Während Leipzigs Löwitz-Quartier weiter wächst, ist das neue Gymnasium bereits im Alltag angekommen. Der Schulstandort bietet Platz für rund 1.300 Schülerinnen und Schüler und verbindet Bildung, Sport und neue Freiräume an der Parthe.

Ein umzäunter Sportplatz ergänzt das viergeschossige Gymnasium im Löwitz-Quartier. Die Außenanlagen schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Schul- und Freizeitsport. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Während im Leipziger Löwitz-Quartier weitere Wohngebäude entstehen, gehört der Schulalltag bereits zum neuen Stadtviertel. Das Gymnasium Hauptbahnhof-Westseite an der Annemarie-Renger-Straße 19 wurde schon am 23. August 2024 nach zweieinhalb Jahren Bauzeit feierlich eröffnet.
- Fünfzügiges Gymnasium im Löwitz-Quartier bietet Platz für rund 1.300 Schülerinnen und Schüler.
- Neubau wurde im August 2024 eröffnet und kostete einschließlich Grundstück rund 76 Millionen Euro.
- Sportanlagen und angrenzender Parthepark ergänzen das Freizeitangebot im entstehenden Viertel.
- Neue Parthebrücke sowie Geh- und Radwege verbessern die Erreichbarkeit der Schule.
Der fünfzügige Neubau bietet Platz für rund 1.300 Schülerinnen und Schüler. Damit erhielt das Quartier frühzeitig eine zentrale öffentliche Einrichtung, während seine weitere Bebauung noch mehrere Jahre dauern wird.
Schulneubau am Leipziger Hauptbahnhof entstand für rund 76 Millionen Euro
Für Leipzig war das Vorhaben organisatorisch eine Premiere: Erstmals ließ die Stadt einen Schulneubau im Investorenmodell errichten. Die Otto Wulff Schulbau Leipzig GmbH übergab das Gymnasium einschließlich Grundstück schlüsselfertig.
Der Kaufpreis betrug rund 76 Millionen Euro. Mit dem Neubau wurden zusätzliche Schulplätze geschaffen und zugleich die Bildungsinfrastruktur für das entstehende Stadtviertel gesichert.
Viergeschossiges Gymnasium verbindet Unterrichtsräume mit nachhaltiger Gebäudetechnik
Das Raumprogramm wurde in einem kompakten, viergeschossigen Gebäude umgesetzt. Zum Neubau gehören eine Mensa, eine Aula sowie eine Teilunterkellerung mit Fahrrad- und Tiefgarage.
Die begrünten Dächer übernehmen Funktionen beim Regenwasserrückhalt. Zugleich werden die Dachflächen für Photovoltaikanlagen genutzt, die zur Stromversorgung des Schulstandorts beitragen.
Dreifeldsporthalle und Außenanlagen ergänzen das Freizeitangebot im Löwitz-Quartier
Eine wettkampftaugliche Dreifeldsporthalle und Sportfreianlagen erweitern die Möglichkeiten für den Schulsport. Ihre Nutzung reicht jedoch über den Unterricht hinaus: Nach Schulschluss stehen die Anlagen auch Vereinen zur Verfügung.
Die Sportfreiflächen können während der schulfreien Zeit zudem öffentlich genutzt werden. Dadurch entstehen Angebote, die künftig auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers zugutekommen sollen.

Gepflasterte Wege, junge Bäume und bepflanzte Beete prägen die neu gestalteten Freiräume an der Parthe. Das Gymnasium ist in diese Grün- und Wegeverbindungen eingebunden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Parthepark und neu gestaltete Freiräume binden die Schule in ihr Umfeld ein
Das Gymnasium wurde als Bestandteil der gesamten Quartiersentwicklung geplant. Schulhof und Sportflächen stehen räumlich und funktional mit dem benachbarten Parthepark in Verbindung.
Das Büro bgmr Landschaftsarchitekten plante sowohl die schulischen Freianlagen als auch den Park. Der Flussraum bildet einen wichtigen Bezugspunkt für die Gestaltung und verbindet den Bildungsstandort mit den grünen Freiräumen des Viertels.
Neue Brücke über die Parthe verbessert den Schulweg aus Richtung Berliner Straße
Parallel zum Schulbau wurde das zuvor schwer zugängliche Bahngelände neu erschlossen. Zunächst entstand die Verbindung vom Hauptbahnhof über die Preußenseite, die den Zugang zur Schule ermöglichte.
Im Oktober 2025 folgte die Verkehrsfreigabe der verlängerten Preußenseite mit neuer Parthebrücke und Anschluss an die Berliner Straße. Beidseitige Gehwege und markierte Radfahrstreifen am Verbindungsstück verbessern die Erreichbarkeit aus dem Norden.
Rund um das Gymnasium wächst ein autoarmes Leipziger Stadtquartier
Auf dem etwa 10,6 Hektar großen Areal entstehen Wohnungen, Büros, ein Hotel, Gastronomie und Einzelhandel. Das Wohnprojekt „LEO & LEA“ mit 179 Wohnungen befindet sich bereits im Bau; die Gesamtfertigstellung des Quartiers ist bis 2030 vorgesehen.
Die Schule setzt unterdessen auf eigenverantwortliche Lernzeiten, digitale Angebote und Begabungsförderung. Während das Umfeld weiter Gestalt annimmt, ist auf der ehemaligen Bahnbrache bereits ein dauerhaft genutzter Bildungs- und Begegnungsort entstanden.

Entlang der Parthe verbinden neu gestaltete Grünflächen das Gymnasium Hauptbahnhof-Westseite mit seinem Umfeld. Der Schulneubau ist im Hintergrund sichtbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Schule Löwitz Quartier
Quellen: HAMBURG TEAM, Stadt Leipzig, Schule Hauptbahnhof-Westseite, Otto Wulff Schulbau Leipzig GmbH, bgmr Landschaftsarchitekten
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