Vom traditionsreichen Kino über neue Museumsorte am Wasser bis hin zum Hindu-Tempel im Volkspark Hasenheide: Berlins Kulturlandschaft bleibt in Bewegung. Die folgenden Projekte zeigen, wo Kultur und Bildung in den kommenden Monaten sichtbar wachsen. Und sie machen deutlich, wie vielfältig die Stadt ihre Orte des Zusammenkommens neu denkt.
Gutshaus Hohenschönhausen
Deutsches Technikmuseum
Kino International
Hindu-Tempel
Museumshafen
© Visualisierung Titelbild: Wilk Salinas Architekten, XOIO
Berlin investiert weiter in seine kulturelle Infrastruktur und baut Museen, Bildungsorte und religiöse Einrichtungen aus. In vielen Bezirken entstehen neue Räume für Austausch, Erinnerung und gemeinsames Lernen. Historische Gebäude werden saniert, brachliegende Orte neu belebt und gewachsene Kulturstandorte zeitgemäß weiterentwickelt. Das Jahr 2026 markiert dabei für mehrere Projekte einen wichtigen Schritt von der Planung in die Umsetzung.
Berlin-Mitte: Sanierung des Kino International mit Blick auf Wiedereröffnung 2026
Das Kino International an der Karl-Marx-Allee tritt nach Monaten hinter Gerüsten wieder sichtbar ins Stadtbild zurück. Die Fassade ist weitgehend erneuert, das prägende DDR-Relief wieder freigelegt und zentrale Elemente der denkmalgeschützten Architektur wurden instand gesetzt. Parallel laufen im Inneren umfassende technische Erneuerungen, von der Gebäudetechnik bis zu Saal und Panoramabar. Damit rückt eine Wiedereröffnung zur Berlinale 2026 näher und ein bedeutender Ort der Berliner Film- und Kulturgeschichte gewinnt neue Perspektiven.
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Museumshafen auf der Spree: Baubeginn frühestens ab 2026 geplant
Auf dem historischen Grenzsteg zwischen Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg soll mit dem Museumshafen Berlin ein neues Kultur- und Museumsquartier auf dem Wasser entstehen. Der Entwurf von Wilk Salinas Architekten sieht zwei Museen, öffentlich zugängliche Stege sowie einen Hafen mit historischen Schiffen vor und bewahrt zugleich den denkmalgeschützten Charakter der Anlage. Der Bauantrag soll bis Ende 2025 eingereicht werden, sodass ein Baustart frühestens im Jahr 2026 möglich ist. Damit könnte auf der Spree ein neuer öffentlicher Ort entstehen, der Geschichte, Stadtraum und Wasser miteinander verbindet.
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Neukölln: Sri Ganesha Hindu Tempel an der Hasenheide vor der Fertigstellung
Seit 2010 entsteht an der Hasenheide in Berlin-Neukölln der „Sri Ganesha Hindu Tempel“, finanziert ausschließlich durch Spenden und ehrenamtliches Engagement. Der markante, 17 Meter hohe Eingangsturm ist weitgehend fertig, aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf den Innenausbau. Verzögerungen gab es zuletzt durch fehlende Materialien, doch der Trägerverein rechnet nun mit einem Abschluss der Bauarbeiten im Frühjahr 2026. Mit seiner traditionellen südindischen Architektur wird der Tempel künftig ein zentraler religiöser und kultureller Ort für die wachsende hinduistische Gemeinschaft Berlins sein.
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Deutsches Technikmuseum Kreuzberg: Neues Eingangsgebäude als zentraler Auftakt
Das Deutsche Technikmuseum in Berlin-Kreuzberg bekommt ein neues, markantes Eingangsgebäude zwischen Haupthaus und historischem Kopfbau. Den Zuschlag für die Generalplanung erhielt ein Team um querkraft architekten, das auf Nachhaltigkeit, klare Orientierung und eine starke städtebauliche Geste setzt. Geplant sind ein großzügiges Foyer, ein öffentlich zugänglicher Dachpark sowie Restaurant und Museumsshop. Der Neubau soll künftig als neuer Mittelpunkt des Museums fungieren und den Standort am Halleschen Ufer deutlich aufwerten.
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Alt-Hohenschönhausen: Gutshaus Hauptstraße 44 wird bis 2026 neuer Kulturort
In Alt-Hohenschönhausen wird das denkmalgeschützte Gutshaus in der Hauptstraße 44 seit 2023 umfassend restauriert und zu einem öffentlichen Kultur- und Nachbarschaftsort umgebaut. Die Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN saniert das Gebäude behutsam und verbindet Denkmalschutz mit neuen Nutzungen für Veranstaltungen, Bildung und Begegnung. Nach dem Richtfest im Mai 2025 laufen nun der Ausbau von Dach, Fassade und Innenräumen. Die Eröffnung des historischen Hauses ist für den Herbst 2026 geplant.
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Quellen: Yorck-Kino, Tagesspiegel, Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement – KoSP GmbH, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, querkraft architekten zt gmbh, Hohenschönhausen Newsletter, Le Matin, Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN eG, Architektur Urbanistik Berlin, Deutsches Architekturforum, Christof Schubert Architekten, Förderverein Schloss Hohenschönhausen, ZRS Ingenieure, Sri Ganesha Hindu Tempel Berlin e.V., rbb24 Inforadio, Der Tagesspiegel
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