Am Berliner Südkreuz entsteht ein Quartier, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit neu zusammendenkt. Mit Geothermie, Dachgarten, gefördertem Wohnraum und kurzen Wegen setzt „B‘Ella“ auf eine urbane Zukunft mit hoher Lebensqualität. Das Projekt zeigt, wie moderne Stadtentwicklung in Berlin künftig aussehen kann.

Ein zentraler Platz in „B‘Ella“ am Südkreuz soll Raum für Gastronomie, Gewerbe und Begegnung im Quartier schaffen. / © Visualisierung: AVP / Hines
© Visualisierung Titelbild: AVP / Hines
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Berlin wächst nach innen. Gerade an gut angebundenen Bahnhöfen zeigt sich, wie urbane Verdichtung heute funktionieren soll: weniger monofunktionale Flächen, mehr Mischung, kurze Wege und neue öffentliche Bezüge. Am Südkreuz entsteht mit dem Bauvorhaben „B‘Ella Berlin“ ein neues Quartier, das diesen Ansatz sichtbar macht.
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Adresse: Gotenstraße 26–28 / Ella-Barowsky-Straße 48–61
- Projektentwickler: RONDUS DRITTE Immobilienbesitz GmbH & Co. KG (vertreten durch Hines)
- Architekten: Tchoban Voss Architekten und Nöfer Architekten
- Nutzung: Wohnen, Büro, Gewerbe, Gastronomie, Kita, Gemeinschaftsflächen
- Wohnungen: rund 300, davon 30 Prozent gefördert
- Kita: rund 100 Plätze
- Mobilität: 800 Fahrradstellplätze, 270 Pkw-Stellplätze
- Nachhaltigkeit: Geothermie, Photovoltaik, DGNB Platin angestrebt
- Fertigstellung: voraussichtlich 2029
Das Umfeld des Bahnhofs Südkreuz zählt zu den Orten, an denen Berlin seine Stadtentwicklung besonders stark bündelt. Fernverkehr, Regionalverkehr, S-Bahn, Buslinien und die Nähe zur Stadtautobahn schaffen eine Lage, in der neue Dichte städtebaulich sinnvoll ist. „B‘Ella“ nutzt diese hervorragende Ausgangslage und ergänzt die bereits realisierten Hines-Projekte, das Wohn- und Stadtquartier Südkreuz, um einen weiteren intelligent konzipierten Baustein.

Die geschwungene Fassade des Bürogebäudes von „B‘Ella“ am Südkreuz prägt die Architektur des neuen Stadtquartiers. / © Visualisierung: AVP / Hines
„B‘Ella“ am Südkreuz: Verdichtung an einem Berliner Verkehrsknoten
Das Projekt entsteht auf einem Areal an der Gotenstraße und Ella-Barowsky-Straße. Hines beschreibt „B‘Ella“ als Fortsetzung der Quartiersentwicklung am Südkreuz. Statt einer Schließung gegenüber dem Umfeld soll ein durchlässiger Stadtblock entstehen. Mehrere Eingänge, Erdgeschossnutzungen und ein Innenhof sollen das Ensemble mit der Nachbarschaft verbinden.
Geplant sind zwei Büro- und Geschäftsgebäude sowie drei Wohngebäude. Zusammen umfasst „B‘Ella“ rund 75.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Rund 300 Wohnungen sollen entstehen, davon 30 Prozent als geförderter Wohnraum. Dazu kommen eine Kita mit etwa 100 Plätzen, Gastronomie, kleinteilige Gewerbeflächen und gemeinschaftlich nutzbare Bereiche.
Tempelhof-Schöneberg: Wohnen, Büro, Kita und Freizeit in einem Quartier
Die zukünftigen Büroflächen verteilen sich auf zwei Gebäude. Das nördliche Bürohaus stammt von Nöfer Architekten und umfasst etwa 21.700 Quadratmeter Mietfläche. Das südliche Bürohaus wurde vom Büro Tchoban Voss Architekten entworfen und bietet rund 14.440 Quadratmeter Mietfläche. STRABAG hat bereits mehr als 12.000 Quadratmeter angemietet und will dort seinen Berliner Standort bündeln.
Zum Nutzungskonzept gehören auch ein Townhall-Forum und ein flexibel nutzbarer Konferenzbereich. Sie sollen Mietern, Bewohnern und dem Quartier Raum für Austausch und Veranstaltungen geben. Im Erdgeschoss sollen kleinere Betriebe Platz finden, etwa eine Bäckerei, eine Fahrradwerkstatt, eine Schneiderei, ein Café oder andere Angebote des täglichen Bedarfs.

Die Wohngebäude von „B‘Ella“ am Südkreuz gruppieren sich um großzügige Grün- und Freiflächen im Herzen des Quartiers. / © Visualisierung: AVP / Hines
Dachgarten, Geothermie und Photovoltaik beim Quartier „B‘Ella“ am Berliner Südkreuz
Ein prägendes Element wird der rund 450 Meter lange umlaufende Dachgarten. Er soll Aufenthaltsflächen, Begrünung und Bewegungsangebote verbinden. Auf dem Dach wird es auch eine Tartanbahn geben. Damit wird das Dach nicht nur technische Fläche, sondern Teil des durchdachten Nutzungskonzepts.
Auch die Energieversorgung spielt eine zentrale Rolle. Für „B‘Ella“ wurden 285 Geothermiepfähle mit einer Bohrtiefe von 99 Metern in die Erde getrieben, bevor darüber der Bau des neuen Quartiers beginnen konnte.
Ergänzend plant das Projekt Photovoltaik auf 30 Prozent der Dachfläche. Smart Metering und eine Gebäude-App sollen den Betrieb digital unterstützen. Hines strebt unter anderem DGNB Platin, QNG Plus, die Taxonomy-Konformität sowie WiredScore und SmartScore Office Platin an.

Grünflächen, Wege und Aufenthaltsorte verbinden die Gebäude von „B‘Ella“ am Südkreuz zu einem durchlässigen Quartier. / © Visualisierung: AVP / Hines
Wohnen und Arbeiten am Südkreuz: „B‘Ella“ wird zum urbanen Knotenpunkt
„B‘Ella“ steht für eine Entwicklung, die in vielen Berliner Lagen wichtiger wird: Bestehende Flächen werden dichter genutzt, ohne nur eine einzelne Funktion zu bedienen. Wohnen, Arbeiten, Kinderbetreuung, Gewerbe, Mobilität und Freiraum rücken näher zusammen. Gerade am Südkreuz zeigt sich, wie Bahnhofsquartiere zu urbanen Knotenpunkten werden.
Das Projekt versteht diese Verdichtung nicht als Selbstzweck. Es setzt sie in ein klares Programm aus Nutzungsmischung, sozial gefördertem Wohnraum, lokaler Versorgung und technischer Infrastruktur. Damit liefert „B‘Ella“ ein Beispiel dafür, wie neue Stadtquartiere in Berlin künftig funktionieren können: kompakt, angebunden und auf Alltag ausgerichtet.
B'Ella
Quellen: Hines, bella.berlin, ZÜBLIN / STRABAG, Nöfer Architekten, Tchoban Voss Architekten
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3 Kommentare
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Als normaler Bürger ohne WBS bringt einem der Wohnraum dort leider gar nix. Und schön ist was anderes, ich will nicht wissen wie heiß es dort im Sommer werden wird direkt zwischen A100, Ringbahn und S1/2/25/26, denn grün und Freiflächen gibt es quasi gar nicht mehr.
Warum soviele Autoparkplâtze mitten in Stadt und Bahnhof? Nicht modern, eher 60er Jahre