Im Volkspark Jungfernheide wird ein neuer Erlebnispfad eröffnet, der Besucherinnen und Besuchern die Natur- und Kulturgeschichte des Parks näherbringt. Zehn Stationen sollen dazu einladen, den ökologischen Reichtum der denkmalgeschützten Anlage spielerisch zu entdecken.

© Schaubild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
Am Freitag, den 12. September, eröffnet Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger im Volkspark Jungfernheide einen Erlebnispfad, der Besucherinnen und Besuchern einen neuen Zugang zur Stadtnatur ermöglicht. Der Rundweg umfasst zehn Stationen, die mit Holzstelen des Berliner Künstlers Sebastian Gurski markiert sind. Jede Stele trägt ein individuelles Kopfmotiv und einen QR-Code, über den weiterführende Informationen auf der Webseite des Bezirksamts abrufbar sind.
Der Pfad soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch zum Mitmachen anregen. Ein begleitender Faltplan bietet Hintergrundtexte, Rätsel und Aufgaben. Wer alle Stationen durchläuft, erhält am Ende ein Lösungswort. Der Plan ist kostenlos im Sommergarten am Wasserturm, im Kulturbiergarten, im Strandbad Jungfernheide sowie online erhältlich.
Umweltbildung im Fokus: Charlottenburg-Wilmersdorf will Aufenthaltsqualität erhöhen
Der neue Rundweg ist Teil der Umweltbildungsangebote des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Ziel sei es, den Bezug der Bürgerinnen und Bürger zu den Grünanlagen zu stärken und den respektvollen Umgang mit urbanen Naturflächen zu fördern. Schruoffeneger erklärte bei der Vorstellung, dass der Pfad auf spielerische und informative Weise Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt vermittle und die Freude am Entdecken wecken solle.
Der Volkspark Jungfernheide gilt als ökologisch wertvolle Grünfläche. Er trägt durch seine Bäume und Wiesen zur Verbesserung des Stadtklimas bei und bietet zahlreichen Tierarten einen Lebensraum. Zwischen 2019 und 2023 wurde die denkmalgeschützte Anlage umfassend ökologisch saniert. Mit dem neuen Angebot soll die Aufenthaltsqualität im Park weiter erhöht werden.
Volkspark Jungfernheide als Vorbild: Auch andere Berliner Parkanlagen sollen Lernorte werden
Der Volkspark ist mit seinen 146 Hektar eine der größten innerstädtischen Grünanlagen Berlins. Ursprünglich wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen des Gartenbaudirektors Erwin Barth angelegt und seither mehrfach umgestaltet. Neben Sportflächen, Spielplätzen und einem Wasserturm prägen historische Elemente wie das Freilufttheater Gustav-Böß-Bühne und Skulpturen das Bild der Anlage.
Für die Zukunft plant der Bezirk, auch andere Gartenanlagen mit ähnlichen Erlebnispfaden auszustatten. Auf diese Weise sollen weitere Grünflächen nicht nur als Erholungsräume, sondern auch als Lernorte im Stadtraum erschlossen werden.
Quellen: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Industriekultur Berlin, Wikipedia
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