Frankfurt setzt auf lokale Windenergie: Mit dem Start der Bauarbeiten für den Windpark Schäferköppel entsteht zwischen Frankfurt, Bad Homburg und Karben ein neuer Stromlieferant, der ab Sommer 2027 die Region mit Strom versorgen soll.

Diese beiden Mainova-Winkraftanlagen in der Nähe von Karben sollen bald um vier weitere ergänzt werden. Nun laufen die Erdbauarbeiten für den neuen Windpark „Schäferköppel“ zwischen Karben, Frankfurt und Bad Homburg. / © Foto: Mainova
© Titelbild: Mainova
Lokal produzierter und ökologischer Strom aus der Region Frankfurt? Das könnte bald zur Realität werden: Zwischen Frankfurt, Bad Homburg und Karben entsteht ein neuer Windpark.
Am Montag, dem 16. März 2026, startete Mainova mit den ersten Bauarbeiten für das Windparkprojekt Schäferköppel.
Fast 270 Meter Gesamthöhe: Vier neue Windräder sollen jährlich 54 GWh Strom produzieren
Im neuen Windpark sollen vier Windenergieanlagen entstehen, die zwischen Nieder-Erlenbach und Ober-Erlenbach stehen werden. Mit einer Gesamthöhe von 266,5 Metern sollen sie jährlich rund 54 Gigawattstunden grünen Strom produzieren. Die geplanten Anlagen verfügen über eine Nennleistung von je 6,8 Megawatt. Jede erzeugte Kilowattstunde Windstrom kommt über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auch den umliegenden Gemeinden zugute.
Die Höhe der Windräder setzt sich aus einer Nabenhöhe von 179 Metern und einem Rotorradius von 87,5 Metern zusammen. Damit zählen die Anlagen zu den größten ihrer Art in der Region und sollen einen spürbaren Beitrag zur lokalen Energiewende leisten.
Projekt mit Bürgernähe: Mainova bezieht Frankfurter Bürgerenergie Genossenschaft mit ein
Ein besonderes Merkmal des Projekts soll die Bürgernähe sein. Energieunternehmen Mainova kooperiert bei dem Windpark Schäferköppel mit der Frankfurter Bürgerenergie Genossenschaft (FraBeG), die es Einzelpersonen erlaubt, sich finanziell am Windpark zu beteiligen und vom Erfolg zu profitieren.
Die FraBeG eG vereint Bürgerinnen und Bürger aus der Rhein-Main-Region und darüber hinaus. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Energiewende vor allem in Bürgerhand umzusetzen. Die Genossenschaft setzt bereits eine Photovoltaikanlage auf einer Frankfurter Schule um.
Infrastruktur-Bauarbeiten begonnen: Fundamente des Windpark Schäferköppel sollen bis Juli stehen
Von Mitte März bis Ende Juli erstellt ein von der Mainova beauftragtes Erdbauunternehmen nun die notwendige Infrastruktur für die vier neuen Windräder. Zunächst werden bestehende Wege zu den Standorten der Windenergieanlagen ausgebaut und stabilisiert. Anschließend folgen Kran- und Fundamentflächen sowie eine neue Zufahrt über die angrenzende L3205.
Durch die gut ausgebauten Land- und Bundesstraßen B3 und L3205 sollen Baumaterialien und Anlagenbauteile problemlos angeliefert werden. Neue Wege innerhalb des Windparks werden nur lokal angelegt. Spaziergänger und Radfahrer werden direkt vor Ort über Sperrungen informiert.
Windpark Schäferköppel: Vier neue Windkraftanlagen sollen ab Sommer 2027 ans Netz gehen
Nach Abschluss der Infrastrukturarbeiten beginnen im Juni die Fundamentvorbereitungen, darunter das Einbringen von Rüttelstopfsäulen. Ab Juli werden dann Kabeltrassen für die Netzanbindung verlegt. Die vier Windkraftanlagen werden anschließend nacheinander aufgestellt und können voraussichtlich ab Sommer 2027 ans Netz gehen.
Mit dem Windpark Schäferköppel entsteht ein zukunftsweisendes Projekt für ökologische Energie in der Region. Neben der Gewinnung von lokalem Strom sollen auch Bürgerinnen und Bürger direkt profitieren können, während Frankfurt die Energiewende weiter vorantreibt.
Quellen: Stadt Frankfurt, FraBeG, Mainova
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


