Auf der „Friedenauer Höhe“ in Berlin haben Instone und OFB rund 1.060 Wohnungen fertiggestellt. Das neue Quartier auf dem ehemaligen Güterbahnhof bietet Wohnraum für etwa 2.500 Menschen, einen öffentlichen Park und eine neue Radverbindung.

Karin Richter von der OFB Projektentwicklung, Saidah Bojens von Instone Real Estate und Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino stehen im fertiggestellten Quartier „Friedenauer Höhe“ in Berlin. / © Foto: MIKA-fotografie Berlin
© Titelbild: Markus Bachmann
Wo früher Güterzüge rangierten und große Teile des Geländes für die Öffentlichkeit unzugänglich waren, leben heute rund 2.500 Menschen. Mit der Fertigstellung der Wohngebäude endet ein zentraler Abschnitt der Entwicklung auf der „Friedenauer Höhe“. Das gesamte Quartier ist damit allerdings noch nicht abgeschlossen.
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Adresse: Hauptstraße 64 und Handjerystraße 98, 12159 Berlin
- Projektstatus: 1.060 Wohnungen fertig
- Bauzeit: März 2021 bis Juli 2026
- Wohnungen: 933 freifinanzierte Mietwohnungen und 131 Eigentumswohnungen
Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf haben Instone Real Estate und die OFB Projektentwicklung insgesamt 1.064 Wohnungen fertiggestellt. Dazu gehören 933 freifinanzierte Mietwohnungen und 131 Eigentumswohnungen. Sämtliche Einheiten sind inzwischen bezogen.
Die Wohnbebauung entstand im Rahmen eines Joint Ventures, das Instone und OFB seit 2021 führen. Dabei übernahm die OFB federführend die Entwicklung von 537 Mietwohnungen im nördlichen Bereich. Instone verantwortete im südlichen Abschnitt weitere 396 Mietwohnungen sowie die 131 Eigentumswohnungen des Projekts „Marlene und Dietrich“.
„Friedenauer Höhe“: Drei Wohnprojekte bilden die 1.060 Wohnungen
Die 537 Mietwohnungen von OFB verteilen sich auf fünf siebengeschossige Gebäude mit rund 24.000 Quadratmetern Wohnfläche. Zum Projekt gehören außerdem zwei Tiefgaragen mit 135 Stellplätzen für Autos und 810 Fahrradstellplätzen. Die Wohnungen verfügen über einen Balkon, eine Dachterrasse oder einen Vorgarten mit Südausrichtung. Die Quantum Immobilien KVG hatte diesen Projektteil im Rahmen eines Forward Deals für einen kleinen Kreis berufsständischer Versorgungswerke erworben.
Die weiteren 396 Mietwohnungen von Instone liegen auf drei Grundstücken mit jeweils zwei Wohngebäuden. Sie umfassen zusammen rund 28.000 Quadratmeter Wohnfläche und bestehen überwiegend aus Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen. Eine gemeinsame Tiefgarage bietet 207 Stellplätze. Die DWS hatte das Wohnungspaket bereits Anfang 2022 für zwei Immobilienfonds gekauft.
Zwischen diesen Mietwohnungsprojekten stehen die beiden Gebäude „Marlene und Dietrich“. Dort entstanden 131 Eigentumswohnungen mit einem bis fünf Zimmern und Wohnflächen von 38 bis 132 Quadratmetern. Balkone, Dachterrassen oder private Gartenflächen gehören zu allen Wohnungen. Beide Gebäude besitzen zudem extensiv begrünte Dächer.

Der Büro- und Gewerbeneubau „The Friedenauer“ entsteht direkt am S-Bahnhof Innsbrucker Platz. Das Gebäude soll rund 21.000 Quadratmeter Mietfläche für Büros, Einzelhandel und Gastronomie bieten. / © Visualisierung: bloomimages
Öffentlicher Park und Radweg verbinden die „Friedenauer Höhe“
Im Zentrum des Quartiers „Friedenauer Höhe“ liegt eine rund 10.000 Quadratmeter große öffentliche Parkanlage. Sie umfasst Spielbereiche, einen Ruhegarten und Flächen mit großkronigen Bäumen. Hinzu kommen der Lauterplatz, ein weiterer Quartiersplatz und der Hannah-Höch-Weg. Dieser öffentliche Radweg schafft eine neue Ost-West-Verbindung durch das weitgehend verkehrsberuhigte Areal.
Die jetzt fertiggestellten 1.060 Wohnungen bilden nicht die gesamte Bebauung auf dem früheren Güterbahnhof ab. Zum Gebiet des Bebauungsplans gehören zusätzlich 238 geförderte Mietwohnungen und eine Kindertagesstätte, die ein anderer Projektträger errichtete und anschließend an die landeseigene HOWOGE übergab. Diese Wohnungen waren bereits im Juli 2021 fertig. Die Kita verfügt über rund 80 Plätze.
Und die Entwicklung der „Friedenauer Höhe“ geht dennoch weiter. Am östlichen Eingang des Quartiers entsteht das Büro- und Gewerbeensemble „The Friedenauer“. Nach aktuellen Projektangaben umfasst es rund 21.000 Quadratmeter Mietfläche für Büros, Gastronomie und Nahversorgung. Der Baubeginn erfolgte im ersten Quartal 2025; die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen und damit noch offen.
Wohnquartier „Friedenauer Höhe“
Quellen: Instone Real Estate, OFB, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, HOWOGE, DWS
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5 Kommentare
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In meinen Augen eins der schlimmsten Neubauprojekte Berlins. Künstlich, eng und teuer. Der einzige Vorteil ist, dass die Nordseite das Quartier und den Rest des Bezirks gehen den Lärm der Autobahn abschirmt.
Heutige Stadtquartiere sehen meistens künstlich aus. Man kann auf dem Luftbildfoto sehr gut erkennen, wie es auch weniger künstlich hätte sein können: auf dem Bild ist direkt links neben dem Neubaugebiet das Wohngebiet aus der Gründerzeit zu erkennen. Hätte man sich strukturell daran orientiert und die Stadt in diesem Stil da einfach weiter gebaut, dann hätte sich das neue Viertel natürlicherweise perfekt in die Nachbarschaft integriert. Stattdessen lieber ein Quaderhusten mit Lärmriegel, monoton in weiss oder grau angemalt (Farbe scheint ja mittlerweile im
Neubau verboten zu sein), daher insgesamt
unnötig lieblos, künstlich und fremdartig. Und monofunktional: hier nur Wohnen (kein städtisches Leben/ Straßenleben), an den Enden in den Bürobauten nur Arbeit. Leben als Funktionsabfolge in klar definierten Bereichen. In Gebäuden, deren ästhetischer Anspruch sich in der schnöden Widerspiegelung der Funktion erschöpft (Bauhausprinzip).
Der moderne Mensch ist zufrieden, wenn er in einer zweckmäßigen Umgebung funktionieren darf. Viel Spaß…
Treffende Beurteilung…trist, keine Farbe, kein Ambiente ….zu eng und lieblos. Wer da eine Eigentumswohnung kauft hat daneben gegriffen
Dabei gab es gute Bürgerbeteiligung und viele bessere Testentwürfe guter Architekturbüros.
Trotz aller Bemühungen des Bezirks doch nun schief gegangen. Und dann noch überteuerte Mieten (Mietspiegel ist hier ein Witz) und Kaufpreise. Der HoWoGe Teil noch am ehesten akzeptabel.
Schade!
wie kann man hier für seine Familie Wohnung mieten oder kaufen?
Alle Beteiligten, vom Ibvestor und alle Architekten sollten an jedem Jaus namentlich genannt wrrden. Der Nachweis einer abgeschlossenen Architekturausbildung mit eingeschlossen.
Endlich Gebiete für Asoziale …
Wem gehört die Stadt ❓️