Die Elbchaussee ist ab dem 14. Juli 2026 vorübergehend wieder frei. Die Öffnung entlastet den Verkehr während der Vollsperrung an der Sternbrücke und der Stresemannstraße.
Sternbrücke
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Im Hamburger Westen treffen im Juli zwei große Verkehrsprojekte aufeinander. Während an einer zentralen Bahnbrücke umfangreiche Arbeiten beginnen, öffnet die Stadt eine andere wichtige Verbindung vorübergehend wieder. Die zeitliche Abstimmung soll den Verkehr während einer mehrwöchigen Sperrung auffangen.
- Bezirk: Altona
- Adresse: Elbchaussee zwischen Betty-Levi-Passage/Klopstockstraße und Parkstraße
- Voraussichtliche Fertigstellung Ost-Abschnitt: Dezember 2026
- Voraussichtliche Fertigstellung des gesamten zweiten Bauabschnitts: März 2030
Ab Dienstag, 14. Juli 2026, ist die Elbchaussee zwischen der Betty-Levi-Passage beziehungsweise der Klopstockstraße und dem Hohenzollernring wieder in beiden Richtungen befahrbar. Die Freigabe bedeutet jedoch nicht, dass die Modernisierung des knapp 1,2 Kilometer langen Ost-Abschnitts abgeschlossen ist. Denn die temporäre Öffnung hat eine andere Vollsperrung als Grund. Drei Tage später beginnt an der Sternbrücke eine Sperrung, die den Straßen- und Bahnverkehr im Hamburger Westen erheblich verändert.

Die Elbchaussee im Bereich des zweiten Bauabschnitts vor Beginn der Modernisierung. Ab dem 14. Juli wird der östliche Abschnitt vorübergehend wieder für den Verkehr freigegeben. / © Foto: LSBG
Elbchaussee wieder frei als Ausweichstrecke zur Sternbrücke
Die Deutsche Bahn startet am 17. Juli mit dem Abbruch der bestehenden Sternbrücke und dem Einhub der neuen Konstruktion. Dafür wird die Kreuzung Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee bis zum 31. August für den motorisierten Verkehr vollständig gesperrt. Die Elbchaussee übernimmt in dieser Zeit eine zentrale Funktion im Verkehrskonzept der Stadt.
Die Stadt nennt die Route Elbchaussee, Palmaille und Sankt Pauli Hafenstraße ausdrücklich als eine der vorgesehenen Ausweichstrecken. Weitere Verbindungen führen über die Holstenstraße und die Reeperbahn sowie über die Fruchtallee, den Schäferskamp und die Edmund-Siemers-Allee.
Damit diese Strecken den zusätzlichen Verkehr aufnehmen können, hat Hamburg mehrere Maßnahmen vorbereitet. Neun Ampeln erhalten Sonderprogramme, die auf die veränderten Verkehrsströme reagieren sollen. LED-Tafeln informieren rund um die Sternbrücke über Beginn und Ende der Sperrung. Große Hinweisschilder im Westen und Osten der Stadt weisen ebenfalls auf die Einschränkungen hin. Während des genannten Zeitraums plant die Stadt keine Sperrungen auf der A1 oder A7.

Die neue Sternbrücke soll den bisherigen Brückenbau ersetzen. Während des Einhubs im Juli und August dient die Elbchaussee als wichtige Ausweichstrecke für den Verkehr. / © Visualisierung: Ney & Partners / rendertaxi
Sperrung der Sternbrücke: Wohnquartiere sollen geschützt werden
Die Verkehrsplanung beschränkt sich nicht auf die großen Straßen. In der Oelkersallee und der Eiffelerstraße richtet die Stadt Einbahnstraßen ein, um Durchgangsverkehr aus den angrenzenden Wohngebieten herauszuhalten. An der Kreuzung Eimsbütteler Chaussee/Waterloostraße kommen ab dem 17. Juli Schranken mit Kennzeichen- und Höhenerkennung zum Einsatz.
Die Schranken dürfen unter anderem die Buslinien 3, X3 und 15 sowie Polizei, Feuerwehr und Lieferfahrzeuge passieren. Auch nördlich der Max-Brauer-Allee werden Einbahnstraßen neu geordnet. Die Stadt will damit verhindern, dass Autofahrer die gesperrte Sternbrücken-Kreuzung über kleinere Straßen umgehen.
Elbchaussee: Drei von vier Asphaltschichten sind bereits eingebaut
Die temporär wieder eröffnete Elbchaussee kann den Verkehr aufnehmen, obwohl die Straßenarbeiten noch nicht vollständig beendet sind. Im Ost-Abschnitt hat der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer bereits drei von vier geplanten Asphaltschichten hergestellt. Dazu gehören zwei Asphalttragschichten und die Asphaltbinderschicht. Vorläufige gelbe Linien markieren die Fahrspuren.
Die endgültige Asphaltdeckschicht fehlt noch. Auch die abschließenden Markierungen sowie Teile der Rad- und Gehwege stehen weiterhin aus. Nach aktuellem Zeitplan sollen diese Arbeiten voraussichtlich ab September fortgesetzt werden, sobald die neue Sternbrücke eingehoben ist. Dann will der LSBG die Nebenflächen vollständig herstellen und die vierte Asphaltschicht aufbringen.
Quellen: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer
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