Im Berliner Westen laufen und planen Bund, Land Berlin, DEGES und BVG mehrere große Verkehrsprojekte. Die Übersicht zeigt, was an A100, A111, U- und S-Bahn, Brücken und Straßenbahn jetzt, bald und langfristig geplant ist.

Ringbahnbrücke
Westendbrücke
Autobahndreieck Funkturm
Rudolf-Wissell-Brücke
A111
Kaiserdammbrücke
Knobelsdorffbrücke
A100-Deckel
U3-Verlängerung bis zum Mexikoplatz
Straßenbahn zum Rathaus Steglitz

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Im Berliner Westen bündeln sich schon jetzt mehrere große Verkehrsprojekte. Doch das ist erst der Anfang. Einige laufen bereits, andere sollen ab 2027 beginnen, weitere befinden sich noch in Planung.

Besonders stark betroffen sind die A100, die A111 und mehrere Brückenbauwerke rund um Charlottenburg, Westend und Reinickendorf. Hinzu kommen Projekte im öffentlichen Nahverkehr, darunter die U3-Verlängerung zum Mexikoplatz und die langfristig geplante Straßenbahn zum Rathaus Steglitz.

ENTWICKLUNGSSTADT hat eine Übersicht über die wichtigsten Verkehrsprojekte im Berliner Westen erstellt – mit Projektstand, Zeitplan und den bekannten Eckdaten.

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Ringbahnbrücke: Warum die wichtigste A100-Brücke neu gebaut wird

So soll die neue Ringbahnbrücke in Charlottenburg aussehen.

In Charlottenburg soll die neue Ringbahnbrücke bis Sommer 2027 fertig werden. / © Visualisierung: Deges

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Lage: A100 in Fahrtrichtung Nord, Bereich Messedamm bis Spandauer Damm
  • Sperrung der alten Brücke: März 2025
  • Abbruch: April 2025
  • Spatenstich Neubau: 20. Oktober 2025
  • Geplante Wiederinbetriebnahme: Sommer 2027

Die Ringbahnbrücke gehört zu den derzeit wichtigsten Verkehrsprojekten im Berliner Westen. Die DEGES plant und realisiert den Ersatzneubau im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes. Das alte Bauwerk musste 2025 gesperrt und abgebrochen werden, weil der Zustand keinen sicheren Verkehr mehr zuließ. Damit fiel ein zentraler Abschnitt der A100 in Fahrtrichtung Nord aus.

Der Neubau soll die Befahrbarkeit zwischen Messedamm und Spandauer Damm wiederherstellen. Nach Angaben der DEGES soll der Abschnitt im Sommer 2027 wieder in Betrieb gehen. Das Projekt läuft eng abgestimmt mit S-Bahn, Deutscher Bahn, Land Berlin und Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Im Juli 2026 sind nach bisherigen Angaben drei kurzzeitige Sperrungen der Ringbahn vorgesehen, weil Arbeiten an der neuen Brücke über den Gleisen anstehen.

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Westendbrücke: Neubau soll Verkehr auf der A100 wieder entlasten

Auf der Baustelle der Westendbrücke in Charlottenburg steht während des Neubaus ein Bauschild.

Auf der Baustelle der Westendbrücke in Charlottenburg kam es durch den frostigen Winter zu Verzögerungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Lage: A100 in Fahrtrichtung Nord, nördlich der Ringbahnbrücke
  • Vorsorgliche Sperrung: März 2025
  • Abbruch: April 2025
  • Spatenstich Neubau: 5. Dezember 2025
  • Geplante Wiederinbetriebnahme: Sommer 2027

Die Westendbrücke wurde zeitgleich mit der Ringbahnbrücke zum zentralen Problem auf der A100. Auch sie musste 2025 aus Sicherheitsgründen gesperrt und abgebrochen werden. Der Neubau soll parallel zur Ringbahnbrücke entstehen, damit die nördliche Richtungsfahrbahn der A100 im Abschnitt zwischen Messedamm und Spandauer Damm wieder durchgehend befahrbar wird.

Die DEGES nennt für die Westendbrücke ebenfalls den Sommer 2027 als Ziel für die Wiederinbetriebnahme. Die Bauleistungen wurden im Oktober 2025 vergeben, der Spatenstich folgte im Dezember 2025.

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Autobahndreieck Funkturm: Autobahnknoten wird komplett umgebaut

Blick von oben auf das „Autobahndreieck Funkturm“ in Charlottenburg-Wilmersdorf. Die A100 und die A115 treffen hier aufeinander. Der stark belastete Verkehrsknoten gehört zu den wichtigsten Verkehrsprojekten im Berliner Westen und soll in den kommenden Jahren umfassend umgebaut werden.

Das Autobahndreieck Funkturm zählt zu den meistbefahrenen Autobahnknoten Deutschlands. Ab voraussichtlich 2027 soll die Anlage mit ihren zahlreichen Brücken und Verbindungsrampen umfassend erneuert werden. / © Foto Wikimedia Commons, A.Savin, CC BY-SA 3.0

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Lage: Verbindung von A100 und A115
  • Umfang: rund 1,9 Kilometer Autobahn
  • Geplant: neue Anschlussstelle „Messedamm“
  • Geplanter Baustart: voraussichtlich 2027
  • Bauzeit: ca. 8 Jahre

Das Autobahndreieck Funkturm zählt zu den am stärksten belasteten Autobahnknoten Deutschlands. Dort treffen die A100 und die A115 aufeinander. Die heutige Anlage besteht aus mehreren Rampen, kurzen Einfädelspuren und zahlreichen Brücken. Der Umbau soll die Struktur neu ordnen und die Verkehrssicherheit verbessern.

Nach Angaben der DEGES umfasst das Projekt rund 1,9 Kilometer Stadtautobahn der A100 und A115 sowie die dazugehörigen Verbindungsrampen. Etwa 25 Brücken sollen erneuert werden. Zusätzlich ist eine neue Anschlussstelle „Messedamm“ geplant. Der Baubeginn wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2027 erwartet. Während der Bauzeit soll der Verkehr möglichst weiterlaufen, in der Regel mit mindestens zwei Fahrstreifen je Richtung.

Rudolf-Wissell-Brücke: Berlins längste Autobahnbrücke wird ersetzt

Der Siegerentwurf sieht vor, die bestehende Brücke durch zwei getrennte Bauwerke für jeweils eine Fahrtrichtung zu ersetzen und den Verkehr während der Bauzeit abschnittsweise aufrechtzuerhalten.

Der Siegerentwurf sieht vor, die bestehende Rudolf-Wissell-Brücke durch zwei getrennte Bauwerke für jeweils eine Fahrtrichtung zu ersetzen und den Verkehr während der Bauzeit abschnittsweise aufrechtzuerhalten. / © Visualisierung: Leonhardt, Andrä und Partner (LAP)

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Lage: A100 über dem Bereich Schleuse Charlottenburg
  • Länge: rund 930 Meter
  • Planfeststellungsverfahren: läuft
  • Früheste Verkehrsumlegung auf neuen östlichen Überbau: 2027
  • Fertigstellung: erste Hälfte 2030, zweite Hälfte 2032

Die Rudolf-Wissell-Brücke ist mit rund 930 Metern das längste Brückenbauwerk Berlins. Sie ist Teil eines stark belasteten Abschnitts der A100. Die DEGES beschreibt den Zustand des Spannbetonbauwerks als kritisch. Das Bauwerk stammt aus einer Zeit, in der die heutige Verkehrsmenge noch nicht absehbar war.

Der Ersatzneubau soll aus zwei getrennten Überbauten bestehen. Damit erhält jede Fahrtrichtung ein eigenes Brückenbauwerk. Nach Angaben des Fernstraßen-Bundesamts umfasst das Vorhaben auch den Rückbau des Autobahndreiecks Charlottenburg, den Abbruch mehrerer Brückenbauwerke, neue Lärmschutzwände, Stützbauwerke, Entwässerungsanlagen und Anpassungen an Bahnanlagen. Ein Planfeststellungsverfahren läuft, doch ein fester Zeitplan steht derzeit noch aus.

A111: Grundsanierung auf 13 Kilometern mit hunderten Bauwerken

  • Bezirke: Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf
  • Abschnitt: Landesgrenze Berlin/Brandenburg bis Bereich Westendbrücke
  • Länge: 13,3 Kilometer
  • Grundsanierung: 39 Brücken, 16 Tunnel- und Trogbauwerke, 105 Lärmschutz- und Stützwände
  • Geplanter Start: 2028
  • Bauzeit: 6-7 Jahre

Die A111 steht vor einer der größten Sanierungen im Berliner Straßennetz. Der Berliner Abschnitt verbindet die Landesgrenze Berlin/Brandenburg mit dem Raum Charlottenburg und der A100. Die DEGES beschreibt das Vorhaben als Grundsanierung von 13,3 Kilometern Autobahn.

Der Umfang ist erheblich. Neben der Fahrbahn geht es um 264 Ingenieurbauwerke. Dazu zählen 39 Brücken, 16 Tunnel- und Trogbauwerke, 105 Lärmschutz- und Stützwände, 95 Verkehrszeichenbrücken und Schranken sowie neun Bauwerke der Entwässerung.

Das Jahr 2028 steht als geplanten Start im Raum, die Bauzeit wird mit sechs bis sieben Jahren erwartet. Offizielle Unterlagen betonen vor allem die Herausforderung, unter laufendem Verkehr zu bauen.

Kaiserdammbrücke: Nächstes Brückenprojekt über der A100

Blick auf die Kaiserdammbrücke in Berlin-Charlottenburg mit Bauarbeiten an der A100.

Rund um die A100-Anschlussstelle Kaiserdamm kommt es im Zuge der Brückenbauarbeiten (Ersatzneubau Ringbahnbrücke) zu Einschränkungen. Die Ein- und Ausfahrt Kaiserdamm ist für den Verkehr weiterhin gesperrt. / © Wikimedia Commons, LarsMueller, CC0

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Lage: Kaiserdamm über A100 und Ringbahn
  • Bauzeitraum: noch offen
  • Plan: voraussichtlich Thema in den 2030er-Jahren

Die Kaiserdammbrücke ist ein weiteres Bauwerk im Umfeld der A100, das laut Berliner Zeitung in den kommenden Jahren stärker in den Fokus rücken wird. Sie führt eine wichtige Hauptverkehrsstraße über die Autobahn und die Ringbahn. Der Zustand der Kaiserdammbrücke verschlechtert sich aktuell fortlaufend.

Ein konkreter Termin für einen Baubeginn liegt bisher nicht vor. Nach vorliegenden Angaben soll das Thema erst nach dem Beginn anderer Großprojekte angegangen werden. Damit gehört die Kaiserdammbrücke zu den späteren Verkehrsprojekten im Berliner Westen, die voraussichtlich in den 2030er-Jahren relevant werden.

Knobelsdorffbrücke: Auch diese Brücke muss erneuert werden

Blick von der Kaiserdammbrücke auf die A100 und Ringbahn in Berlin-Charlottenburg.

Berlin prüft seit 2019 eine Überdeckelung der A 100 zwischen Knobelsdorffbrücke und Kaiserdammbrücke. / © Foto: Wikimedia Commons, Roy Zuo, CC BY-SA 4.0

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Lage: Knobelsdorffstraße über der A100
  • Bauzeitraum: noch offen
  • Plan: voraussichtlich Thema in den 2030er-Jahren

Auch die Knobelsdorffbrücke steht auf der Liste der Bauwerke, die erneuert werden müssen. Sie liegt im selben A100-Korridor wie die Kaiserdammbrücke und spielt für den innerstädtischen Verkehr eine wichtige Rolle.

Wie bei der Kaiserdammbrücke gibt es für die Knobelsdorffbrücke bisher keinen belastbaren Terminplan. Das Projekt ist benannt, aber noch nicht mit einem konkreten Baustart oder Fertigstellungstermin hinterlegt.

A100-Deckel: Überbauung der Autobahn bleibt Zukunftsprojekt

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Lage: zwischen Knobelsdorffbrücke und Kaiserdammbrücke
  • Länge: 300 Meter
  • Breite: 100 Meter
  • Grundlage: Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses aus dem Juni 2019
  • Studie: bis März 2021 erstellt
  • Status: Machbarkeitsstudie, kein beschlossenes Bauprojekt

Der A100-Deckel unterscheidet sich von den anderen Projekten. Denn auch wenn bereits eine detaillierte Machbarkeitsstudie vorliegt, ist das Projekt bisher nicht beschlossen. Die DEGES wurde vom Land Berlin beauftragt, die technische und finanzielle Realisierbarkeit einer Überdeckelung der A100 zwischen Knobelsdorffbrücke und Kaiserdammbrücke zu prüfen.

Die Studie wurde bis März 2021 erstellt und an die damalige Senatsverwaltung übergeben. Die DEGES nennt eine Länge von 300 Metern und eine Breite von 100 Metern. Die Machbarkeitsstudie soll nun im Abgeordnetenhaus vorgelegt werden. Sie sei bislang nicht auf die Tagesordnung gesetzt worden, könnte dort aber in absehbarer Zeit aufgerufen werden, bestätigt eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt auf Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT.

„Siemensbahn“: Reaktivierung bringt historische S-Bahn-Strecke zurück

Das Bild zeigt die historische Siemensbahn in Spandau auf einem blau gestrichenen Stahlviadukt.

Die Siemensbahn in Spandau soll reaktiviert werden und künftig neue Wohnquartiere wie „Siemensstadt Square“ und „Das Neue Gartenfeld“ anbinden. / © Bild: ENTWICKLUNGSSTADT mit OPEN AI

  • Bezirk: Spandau
  • Strecke: Jungfernheide – Gartenfeld
  • Länge: rund 4,5 Kilometer
  • Baustart: Herbst 2026
  • Geplante Inbetriebnahme: Ende 2029

Die „Siemensbahn“ gehört zu den größten Schienenprojekten im Berliner Westen. Die rund 4,5 Kilometer lange Strecke verbindet künftig wieder den Bahnhof Jungfernheide mit Gartenfeld und soll vor allem den neuen Stadtteil Siemensstadt Square sowie die geplanten Wohngebiete auf der Insel Gartenfeld besser an das Berliner S-Bahn-Netz anbinden. Die Strecke war nach dem Reichsbahnerstreik 1980 stillgelegt worden und soll nach fast 50 Jahren wieder in Betrieb gehen.

Nach dem aktuellen Zeitplan beginnen im Sommer 2026 zunächst vorbereitende Untersuchungen. Im Herbst folgen Rodungsarbeiten entlang der Trasse und die eigentlichen Bauarbeiten. Im Zuge des Projekts werden Gleise und Leit- und Sicherungstechnik vollständig erneuert. Außerdem saniert oder ersetzt die Deutsche Bahn rund 30 Brücken und modernisiert die historischen Bahnhöfe Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld barrierefrei.

Das denkmalgeschützte Stahlviadukt soll wieder seinen historischen marineblauen Anstrich erhalten – eine Anlehnung an die ursprüngliche Gestaltung aus den 1920er-Jahren und an die damalige Unternehmensfarbe von Siemens. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2029 vorgesehen, eine Verschiebung auf 2030 gilt derzeit als möglich.

U6: Großbaustelle zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel

Die Bauarbeiten auf der U6 in Tegel verzögern sich weiter.

Die U6 in Tegel wird 2026 wohl nicht mehr fertig. Einen konkreten aktuellen Zeitplan gibt es nicht. / Foto: © depositphotos.com

  • Bezirk: Reinickendorf
  • Strecke: Kurt-Schumacher-Platz – Alt-Tegel
  • Baubeginn: November 2022
  • Wiederinbetriebnahme: frühestens 2027

Die U6-Nordstrecken-Sanierung gehört zu den größten laufenden Nahverkehrsprojekten im Berliner Westen beziehungsweise Nordwesten. Seit November 2022 ist der Abschnitt zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel gesperrt. Die BVG erneuert dort nicht nur Gleise, sondern auch den Bahndamm, Brücken, Weichen sowie Anlagen für Stromversorgung, Kommunikation und Zugsicherung. Zusätzlich werden mehrere Bahnhöfe modernisiert und barrierefrei ausgebaut.

Ursprünglich sollte die Strecke bereits 2025 wieder in Betrieb gehen. Danach verschob die BVG den Termin auf 2026. Inzwischen gibt es jedoch keinen belastbaren Zeitplan mehr. Nach Angaben der BVG führten unter anderem Einsprüche im Vergabeverfahren, zusätzliche Schäden an Betonbauwerken, längere Materiallieferzeiten und ein ungewöhnlich langer Winter 2025/2026 zu Verzögerungen. Die Verkehrsbetriebe arbeiten derzeit an einer neuen Terminplanung. Bis dahin bleibt der Ersatzverkehr mit Bussen bestehen; eine vollständige Wiederinbetriebnahme gilt frühestens 2027 als realistisch.

U3-Verlängerung: Neue Direktverbindung bis zum Mexikoplatz

Der historische S-Bahnhof Mexikoplatz im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Im Rahmen der „U3-Verlängerung“ soll hier ein neuer unterirdischer U-Bahnhof entstehen, der künftig die U3 mit der S1 verbindet und den öffentlichen Nahverkehr im Berliner Südwesten verbessert.

Am S-Bahnhof Mexikoplatz soll bis Ende 2030 der neue Endbahnhof der verlängerten U3 entstehen. Das Projekt schafft eine direkte Umsteigemöglichkeit zwischen U-Bahn und S-Bahn im Berliner Südwesten. / © Foto: Wikimedia Commons, A.Savin, CC BY-SA 3.0

  • Bezirk: Steglitz-Zehlendorf
  • Strecke: U-Bahnhof Krumme Lanke bis S-Bahnhof Mexikoplatz
  • Länge: 800 Meter
  • Neuer Bahnhof: Mexikoplatz
  • Spatenstich und vorgezogene Teilmaßnahmen: Anfang 2025
  • Hauptmaßnahmen: ab Mitte 2026
  • Geplante Inbetriebnahme: Ende 2030

Die U3-Verlängerung gehört zu den wichtigsten ÖPNV-Projekten im Berliner Südwesten. Die Strecke soll den U-Bahnhof Krumme Lanke mit dem S-Bahnhof Mexikoplatz verbinden. Damit entsteht ein neuer Umsteigepunkt zwischen U-Bahn und S-Bahn.

Die BVG nennt eine Streckenlänge von 800 Metern und einen unterirdischen Bahnhof Mexikoplatz. Die Senatsverwaltung verweist auf eine Nutzen-Kosten-Untersuchung und prognostiziert bis zu 12.000 Fahrgäste pro Tag auf dem neuen Abschnitt.

Straßenbahn zum Rathaus Steglitz: Langfristiges ÖPNV-Projekt im Südwesten

Das Rathaus Steglitz im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Das denkmalgeschützte Gebäude ist Ziel der langfristig geplanten Straßenbahn zum Rathaus Steglitz, die den Berliner Südwesten künftig besser an das Straßenbahnnetz anbinden soll.

Das Rathaus Steglitz ist Endpunkt der langfristig geplanten Straßenbahnverbindung vom Potsdamer Platz. / © Foto: Wikimedia Commons, Colin Smith, CC BY-SA 2.0

  • Bezirke: Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf
  • Abschnitt: Potsdamer Platz bis Rathaus Steglitz
  • Länge: 6,5 Kilometer
  • Kosten: 135 Millionen Euro
  • Mögliche Realisierung: langfristige Planung

Die Straßenbahn zum Rathaus Steglitz ist ein langfristiges ÖPNV-Projekt. Der Berliner Nahverkehrsplan 2019–2023 führte den Abschnitt Potsdamer Platz bis Rathaus Steglitz als Straßenbahnneubaustrecke mit 6,5 Kilometern Länge, 135 Millionen Euro Kosten und vordringlicher Priorität. Hintergrund war die hohe Nachfrage auf den Buslinien im Korridor.

Aktuell nennt die Senatsverwaltung öffentlich vor allem die Straßenbahnverlängerung von Schöneweide zum Potsdamer Platz. Für diese Verbindung läuft eine Grundlagenermittlung. Der Abschnitt weiter in Richtung Rathaus Steglitz bleibt damit ein Projekt aus der längerfristigen Netzentwicklung. Ein gesicherter Baubeginn liegt nicht vor.

 

Quellen: DEGES, Autobahn GmbH des Bundes, Fernstraßen-Bundesamt, BVG, Senatsverwaltung Berlin, Berliner Zeitung, Entwicklungsstadt

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