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Am Berliner Spreeufer entsteht derzeit ein ungewöhnliches Hotelprojekt: Die „Villa Viva Holzmarkt“ in Berlin-Friedrichshain kombiniert nachhaltiges Bauen mit sozialem Engagement. Während andere Bauvorhaben in der Umgebung stagnieren, wächst das Projekt kontinuierlich weiter.

Hotelbau „Villa Viva Holzmarkt“ in Friedrichshain: In den kommenden Monaten soll das Gebäude mit insgesamt 155 Zimmer weiter in die Höhe wachsen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Auf dem Gelände des Kultur- und Veranstaltungsorts Holzmarkt 25 in Berlin-Friedrichshain entsteht derzeit ein neues Hotel: die „Villa Viva Holzmarkt“. Obwohl die Bauarbeiten erst im Sommer begonnen haben, ist der Fortschritt bereits deutlich sichtbar.

Das Projekt entsteht in Kooperation mit der Organisation Viva con Agua, die sich weltweit für den Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt. Die gemeinnützige Initiative ist Mitbetreiberin des Hauses. Geplant ist, das Hotel bis 2027 fertigzustellen und als Bestandteil des Holzmarkt-Areals in den bestehenden Kulturbetrieb zu integrieren.

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Hotelbau „Villa Viva Holzmarkt“: Zimmer setzen auf kreatives „Weintrauben-Konzept“

In den kommenden Monaten soll das Gebäude mit insgesamt 155 Zimmer weiter in die Höhe wachsen. Geplant sind insgesamt acht Geschosse. Die „Villa Viva Holzmarkt“ folgt dabei einem konsequent nachhaltigen Bauansatz. Vorgesehen sind Holzfassaden, Holzfenster und der Einsatz energieeffizienter Materialien. Damit orientiert sich das Projekt an einem ressourcenschonenden Bauprinzip, das in Berlin bislang nur selten realisiert wurde.

Der Entwurf stammt vom Berliner Architekturbüro Pätzold Architekten, das bereits 2016 einen Architekturwettbewerb für das Projekt gewann. Das Gestaltungskonzept greift die Symbolik einer Weintraube auf: Die einzelnen Zimmer werden als Beeren verstanden, die durch ein gemeinsames System verbunden sind. So soll ein architektonisches Bild entstehen, das Individualität und Gemeinschaft gleichermaßen vereint.

Neues Hotel in Friedrichshain: Neustart nach Jahren der Verzögerung

Die Entstehung des Hotels war ein langer Prozess. Ursprünglich sollte das Projekt bereits 2016 realisiert werden. Damals lagen sowohl eine Baugenehmigung als auch eine gesicherte Finanzierung vor. Infolge der Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs stiegen jedoch die Baukosten erheblich, was zum Rückzug des ursprünglichen Betreibers und der finanzierenden Bank führte.

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Erst die Unterstützung von Viva con Agua und der Schweizer Eckenstein-Geigy-Stiftung ermöglichte den Neustart. Nach Angaben des Holzmarkt-Vorstands übernimmt die Stiftung rund die Hälfte der erforderlichen Finanzierung, die sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag beläuft.

Holzmarktstraße: Bauliche Verzögerung in der Nachbarschaft der „Villa Viva“

Während die Bauarbeiten der „Villa Viva“ sichtbar voranschreiten, stocken mehrere Großprojekte in der unmittelbaren Umgebung. Sowohl das Bildungsquartier „WIEWEIL“ als auch das Hochhausprojekt „JAHO“ und der Neubau der Schwimmhalle „Holzmarkt 51“ liegen deutlich hinter den Zeitplänen zurück.

Beim Wissensquartier „WIEWEIL“ wurde inzwischen ein Bauantrag gestellt, doch eine Fertigstellung bis 2026 gilt als unwahrscheinlich. Auch der von David Chipperfield Architects entworfene „Jannowitz-Turm“ kommt kaum voran. Zwar ist der Bebauungsplan beschlossen, doch auf der Baustelle herrscht Stillstand. Die Baugrube bleibt ungenutzt, und auch die Schwimmhalle, die bereits 2018 geschlossen wurde, soll frühestens 2029 wiedereröffnet werden.

Fortschritt „Villa Viva Holzmarkt“: Symbol für soziale und ökologische Stadtentwicklung

Im Gegensatz zu den umliegenden Projekten zeigt sich die „Villa Viva Holzmarkt“ als positives Gegenbeispiel. Das Vorhaben verbindet ökologische Bauweise mit sozialem Engagement und kulturellem Anspruch. Damit knüpft es an die Philosophie des Holzmarkt-Areals an, das seit Jahren für gemeinschaftsorientierte Stadtentwicklung steht.

Langfristig soll das Areal am Spreeufer zu einem urbanen Raum werden, in dem Bildung, Wohnen, Kultur und Freizeit eng miteinander verknüpft sind. Der Bau der „Villa Viva“ markiert dabei einen wichtigen Schritt in Richtung einer sozial und ökologisch orientierten Stadtgestaltung in Berlin-Friedrichshain.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Visualisierung vom Hotelneubau in Holz.

Der geplante Hotelneubau „Villa Viva“ entsteht auf dem Gelände des Holzmarkt 25 in Berlin-Friedrichshain. Das achtgeschossige Gebäude wirkt durch seine versetzt angeordneten Baukörper und die horizontale Gliederung der Holzfassade dynamisch und unkonventionell. Große Fensterflächen ermöglichen Einblicke in die Zimmer und betonen die Offenheit des Konzepts. / © Visualisierung: Bloomimages

Hotelneubau Villa Viva, Blick auf Eingangsbereich, Holzmarkt in Berlin-Friedrichshain

Dieser rot gestaltete Anbau auf dem Holzmarkt-Areal ist bereits seit zwei Jahren fertig, direkt nebenan wächst nun das neue Hotel in die Höhe. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Pätzold Architekten, WIEWEIL, Kilian Immobiliengruppe, BVV Berlin-Mitte, David Chipperfield Architects, Kuehn Malvezzi, Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Berliner Bäderbetriebe, bloomimages

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