Seit der Eröffnung im September 2025 präsentiert sich die Emma-Kann-Grundschule als moderner Bildungsort im Europaviertel. Der Neubau vereint Unterricht, Ganztagesbetreuung und Kindertagesstätte unter einem Dach und schafft flexible, helle und übersichtliche Lernräume für Kinder verschiedener Altersstufen.

Der Neubau der Emma-Kann-Grundschule zeichnet sich durch kompakte Bauweise und klar gegliederte Funktionsbereiche aus. Die teilweise im Boden versenkte Sporthalle reduziert die Höhenentwicklung, insgesamt umfasst das Gebäude rund 14.660 Quadratmeter Bruttogrundfläche. / © Foto: dasch zürn + partner, Henrik Schipper
© Fotos: dasch zürn + partner, Henrik Schipper
Rund vier Monate nach der Eröffnung im September 2025 ist die Emma-Kann-Grundschule fester Bestandteil des Alltags im Europaviertel. Der Neubau an der Ecke Maastrichter Ring und Pariser Straße bündelt schulische und betreuende Nutzungen in einem klar gegliederten Gebäude, das als fünfzügige Grundschule mit integrierter Kindertagesstätte konzipiert ist und auf die steigende Zahl an Kindern im Quartier reagiert.
Der Entwurf stammt vom Architekturbüro dasch zürn + partner, das bereits 2016 den entsprechenden Wettbewerb gewonnen hatte. Der Baukörper fügt sich in die Parkstruktur des Quartiers ein und öffnet sich mit Freianlagen zum umliegenden Grün. Überdachte Eingänge führen in die Grundschule und die Kita, die Sporthalle ist separat erschlossen.
Emma-Kann-Grundschule: Klare Strukturen und helle Materialien prägen die Innenräume
Die Innenraumgestaltung folgt einem klaren Prinzip: Sichtbetonflächen, zurückhaltend gestaltete weiße Wände und helle Holzverkleidungen prägen das Erscheinungsbild und schaffen eine ruhige, übersichtliche Atmosphäre.
Unterrichts- und Betreuungsräume, eine Mensa, Fach- und Rückzugsräume, eine Bücherei sowie Musik- und PC-Räume sind über die insgesamt rund 14.660 Quadratmeter Fläche verteilt. Die Anordnung der Räume und kurzen Wege gewährleistet laut den Planenden eine barrierefreie Nutzung in allen Bereichen.
Jahrgangsgruppen, Ganztagsbetreuung und Kita auf klar gegliederten Ebenen
Die vier Jahrgänge der Grundschule sind als zusammenhängende Cluster im dritten und vierten Obergeschoss angeordnet. Diese kompakten Einheiten erleichtern die Orientierung und schaffen eine klare Zuordnung innerhalb des Schulbetriebs. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss beherbergen die Ganztagesbetreuung sowie den Verwaltungs- und Lehrerbereich. Zwei viergeschossige Hallen verbinden die Ebenen miteinander und lassen Tageslicht tief in das Gebäudeinnere fallen.
Die Kindertagesstätte erstreckt sich über zwei Geschosse, die über eine zweigeschossige Halle mit offener Treppe miteinander verbunden sind. Im Erdgeschoss befinden sich die Räume für Kleinkinder, während das Obergeschoss für Kinder ab drei Jahren vorgesehen ist. Die offene Halle sorgt für Transparenz und visuelle Bezüge zwischen den Ebenen.

Zwei viergeschossige Hallen verbinden die Ebenen miteinander und lassen Tageslicht tief in das Gebäudeinnere fallen. / © Foto: dasch zürn + partner, Henrik Schipper

Die Kindertagesstätte erstreckt sich über zwei Geschosse, die über eine zweigeschossige Halle mit offener Treppe miteinander verbunden sind. / © Foto: dasch zürn + partner, Henrik Schipper
Funktionale und visuelle Verknüpfung von Schulgebäude und Grünflächen
Ein prägendes Element der Gesamtanlage ist die um etwa 3,50 Meter abgesenkte Sporthalle, die als „grüner Sockel“ den Übergang vom Gleisfeldpark zum Gebäude bildet. Sie ist ebenerdig an die Ganztagesschule angebunden.
Vom Eingangsbereich und der Erschließungsgalerie aus eröffnet sich ein direkter Blick auf das abgesenkte Spielfeld und die angrenzenden Außensportanlagen, wodurch Innen- und Außenbereiche visuell und funktional miteinander verknüpft werden.

Die teilweise im Boden versenkte Sporthalle reduziert die Höhenentwicklung. / © Foto: dasch zürn + partner, Henrik Schipper
Nach sieben Jahren Provisorium: Flexible Lernbedingungen geschaffen
Seit der Inbetriebnahme beendet der Neubau eine siebenjährige Phase der provisorischen Unterbringung, während derer die Grundschule in Containern unterrichtet wurde. Ursprünglich nur als Übergangslösung geplant, fehlte damals Raum für Fachunterricht, Differenzierung oder Sport, viele Klassen mussten ausgelagert und mit Bussen transportiert werden.
Mit dem neuen Gebäude stehen der Schulgemeinde nun moderne und flexible Lernbedingungen zur Verfügung. Unterrichts- und Betreuungsräume, Fachräume, Sport- und Bewegungsflächen sowie ganztägige Betreuungsangebote.
Quellen: Stadt Frankfurt, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse, Wikipedia, dasch zürn + partner
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Die Kinder können einen ja fast leid tun. Riesige leere Sichtbetonwände, in die man nicht mal ein Nagel hauen kann um Bilder aufzuhängen. Geht doch völlig an der Nutzungsrealität vorbei. Rein-weißer Boden, Decke, Geländer und Treppe. Im Voyer könnte man die Szene aus Matrix nachdrehen, die im „Nichts“ stattfindet. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass ist das Max-Planck-Zentrum für Ionen-Forschung oder ähnliches aus der Sparte. Aber Grundschule und Kita? Viel zu lieblos, kalt und leer. Gefällt mir leider gar nicht.