Die alte Westhalle des Verkehrsmuseums in Schwanheim wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Historische Gleise, Technikräume und barrierefreie Mehrzweckflächen verbinden dabei Vergangenheit und zeitgemäße Nutzung.

Das Verkehrsmuseum Frankfurt.

Der Neubau des Verkehrsmuseums wird sich wie die alte Halle in die Wendeschleife der Straßenbahn-Linie 12 einfügen. Die alte Westhalle soll Anfang 2027 abgerissen werden, der Baubeginn des Neubaus erfolgt unmittelbar danach. / © Foto: Wikimedia Commons, ShortcutArtworks, CC BY-SA 4.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

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Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) plant, das Verkehrsmuseum in Schwanheim abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, nachdem die bisherige Wagenhalle den aktuellen Brandschutzvorgaben nicht mehr entspricht. Seit 2021 ist das Museum geschlossen, da umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen notwendig wären, um den Betrieb in der alten Halle fortzuführen. Stattdessen soll die Westhalle neu errichtet werden, um alle bisherigen Exponate aufzunehmen und gleichzeitig moderne Sicherheits- und Nutzungskriterien zu erfüllen.

Das Museum selbst befindet sich in einer Wagenhalle an der Rheinlandstraße 133, die 1900 erbaut und in den Jahren 1983/1984 sowie 1989 durch zwei Flügel erweitert wurde. Seit 1984 zeigt der Verein Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt dort Exponate aus der Verkehrsgeschichte, von der alten Pferdebahn von 1872 bis zu historischen Schaffneruniformen. Die angrenzende Straßenbahnstation an der Rheinlandstraße 131, ein Fachwerkgebäude im Stil der Neurenaissance aus dem Jahr 1888, bleibt erhalten und steht unter Denkmalschutz, während das Museum selbst nicht geschützt ist.

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Neues Raumkonzept und erhaltene Gleisinfrastruktur verbinden Historie mit modernen Nutzungsmöglichkeiten

Die fünf vorhandenen Gleise der Wendeschleife der Straßenbahnlinie 12 führen weiterhin in das neue Museum, wodurch die historische Verbindung zwischen dem städtischen Straßenbahnnetz und der Ausstellung bestehen bleibt. Die neue Westhalle soll eine Höhe von rund 12,80 Metern erreichen. Im Erdgeschoss entsteht ein Eingangsbereich, der an das Bahnhofsgebäude angrenzt, während im südlichen Bereich Technikräume eingerichtet werden.

Im hinteren Teil der Haupthalle wird im Obergeschoss eine Mehrzweckfläche eingerichtet, die sowohl für den regulären Museumsbetrieb als auch für Sonderausstellungen und Veranstaltungen der VGF genutzt werden kann und über zwei Treppen sowie einen Aufzug barrierefrei erreichbar ist. Die Osthalle wird durch Glasanbauten und Stahlträger der abgerissenen Westhalle erweitert, um zusätzliche Ausstellungsfläche zu schaffen und eine durchgängige Verbindung zwischen den Gebäudeteilen herzustellen.

Aufsichtsrat beschließt Neubau mit 10,4 Millionen Euro, Abriss der Westhalle beginnt 2027

Der Aufsichtsrat der VGF hatte bereits im Oktober 2023 die Grundlage für die weitere Planung des Neubaus beschlossen, und der Kostenrahmen wurde auf 10,4 Millionen Euro aktualisiert.

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Der Abriss der alten Westhalle ist für Anfang 2027 geplant, unmittelbar danach beginnt der Bau der neuen Halle, deren Fertigstellung und Eröffnung für das erste Quartal 2028 vorgesehen sind.

Verkehrsmuseum Frankfurt, Halle Ost

Die Osthalle bleibt bestehen, wird aber im Rahmen des Gesamtprojekts baulich integriert und erweitert. / © Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

 

Quellen: VGF, Verkehrsmuseum Frankfurt am Main, Frankfurter Rundschau

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