Lichtenberg zählt zu den am dynamischsten wachsenden Bezirken Berlins und das zeigt sich derzeit besonders deutlich an der Vielzahl neuer Bau- und Entwicklungsprojekte. Zwischen Rummelsburger Bucht, Fennpfuhl und Alt-Hohenschönhausen entstehen nicht nur tausende neue Wohnungen, sondern auch spektakuläre Vorhaben wie ein riesiger Meerespark sowie die behutsame Restaurierung historischer Gebäude. Fünf aktuelle Projekte zeigen, wie vielfältig der Wandel in Lichtenberg ausfällt.

HOWOGE Neubau
Weiße Taube
Ocean Berlin
Wohnprojekt Howoge Rosenfelder Ring
Gutshaus

© Visualisierung Titelbild: Ozean Berlin (CWB) GmbH

 

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Der Bezirk Lichtenberg, der 2001 aus Lichtenberg und Hohenschönhausen zusammengeführt wurde, zählt heute rund 302.000 Einwohnerinnen und Einwohner und vereint sehr unterschiedliche städtebauliche Strukturen. Gleichzeitig erlebt der Bezirk eine Phase intensiver baulicher Transformation, denn große Wohnungsbauvorhaben, klimafreundliche Neubauten, neue kulturelle Einrichtungen und die Sanierung historischer Gebäude prägen viele Ortsteile. Projekte wie die modular errichtete „Weiße Taube“ oder die Wiederbelebung des Gutshauses in Alt-Hohenschönhausen zeigen, wie stark sich Lichtenberg bis 2026 verändern wird.

Großprojekt „Weiße Taube“: Bis 2026 entstehen 1.548 Wohnungen in Lichtenberg

Das Quartier aus der Ferne.

Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Mit der „Weißen Taube“ entsteht entlang der Landsberger Allee eines der größten Wohnungsbauprojekte Berlins, das bis 2026 rund 1.548 Mietwohnungen bereitstellen soll. Die Gewobag setzt dabei auf modulare Bauweise, wodurch die Gebäude zügig wachsen und erste Fassaden bereits geschlossen sind. Neben Wohnungen entstehen auch Gewerbeflächen, eine Kita sowie eine Tiefgarage, während barrierefreie und belegungsgebundene Einheiten den sozialen Schwerpunkt des Projekts stärken. Eine zentrale Quartiersstraße mit Plätzen und Grünflächen soll das neue Viertel zusätzlich beleben und städtebaulich in die Umgebung einbinden.

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Plonzstraße 34: HOWOGE-Neubau soll im Sommer 2026 fertig sein

Neubau an der Plonzstraße

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

In der Plonzstraße 34 entsteht derzeit ein Neubau der HOWOGE, dessen Rohbau bereits weit fortgeschritten ist und bis Sommer 2026 insgesamt 42 Wohnungen bieten soll. Die Hälfte davon wird gefördert, zudem sind barrierefreie Grundrisse, ein Aufzug und großzügige Außenbereiche geplant, sodass das Gebäude unterschiedliche Bedürfnisse abdecken kann. Ergänzend entstehen Grün- und Spielflächen sowie eine Dachbegrünung, die das Wohnumfeld ökologisch aufwerten. Da sich der Bezirk für einen einzigen Baukörper entschied, reagierte er auf städtebauliche Anforderungen und schafft zugleich dringend benötigten Wohnraum in Lichtenberg.

Ocean Berlin: Meerespark an der Rummelsburger Bucht soll Ende 2026 öffnen

Ocean Berlin

© Visualisierung: Ozean Berlin (CWB) GmbH

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Am Ufer der Rummelsburger Bucht hat der Meerespark „Ocean Berlin“ Richtfest gefeiert und liegt damit weiterhin im Plan für die Eröffnung Ende 2026. Nachdem der Rohbau abgeschlossen ist, richten sich die Arbeiten nun auf den Innenausbau, die technische Ausstattung und das markante ETFE-Dach über der „Caribbean Lagune“. Herzstück des Projekts bleibt das bis zu elf Meter hohe Hauptbecken mit begehbarem Tunnel und besonders starken Acrylscheiben, die strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen. Zudem entsteht ein Bildungsprogramm mit Meeresmuseum, sodass der Standort nicht nur touristisch, sondern auch als Lern- und Forschungsort wirken soll.

Rosenfelder Ring 88: HOWOGE baut nachhaltiges Wohnquartier bis 2026

Visualisierung Rosenfelder Ring

© Visualisierung: HOWOGE

Am Rosenfelder Ring 88 entsteht ein Wohnprojekt der HOWOGE, das in Holz-Hybridbauweise errichtet wird und rund 173 Wohnungen bietet, viele davon barrierefrei. Die Gebäude setzen auf ökologische Materialien und energieeffiziente Technik und nutzen Photovoltaik, Wärmepumpen und begrünte Dächer, wodurch der Energieverbrauch sinkt. Gleichzeitig entstehen großzügige Grünflächen und ein neuer Quartiersplatz, die das Umfeld am S-Bahnhof Friedrichsfelde-Ost aufwerten. So entwickelt sich ein Beispiel für klimagerechten Wohnungsbau, der ökologische Standards mit sozial orientierter Wohnraumentwicklung verbindet.

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Gutshaus Hauptstraße 44: Restaurierung soll 2026 abgeschlossen sein

Altes Gutshaus in Hohenschönhausen mit Baggern im Vordergrund

© Foto: Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN eG

In Alt-Hohenschönhausen schreitet die denkmalgerechte Restaurierung des Gutshauses in der Hauptstraße 44 zügig voran, sodass das historische Gebäude im Herbst 2026 wieder öffnen kann. Nachdem Dach, Fassade und Fenster fertiggestellt sind, richten sich die Arbeiten nun auf den Innenausbau und die Vorbereitung der Außenanlagen, die im kommenden Jahr folgen. Ein geplanter Anbau schafft zusätzliche Räume für Gastronomie und barrierefreie Zugänge und erweitert das Gebäude funktional. Mit seiner neuen Nutzung als Ort für Kultur, Nachbarschaft und Begegnung soll das Gutshaus künftig wieder eine wichtige Rolle im Stadtteil übernehmen.

Quellen: Marc Kocher Architekten, Gewobag, Architektur-Urbanistik.berlin, Van Caem Gruppe, HOWOGE, Ocean Berlin, Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN eG, Le Matin, Berliner Zeitung, Wikipedia

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3 Kommentare

  1. Dirk Thiele Galizia 7. Dezember 2025 at 12:49 - Reply

    Berlin wird immer scheußlicher

    • P. Kalkreuth 7. Dezember 2025 at 13:14 - Reply

      👍

  2. Lukasz Dawidowicz 7. Dezember 2025 at 17:52 - Reply

    Berlin braucht mehr moderne Architektur und muss aus der Optik der 80 und 90er Jahre rauskommen.

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