen. Heute wird es zur repräsentativen Adresse für Unternehmen umgebaut, die auf moderne Infrastruktur in historischer Hülle setzen.
„Gebäude B“, der sogenannte „Hammer“, schließt das Ensemble nach Osten ab und grenzt an den geschützten Innenhof. „Gebäude C“, die ehemalige Eingangspackkammer, wird künftig offene Bürolandschaften beherbergen, die Kreativität und Kollaboration fördern sollen.
Auf dem historischen Gelände entsteht eine Arbeitswelt, die sich an modernen Anforderungen orientiert
Besonders markant ist „Gebäude D“, auch „Beutel“ genannt, das frei zwischen den übrigen Gebäuden steht und durch seine großen Fenster einen 360-Grad-Blick über das Industrieareal ermöglicht.
Ergänzt wird das Ensemble durch ein Outdoor-Office Konzept, dessen großzügige Terrassen künftig als mobile Büros oder Rückzugsorte für Meetings unter freiem Himmel genutzt werden können. So entsteht eine Arbeitswelt, die sich an den Bedürfnissen moderner Unternehmen orientiert und dennoch tief in der Berliner Industriegeschichte verwurzelt ist.
Friedrichshains ikonischer Postbahnhof: Geschichte als Fundament der Zukunft
Der Postbahnhof wurde im Jahr 1907 in Betrieb genommen und entwickelte sich rasch zu einem zentralen Umschlagplatz für den Bahnpostverkehr in Berlin und ganz Ostdeutschland. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der veränderten Infrastruktur verlor das Gelände an Bedeutung, blieb jedoch als bauliches Zeugnis der Industrie- und Verkehrsgeschichte erhalten.
Heute, über 100 Jahre später, steht das Ensemble erneut vor einem Wandel; vom Warenumschlagplatz zur Ideenfabrik. Die Planer der „New Work Station“ sehen das denkmalgeschützte Areal nicht nur als Ort der Arbeit, sondern als Zentrum für Begegnung, Austausch und Innovation.
Attraktive Lage der „New Work Station“: Arbeiten inmitten urbaner Vielfalt
Die Lage könnte kaum attraktiver sein: Nur zwei Gehminuten vom Berliner Ostbahnhof entfernt, bietet das Gelände eine hervorragende Anbindung an den regionalen und überregionalen Bahnverkehr. Im benachbarten Einkaufsbahnhof findet sich eine Vielzahl an Geschäften für den täglichen Bedarf, von Supermärkten bis hin zu gastronomischen Angeboten.
In direkter Nachbarschaft laden der Park an der Spree und die weltbekannte East Side Gallery zu Erholung und Inspiration ein. Wer Kultur sucht, wird im nahegelegenen Radialsystem fündig, einem Kunst- und Veranstaltungsort im ehemaligen Pumpwerk. Die East Side Mall und die Uber Arena bieten Shopping- und Eventangebote auf höchstem Niveau. Elektromobilisten profitieren von der nahegelegenen Allego-Ladestation.
Der angrenzende Uber Platz schließlich verbindet Kulinarik, Rooftop Bars, Hotellerie und kreative Nutzungen auf einem Areal von über 17.000 Quadratmetern – ein dynamisches Quartier, das in enger Wechselwirkung mit dem revitalisierten Postbahnhof steht.
Ein neues Kapitel der Berliner Arbeitswelt entsteht im historischen Postbahnhof
Mit der „New Work Station“ am und im einstigen Postbahnhof entsteht nicht nur ein neues Kapitel der Berliner Arbeitswelt, sondern auch ein architektonisches Statement für den gelungenen Dialog zwischen Geschichte und Zukunft.
Die markante Bausubstanz der Bestandsbauten bleibt erhalten, während im Inneren flexible Raumkonzepte, Nachhaltigkeit und zeitgemäße Ausstattung dominieren. So wird aus einem historischen Ort ein pulsierender Arbeitsraum – verankert in der Vergangenheit, vernetzt mit der Gegenwart, bereit für die Herausforderungen der Zukunft.

Aufwendiger Umbau: Der denkmalgeschützte Postbahnhof erlebt seine Wiedergeburt, als moderne Arbeitsstätte im Herzen Berlins. Zwischen Gleisen, Backstein und Dachterrassen entsteht ein neues Kapitel urbaner Entwicklung. / © Visualisierung: Artefactory / PATRIZIA
Quellen: BNP Paribas Real Estate, Architektur Urbanistik Berlin, Wikipedia, PATRIZIA
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