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Ein Stolperstein am Hohenzollerndamm erinnert an eine Frau, die sich ihr Leben erkämpft hat: Dr. Hedwig Landsberg war Ärztin, Mutter und Flüchtende – und musste erleben, wie das NS-Regime ihr alles nahm. In der zweiten Folge des ENTWICKLUNGSSTADT Podcasts „Wendepunkte“ erzählt ihre Enkelin, Irene Zierke Landsberg, von Mut, Verlust und dem Versuch, in einem fremden Land neu anzufangen.

© Visualisierung: ENTWICKLUNGSSTADT / © Foto: Familienbestand Irene Zierke Landsberg

© sämtliche Fotos: Familienbestand Irene Zierke Landsberg

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ENTWICKLUNGSSTADT Podcast „Wendepunkte“: Wenn man vor einem Wohnhaus am Hohenzollerndamm 59/60 stehenbleibt, kann man dort einen Stolperstein für Dr. Hedwig Landsberg entdecken, der dort seit dem 4. April 2025 liegt. Auf dem Stolperstein steht:

HIER WOHNTE
DR. HEDWIG
LANDSBERG
GEB. HAMBURGER
JG. 1888
BERUFSVERBOT 1933
FLUCHT 1940
BRASILIEN

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Hedwig Landsberg wurde 1888 geboren und wuchs in einer Zeit auf, in der Frauen noch kaum eigene berufliche Wege gehen konnten. Sie entschied sich dennoch für ein Leben, das von Bildung, Verantwortung und Selbständigkeit geprägt war. Ihr Weg führte sie von der bürgerlichen Geborgenheit in ein von Brüchen überschattetes Jahrhundert.

Dabei spielte ihr Beruf ebenso eine Rolle wie ihre Rolle als Mutter. Die politischen Umstände ihrer Zeit stellten sie vor schwerste Herausforderungen. Dennoch blieb sie eine Frau, die sich ihren Aufgaben stellte und nie aufgab. Über ihr Leben, ihre Entscheidungen und ihr Vermächtnis haben wir in der zweiten Folge unserer Podcast-Reihe „Wendepunkte“ mit ihrer Enkelin, Irene Zierke Landsberg, gesprochen. Hört mal rein!

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Hedwig Landsberg (Mitte) im Kreis ihrer Kolleginnen und Kollegen sowie ihrer Patienten (1915)

Mai 1954: Ankunft von Hedwig Landsberg (links) in Berlin

Wilmersdorf: Vor dem Wohnhaus Hohenzollerndamm 59/60 liegt der Stolperstein für Dr. Hedwig Landsberg

Zur Person: Unser Gast, Irene Zierke Landsberg, begann 1986 am Institut für Soziologie und Sozialpolitik der Akademie der Wissenschaften der DDR mit Forschungen zur Lebensweise. Nach der Wiedervereinigung arbeitete sie an der Universität Potsdam an mehreren Projekten zur Transformation sozialer Strukturen und Lebensweisen in Ostdeutschland und veröffentlichte dazu zahlreiche Beiträge. Zwischen 2007 und 2017 vertrat sie den Lehrbereich Sozialstrukturanalyse im Fachbereich Soziologie der Universität Potsdam. Sie ist Mutter von zwei Töchtern und Großmutter von fünf Enkelkindern.

Quelle: Recherchen Irene Zierke Landsberg

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One Comment

  1. Löwe 13. November 2025 at 05:08 - Reply

    Der Name hängt nicht wie man vermuten könnte mit dem Straßennamen Landsberger Allee zusammen, siehe https://berlingeschichte.de/strassen/bez01h/l686.htm

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