Mit dem Start des neuen Gymnasiums im Potsdamer Norden hat die Landeshauptstadt knapp einen Monat nach der Eröffnung des Stadtquartiers Krampnitz ein weiteres Kapitel in der Entwicklung des neuen Viertels aufgeschlagen. Der Interimsbetrieb markiert den Auftakt für ein langfristig angelegtes Bildungsangebot im wachsenden Stadtteil.
Eingerüstetes Gebäude am Stadtquartier Krampnitz.

Der neue Potsdamer Norden schreitet voran: Auf 140 Hektar entstehen in Krampnitz rund 4.900 Wohnungen für bis zu 10.000 Menschen, ergänzt durch Kitas, Schulen und bis zu 3.000 Arbeitsplätze. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Foto Titelbild: Landeshauptstadt Potsdam / Christine Homann

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Knapp einen Monat nach der offiziellen Eröffnung des neuen Stadtquartiers Krampnitz ist im Potsdamer Norden die 70. Schule der Stadt an den Start gegangen. Zum Schuljahr 2025/26 nehmen 113 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassenstufe gemeinsam mit neun Lehrkräften ihren Schulalltag auf.

Zunächst nutzt das Gymnasium die Räumlichkeiten des Grundschulstandorts Krampnitz. Ab Mitte 2027 soll der Umzug in einen Neubau am Campus Jungfernsee erfolgen. Perspektivisch ist eine dauerhafte Ansiedlung im Potsdamer Norden ab dem Schuljahr 2030/31 vorgesehen. Ziel ist es, dem wachsenden Bedarf an weiterführenden Schulen in diesem Teil der Stadt gerecht zu werden.

Gymnasium eröffnet im Stadtquartier Krampnitz: Signal für wohnortnahe Bildungsangebote

Bildungsbeigeordneter Torsten Wiegel sprach von einem wichtigen Signal für Familien in den nördlichen Stadtteilen. Es sei gelungen, frühzeitig ein wohnortnahes Bildungsangebot zu schaffen, das den Zuzug neuer Bewohnerinnen und Bewohner begleite.

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Auch der Entwicklungsträger Potsdam sieht in der Eröffnung einen Meilenstein. Geschäftsführer Bert Nicke erinnerte daran, dass die vergangenen Jahre von umfangreichen Bauarbeiten geprägt gewesen seien. Nun beginne mit der Inbetriebnahme der Schule die Phase, in der Leben in das Quartier einziehe.

Mit Kita, Hortbetreuung und Sporthalle: Gymnasium als Teil eines wachsenden Stadtquartiers in Potsdam

Der Schulcampus in Krampnitz umfasst neben dem Gymnasium auch eine Kindertagesstätte, eine Hortbetreuung sowie eine Sporthalle. Zwei denkmalgeschützte Bestandsgebäude wurden durch einen Neubau miteinander verbunden. Langfristig sollen dort bis zu 600 Schülerinnen und Schüler lernen.

Die Anlage bietet neben einer Dreifeldsporthalle auch einen Sportplatz und moderne Klassenräume. Ergänzt wird das Angebot durch eine Lernküche sowie Räume, die für Rückzug und Entspannung vorgesehen sind. Eine Kita mit 160 Plätzen soll mit dem Einzug der ersten Familien in Betrieb gehen.

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Schulgemeinschaft im Aufbau: Neues Gymnasium in Krampnitz kooperiert mit amerikanischen High Schools

Die kommissarische Schulleiterin Jasmin Mallmann betonte, dass der erste Jahrgang auf ein engagiertes Lehrkräfteteam und eine Einführung mit Workshops und gemeinsamen Aktivitäten treffe. Unter dem Leitbild „Mit Body und (open) Mind zum Lernerfolg“ setzt die Schule auf ein Konzept, das körperliche und mentale Gesundheit gleichermaßen berücksichtigt.

Dazu gehören Energizer-Pausen, Stressbewältigungskurse und Anti-Mobbing-Programme. Kooperationen, unter anderem mit einer High School in den USA, sollen zudem den internationalen Austausch fördern und die Schulgemeinschaft stärken.

Platz für 10.000 Menschen im Potsdamer Norden: Bildung als Impuls für das Quartier Krampnitz

Mit dem Start des Gymnasiums ist Krampnitz nicht mehr nur ein Bauprojekt, sondern ein Ort mit ersten Nutzungen. Auf dem früheren Kasernengelände entsteht seit rund sieben Jahren ein neuer Stadtteil, der langfristig Wohnraum für etwa 10.000 Menschen bieten soll.

Neben Wohnungen sind Gewerbeflächen, soziale Infrastruktur und ein autoarmes Verkehrskonzept vorgesehen. Die Eröffnung des Gymnasiums gilt damit als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem lebendigen und eigenständigen Stadtquartier.

Quellen: potsdam.de, krampnitz.de

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