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Mit dem geplanten „Haus der digitalen Welt“ soll mitten in der Hamburger Innenstadt ein neuer öffentlicher Ort entstehen. Bildung, Digitalisierung, Begegnung und Kultur sollen hier unter einem Dach zusammenkommen. Nach der Standortentscheidung am Gerhart-Hauptmann-Platz beginnt nun die nächste Phase der Planung.

Haus der digitalen Welt in Hamburg

Am Gerhart-Hauptmann-Platz 50 in der Hamburger City soll ein neuer Bildungs. und Begegnungsort entstehen. Besuchende können dort lernen, sich austauschen und mehrere Institutionen besuchen, wie die Hamburger Volkshochschule und die Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg. / © Visualisierung: christoph ingenhoven architects

© Visualisierungen: christoph ingenhoven architects

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Mit dem „Haus der digitalen Welt“ verfolgt der Hamburger Senat das Ziel, einen offenen und niedrigschwelligen Ort für digitale Themen zu schaffen. Geplant ist ein Haus für alle, in dem Menschen neue Technologien kennenlernen, ausprobieren und gemeinsam weiterentwickeln können. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um gesellschaftliche Fragen, Teilhabe und demokratische Bildung. Das „Haus der digitalen Welt“ soll Lernen, Arbeiten, Freizeit und Austausch miteinander verbinden und so ein neues urbanes Angebot in der Innenstadt schaffen.

Der thematische Schwerpunkt liegt auf Digitalisierung, jedoch bewusst breit gefasst. Vorgesehen sind Räume für gemeinsames Arbeiten, Workshops, Veranstaltungen sowie flexibel nutzbare Flächen für Bildung, Kultur und Freizeit. Das Haus soll sowohl analog als auch digital funktionieren und perspektivisch auch als virtuelle Plattform Teil der Hamburger Bildungslandschaft werden.

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Am Gerhart-Hauptmann Platz entsteht auf 60.000 Quadratmeter Fläche das „Haus der digitalen Welt“

Als Standort wurde die Immobilie am Gerhart-Hauptmann-Platz 50 ausgewählt. Eine Machbarkeitsstudie von christoph ingenhoven architects kam zu dem Ergebnis, dass sich das Gebäude sehr gut für die geplante Nutzung eignet. Ausschlaggebend waren vor allem die zentrale Lage, die gute Erreichbarkeit sowie die flexible Gebäudestruktur. Mit rund 60.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet der Bau ausreichend Raum für ein vielfältiges Programm.

Das Gebäude liegt zwischen Gerhart-Hauptmann-Platz, Gertrudenkirchhof und Spitalerstraße und besitzt damit eine hohe stadträumliche Präsenz. Nach Einschätzung des Senats kann sich der Standort zu einem Treffpunkt mit Strahlkraft für die gesamte Innenstadt entwickeln. Der Umbau soll weitgehend auf der bestehenden Bausubstanz aufbauen und damit auch unter Nachhaltigkeitsaspekten umgesetzt werden.

Zentralbibliothek, VHS und Jugendinformation: Wer das Haus der digitalen Welt betreibt

Das „Haus der digitalen Welt“ soll von mehreren etablierten Institutionen gemeinsam getragen werden. Geplant ist, dass die Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg, die Hamburger Volkshochschule sowie das Zentrum für Schul- und Jugendinformation zentrale Bestandteile des Hauses werden. Ergänzt werden sollen diese Angebote durch zahlreiche Kooperationspartner aus Bildung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft sowie Kunst und Kultur.

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Damit bündelt das „Haus der digitalen Welt“ bestehende öffentliche Angebote und entwickelt sie weiter. Der Anspruch ist, Synergien zu schaffen und neue Formen des Lernens, der Beratung und des Austauschs zu ermöglichen. Die Bibliothek soll dabei nicht nur Ort des Lesens bleiben, sondern als offener Wissens- und Begegnungsraum weitergedacht werden.

Zeitplan für das Haus der digitalen Welt noch offen: Öffentlichkeitsbeteiligung geplant

Nach der abgeschlossenen Machbarkeitsstudie werden derzeit die nächsten baulichen Entwicklungsschritte und ein Zeitplan erarbeitet. Auf dieser Grundlage sollen Senat und Bürgerschaft über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Kosten für den Umbau stehen noch nicht fest, allerdings hat der Bund Fördermittel in Aussicht gestellt.

Mit dem „Haus der digitalen Welt“ will Hamburg ein neues Kapitel für die Innenstadt aufschlagen. Das Projekt steht exemplarisch für den Versuch, Bildung, Digitalisierung und Stadtentwicklung stärker miteinander zu verknüpfen, jenseits von Einzelhandel und klassischer Nutzungsmischung. Ob und wann das Haus Realität wird, entscheidet sich in den kommenden Planungsjahren.

Haus der digitalen Welt in Hamburg

© Visualisierung: christoph ingenhoven architects

Quellen: Hamburg.de, Haus der digitalen Welt, NDR, christoph ingenhoven architects

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