Anzeige
Die U5-Verlängerung verbindet eines der größten Neubaugebiete Frankfurts direkt mit der Innenstadt. Zwischen Baugruben, Tunnelrampen und Rasengleisen wächst ein Projekt, das bis 2027 fertiggestellt wird.
Baustellenzaun mit Grafik, die die geplanten Stationen zeigt.

Die neue Strecke der U5 ist rund 2,7 Kilometer lang und umfasst vier Stationen: „Güterplatz“, „Emser Brücke“, „Europagarten“ und „Wohnpark“. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

ANZEIGE

Frankfurts Europaviertel hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten innerstädtischen Neubauquartiere entwickelt. Auf einer Fläche für rund 30.000 Menschen entstehen Wohn- und Arbeitsräume in einem urbanen Umfeld. Um die Erreichbarkeit des Viertels zu verbessern und es eng in die städtische Mobilitätsstruktur einzubinden, wird die Stadtbahnlinie U5 über den bisherigen Endpunkt Hauptbahnhof hinaus verlängert.

Schon seit Sommer 2022 entsteht hierfür am Güterplatz, mitten in Frankfurt, eine der tiefsten Baugruben der Stadt. Zwischen Hafenstraße und Frankenallee wurde auf rund 180 Metern Länge eine Baugrube ausgehoben, die durchschnittlich 30 Meter breit und 24 Meter tief ist.

2,7 Kilometer neue Stadtbahnstrecke mit vier Stationen erschließt das Europaviertel

ANZEIGE

Die neue Strecke soll rund 2,7 Kilometer lang werden und vier Stationen umfassen, die derzeit unter den Arbeitstiteln „Güterplatz“, „Emser Brücke“, „Europagarten“ und „Wohnpark“ geführt werden. Die Stadt Frankfurt hatte bereits 2015 die VGF mit der Umsetzung des Projekts als Bauherrin beauftragt und hierfür die Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH gegründet.

Die Linie beginnt unterirdisch an der Station „Güterplatz“ und steigt über eine Rampe an die Oberfläche. Anschließend verläuft sie auf einem Rasengleis entlang der Mitte der Europa-Allee Richtung Westen, wo die drei oberirdischen Stationen entstehen.

Bau des unterirdischen Abschnitts seit 2017 – oberirdische Arbeiten starten 2025

Die Verlängerung der U5 geht auf eine Idee aus dem Jahr 1990 zurück. Erste vorbereitende Arbeiten begannen 2013, während der Bau des unterirdischen Abschnitts einschließlich Tunnelbau und Station „Güterplatz“ seit 2017 umgesetzt wird. Ab diesem Jahr starten die Maßnahmen für den oberirdischen Abschnitt, darunter der Ausbau des Tunnels beim „Europagarten“.

ANZEIGE

Bereits seit Winter 2022 laufen entlang der Europa-Allee die Arbeiten für das Rampenbauwerk und den Tunnel in offener Bauweise. Ein Bautagebuch dokumentiert den Fortschritt kontinuierlich.

Von 373 auf 515 Millionen Euro: Kostenanstieg und Terminverschiebung bei der U5-Verlängerung

Ursprünglich waren für das Projekt rund 373,5 Millionen Euro veranschlagt. Aktuelle Schätzungen liegen jedoch bei etwa 515 Millionen Euro. Diese Mehrkosten muss die Stadt Frankfurt zunächst vorfinanzieren, während Bund und Land Hessen voraussichtlich einen Großteil der zusätzlichen Ausgaben übernehmen.

Zudem verschiebt sich die Fertigstellung der Strecke: Statt 2025 soll die Strecke nun voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen. Bis zum Abschluss der Bauarbeiten und damit bis zur vollständigen Einbindung des wachsenden Stadtteils in die städtische Verkehrsinfrastruktur müssen sich die Anwohnenden noch gedulden.

Baustellengrube mit Gerüst abgesperrt.

Die Baugrube der U5 ist 180 Meter lang, durchschnittlich 30 Meter breit und 24 Meter tief. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Die Baustelle der U5 in der urbanen Umgebung des Europaviertels

Frankfurts Europaviertel hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten innerstädtischen Neubauquartiere entwickelt. Auf einer Fläche für rund 30.000 Menschen entstehen Wohn- und Arbeitsräume in einem urbanen Umfeld. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Frankfurter Neue Presse, FAZ, SBEV, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.