Der neue BVG-Urbanliner hat die Zulassung erhalten und soll Mitte Juli auf der Tramlinie M4 starten. Der Einsatz bleibt zunächst aber eingeschränkt.

Visualisierung Urbanliner: Mit einer Länge von rund 50,9 Metern ist der „Urbanliner“ die bislang längste Straßenbahn Berlins.

Mit einer Länge von rund 50,9 Metern ist der „Urbanliner“ die bislang längste Straßenbahn Berlins. / © Visualisierung: BVG

© Titelbild: BVG / Andreas Süß

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Die BVG steht kurz vor dem Start ihrer neuen Tram-Generation. Der erste Urbanliner hat die Zulassung erhalten. Doch der Fahrgastbetrieb beginnt nicht frei im gesamten Netz, sondern zunächst mit Einschränkungen.

Der neue Urbanliner der BVG hat nach monatelanger Verzögerung die Inbetriebnahmegenehmigung der Technischen Aufsichtsbehörde erhalten. Die BVG teilte am 1. Juli 2026 mit, dass das erste Fahrzeug zugelassen sei. Ab dem 8. Juli sollen Test- und Schulungsfahrten laufen. Mitte Juli soll die neue Tram dann erstmals Fahrgäste befördern.

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BVG-Urbanliner startet zunächst auf der Tramlinie M4

Die BVG plant den ersten Einsatz auf der stark genutzten M4. Die Linie eignet sich für den Start, weil sie an ihren Endpunkten Wendeschleifen hat. Das ist wichtig, denn laut Tagesspiegel darf der Urbanliner im Fahrgasteinsatz vorerst nur in eine Richtung eingesetzt werden. In einer internen Dienstanweisung soll festgelegt sein, dass die Fahrzeuge nur mit Fahrerstand A voran fahren dürfen.

Damit scheiden andere Linien zunächst aus. Auf der M10 etwa enden die Gleise an der Turmstraße und an der Warschauer Straße stumpf. Dort kann die Tram nicht wenden. Die BVG selbst nennt in ihrer Mitteilung keine Details zu dieser Einschränkung. Sie erklärt aber, dass jedes Fahrzeug einzeln und pro Linie zugelassen werden müsse.

Urbanliner-Zulassung nach Problemen am Alexanderplatz

Der Urbanliner sollte ursprünglich bereits im Februar in den Fahrgastbetrieb gehen. Kurz vor der geplanten Premierenfahrt fehlte jedoch die Zulassung. Laut Tagesspiegel hatte die BVG die nötigen Unterlagen erst sehr kurzfristig eingereicht. Die Technische Aufsichtsbehörde stoppte den Start aus Sicherheitsgründen.

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Im Zentrum der Prüfung stand die Belastung am Alexanderplatz. Dort fährt die Tram über alte U-Bahn-Tunnel. Die BVG erklärte nun, dass nach statischen Nachberechnungen zwei zusätzliche Stützen im U-Bahn-Tunnel eingebaut wurden. Diese Maßnahme soll ein höheres rechnerisches Belastungsszenario zusätzlich absichern.

Neue Tram der BVG bietet Platz für 312 Fahrgäste

Der Urbanliner ist rund 50 Meter lang und soll mehr Platz auf stark nachgefragten Strecken schaffen. Laut Tagesspiegel bietet der Zug Platz für bis zu 312 Fahrgäste. Leer wiegt das Fahrzeug 63 Tonnen, voll besetzt bis zu 100 Tonnen. Die bisherigen längsten Flexity-Straßenbahnen liegen deutlich darunter.

Bis Ende 2026 will die BVG die Flotte auf der M4 auf rund 15 Fahrzeuge ausbauen. Bis voraussichtlich 2028 soll sich die Zahl verdoppeln. Dann wären alle 30 bestellten Urbanliner im Einsatz. Perspektivisch hält die BVG auch den Einsatz auf weiteren Linien für möglich. Dafür braucht es jedoch weitere Zulassungen.

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Quellen: BVG, Tagesspiegel

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One Comment

  1. Arne 18. Juli 2026 at 18:14 - Reply

    Die M4 fährt und fuhr seit Jahrzehnten in DOPPELtraktion über den Alexanderplatz .

    Die Aussage: „Leer wiegt das (neue) Fahrzeug 63 Tonnen, voll besetzt bis zu 100 Tonnen. Die bisherigen längsten Flexity-Straßenbahnen liegen deutlich darunter.“ ist daher falsch, denn es fuhren/fahren auf der M4 immer 2 zusammengekoppelte Flexibiliy-Straßenbahnen, die zusammen SCHWERER sind als die die neue Tram, welche die Doppeltraktion ersetzt. Insgesamt verringert sich also sogar das Gewicht pro Linienfahrzeug!

    Daher ist der Grund für diie Nicht- bzw. Teilzulassung weiter unbekannt. Das „Gesamtgewicht“ kann und konnte es NIE gewesen sein. Es kann nur irgendetwas mit Gewicht pro Meter oder so sein, aber all das wird weder nachgefragt noch bekanntgegeben.

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