Der Neubau der Hellersdorfer Brücken beginnt im September 2026. Ab Oktober wird die Eisenacher Straße in Marzahn-Hellersdorf gesperrt, 2028 sollen die Brücken fertig sein.

Eine der bestehenden Hellersdorfer Brücken an der Eisenacher Straße in Berlin-Marzahn-Hellersdorf vor dem geplanten Neubau.

Die bestehenden Hellersdorfer Brücken an der Eisenacher Straße führen über Wuhle und Neue Wuhle. Im September 2026 beginnt der Neubau der beiden Bauwerke. / © Foto: Wikimedia Commons, Amiconn, CC BY-SA 3.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Amiconn, CC BY-SA 3.0

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Nach langer Planung beginnt der Neubau der Hellersdorfer Brücken in Marzahn-Hellersdorf. Schon in wenigen Tagen richtet Berlin die Baustelle ein. Kurz darauf folgen eine Vollsperrung, der Abriss der alten Bauwerke und umfangreiche Arbeiten an Wuhle und Neuer Wuhle. Für Autofahrende und die Buslinie 195 bringt das Projekt über längere Zeit deutliche Änderungen.

  • Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
  • Ort: Eisenacher Straße zwischen Blumberger Damm und Gothaer Straße
  • Projektstatus: Baubeginn
  • Fertigstellung: vorgesehen für das zweite Quartal 2028

Am 7. September 2026 beginnt die Einrichtung der Baustelle. Zunächst entsteht nördlich der heutigen Hellersdorfer Brücken eine provisorische Verbindung für den Fuß- und Radverkehr. Dafür richtet die Senatsverwaltung kurzzeitige halbseitige Sperrungen auf der Eisenacher Straße ein. Die Wanderbaustelle soll jeweils rund 25 Meter lang sein. Der eigentliche Einschnitt für den Straßenverkehr folgt knapp einen Monat später: Ab dem 5. Oktober soll die Eisenacher Straße im Brückenbereich vollständig für Fahrzeuge gesperrt werden.

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Die nun beginnende Bauphase folgt auf längere Vorarbeiten für den Neubau der Hellersdorfer Brücken. Bereits im November 2025 ließ die Verwaltung 19 Bäume fällen und rund 700 Quadratmeter strauchartigen Bewuchs zurückschneiden. Als Ausgleich sind unter anderem Böschungen, Seitenstreifen und Biotopflächen vorgesehen.

Hellersdorfer Brücken: Erst Leitungsarbeiten, dann beginnt der Abriss

Nach Beginn der Vollsperrung stehen zunächst Leitungsarbeiten im Straßenraum an. Zum Jahresende 2026 sollen die bestehenden Hellersdorfer Brücken schließlich zurückgebaut werden. Danach entstehen zwei neue Bauwerke samt neuer Gründung. Die aktuelle Terminplanung sieht die Fertigstellung und Verkehrsfreigabe im zweiten Quartal 2028 vor. Damit liegt nun erstmals ein konkreter Ablauf für die entscheidende Bauphase vor.

Die beiden bestehenden Bauwerke stammen aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Die Hellersdorfer Brücke über die Wuhle wurde 1968 gebaut, die östliche Hellersdorfer Brücke über die Neue Wuhle folgte 1979. Beide sind heute nur rund zehn Meter breit. Beim Neubau wächst die Breite zwischen den Geländern auf rund 20,4 bis 20,9 Meter. Damit schafft Berlin deutlich mehr Platz, vor allem für den Fuß- und Radverkehr. Der kombinierte Rad- und Gehwegbereich soll auf beiden Seiten jeweils 5,70 Meter breit nutzbar sein.

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Brücken-Neubau schafft mehr Platz für Fußgänger und Radfahrende

Technisch entstehen zwei einfeldrige Rahmenbauwerke aus Stahlbeton. Die Konstruktionen erhalten eine Tiefgründung auf Bohrpfählen mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern. Auf klassische Lager und Übergangskonstruktionen verzichtet die Planung. Das soll den späteren Unterhalt reduzieren.

Der Neubau beschränkt sich jedoch nicht auf die Brücken. Die Wuhle wird im unmittelbaren Baubereich geringfügig angepasst, weil die neue Konstruktion gegenüber dem Bestand etwas nach Osten rückt. Vorhandene Leitungen kommen in einen Düker nördlich der Brücken. Außerdem soll der Wuhlewanderweg eine Querungsmöglichkeit mit Bedarfsampel erhalten. Eine vorhandene Verrohrung südlich der Brücke verschwindet ersatzlos. Für die Beleuchtung sind insektenfreundliche Leuchtmittel vorgesehen.

Wegen Brücken-Neubau: Bus 195 wird umgeleitet

Für Autofahrende führt die Umleitung während der Vollsperrung nördlich über Landsberger Allee und Landsberger Chaussee beziehungsweise südlich über die Cecilienstraße. Die Eisenacher Straße westlich der Baustelle und die Zugänge zu den Gärten der Welt bleiben vom Blumberger Damm aus erreichbar. Fußgänger und Radfahrende erhalten nördlich der Brücken eine 2,50 Meter breite provisorische Querung über zwei Behelfskonstruktionen und angrenzende Fangedämme.

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Auch die Buslinie 195 kann den Abschnitt während der Bauzeit nicht nutzen und wird umgeleitet. Nach derzeitiger Planung gehen die Haltestellen Bärensteinstraße in Fahrtrichtung Osten, Eisenacher Straße/Gärten der Welt in beiden Richtungen sowie Suhler Straße in beiden Richtungen vorübergehend außer Betrieb.

Hellersdorfer Brücken: Ersatzneubau
Die Hellersdorfer Brücken über Wuhle und Neue Wuhle werden durch zwei breitere Brückenbauwerke ersetzt.

Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

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