Der Masterplan für Neu-Hohenschönhausen sieht Wohnungen, Hochhäuser und ein KuBiZ vor. Doch vor dem Baustart fehlen noch zentrale Entscheidungen.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Boulevard im Urbanen Zentrum Neu-Hohenschönhausen in Berlin-Lichtenberg. Zu sehen sind begrünte Hochhäuser mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss, neue Bäume, Sitzbereiche und breite Gehwege, die den öffentlichen Raum rund um den Prerower Platz aufwerten sollen.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Boulevard im „Urbanen Zentrum Neu-Hohenschönhausen“. Begrünte Hochhäuser, neue Geschäfte und breite Aufenthaltsflächen sollen den Bereich rund um den Prerower Platz künftig prägen. / © Visualisierung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen / superwien urbanism zt gmbh / studio boden Landscape Architecture + Urban Design

© Titelbild / Visualisierung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen / superwien urbanism zt gmbh / studio boden Landscape Architecture + Urban Design

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Aus einem funktionalen Stadtteilzentrum soll ein urbanes Quartier mit Wohnungen, Hochhäusern und neuen öffentlichen Plätzen entstehen. Der Masterplan für das „Urbane Zentrum Neu-Hohenschönhausen“ zeichnet ein umfassendes Bild der künftigen Entwicklung rund um den Prerower Platz. Eine aktuelle Senatsantwort liefert nun neue Details zum Planungsstand, zu den Kosten und zum weiteren Verfahren.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Lage: Zwischen Wustrower Straße und Bahngelände, nördlich und südlich der Falkenberger Chaussee
  • Projektstatus: Bebauungsplanverfahren eingeleitet (März 2026)
  • Geplante Nutzungen: Wohnungen, Gewerbe, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Bildung und öffentliche Räume
  • Wohnungszahl: bis zu rund 500 Wohnungen

Was ist das „Urbane Zentrum Neu-Hohenschönhausen“?

Neu-Hohenschönhausen soll rund um den Prerower Platz eine neue städtische Mitte erhalten. Grundlage ist der Siegerentwurf der Wiener Büros superwien und Studio Boden aus dem Jahr 2021. Geplant ist ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen, Einzelhandel, Gastronomie, Büros sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen.

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Herzstück ist ein neuer Stadtraum zwischen Bahnhof Hohenschönhausen, Linden-Center und Falkenberger Chaussee. Der Masterplan setzt auf eine stärkere Mischung der Nutzungen und soll das bislang überwiegend funktional geprägte Zentrum der Großsiedlung aufwerten.

Wie viele Wohnungen und Hochhäuser sind in Neu-Hohenschönhausen geplant?

Der Masterplan sieht bis zu rund 500 Wohnungen vor. Ergänzt werden sie durch mehrere Hochhäuser mit einer Höhe von bis zu 80 Metern. Die Gebäude sollen auf gemeinsamen Sockelbauten stehen, in denen Geschäfte, Dienstleistungen und weitere öffentlich zugängliche Nutzungen Platz finden. Auf den Dächern sind begrünte Terrassen mit Aufenthaltsbereichen, Sport- und Spielflächen sowie Urban Gardening vorgesehen.

Warum soll das DDR-Gebäude an der Wustrower Straße abgerissen werden?

Nach Angaben des Senats befindet sich das landeseigene Gebäude an der Wustrower Straße 18 in einem schlechten baulichen Zustand. Mängel bestehen unter anderem beim Brandschutz, der technischen Gebäudeausrüstung, der Fassade und der Energieeffizienz. Deshalb sieht der Masterplan einen Abriss vor. Gleichzeitig soll das Grundstück künftig deutlich intensiver genutzt werden, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Derzeit werden lediglich Teile des Erdgeschosses noch befristet genutzt.

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Welche Rolle spielt das KuBiZ für das „Urbane Zentrum Neu-Hohenschönhausen“?

Das geplante Kultur- und Bildungszentrum bildet einen wichtigen Bestandteil des neuen Stadtquartiers. Es soll an der Ecke Falkenberger Chaussee und Wustrower Straße entstehen und verschiedene kulturelle sowie Bildungsangebote bündeln. Der Bezirk prüft derzeit gemeinsam mit dem Land Berlin die Finanzierung. Außerdem soll das Projekt in das Programm „Nachhaltige Erneuerung“ eingebunden werden. Ein konkreter Baubeginn steht bislang allerdings noch nicht fest.

Das Modell des Masterplans für das Urbane Zentrum Neu-Hohenschönhausen zeigt die geplante Bebauung mit neuen Wohngebäuden, Hochhäusern, Grünflächen und öffentlichen Freiräumen im Zentrum des Berliner Ortsteils.

Ein Modell des Masterplans zeigt die geplante Entwicklung des Urbanen Zentrums Neu-Hohenschönhausen mit neuen Wohngebäuden, Hochhäusern, Grünflächen und öffentlichen Plätzen rund um den Prerower Platz. / © Bild: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen/ Machleidt GmbH

Was kostet der Masterplan für das „Urbane Zentrum Neu-Hohenschönhausen“?

Für Planung, Wettbewerbe und begleitende Untersuchungen sind nach Angaben des Senats bislang rund 790.000 Euro ausgegeben oder bewilligt worden. Die Kosten für die eigentliche Umsetzung stehen dagegen noch nicht fest.

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Wann beginnt der Bau des „Urbanen Zentrums Neu-Hohenschönhausen“?

Einen verbindlichen Zeitplan gibt es derzeit nicht. Der Bezirk Lichtenberg hat das Bebauungsplanverfahren im März 2026 eingeleitet. Erst wenn dieses abgeschlossen ist und die Finanzierung einzelner Bausteine gesichert wurde, können konkrete Bauvorhaben starten. Nach Angaben des Senats hängt der weitere Verlauf unter anderem von den personellen und finanziellen Kapazitäten der Verwaltung ab. Deshalb bleiben sowohl Baubeginn als auch Fertigstellung derzeit offen.

„Urbanen Zentrums Neu-Hohenschönhausen“

 

Quellen: Schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache 19/26572, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Bezirksamt Lichtenberg, Programm Nachhaltige Erneuerung

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9 Kommentare

  1. Rösner, J-U 29. Juli 2026 at 12:33 - Reply

    Ich lese nur,von Bauvorhaben.Marzahn, Lichtenberg, Alt Höhenschönhausen,Neu Höhenschönhausen, Hellersdorf usw .Warum immer noch mehr Beton in Siedlungen von Tausenden von Menschen.Gibts im Westen auch Bebauungsplanung.Wie Bekloppt muss man Sein Hunderte Wohnungen im Umkreis von wenigen Kilometern zu Bauen.Keine Infrastruktur.Klimawandel geht ,in den schon Besiedelten Großraumbezirken VORBEI. Bäume weg, Neuverpflichtungen sind dem Tod geweiht.Kümmert sich keiner.Ist Planung für Berlin eine Berufung,ohne Nachzudenken,oder ein Fantasy-loser Hilferuf .Na klar der Osten darf alles Hinnehmen.Danke für Intoleranz, Zerstören von Bauwerken des Ostens.Denken , Nachdenken, Umsetzen.Vorausschauend.

    • Baumbart 30. Juli 2026 at 01:51 - Reply

      Ihr Problem haben Sie ja schon selbst benannt. Das Lesen. Im Schreiben sind Sie hingegen auch keine Leuchte. Korrekte Interpunktion sollte auch funktionieren. Wir merken, schon die Grundlagen bereiten Ihnen Probleme. Da ist Ihr Kauderwelsch kein Wunder.

  2. Bernd Danzfuß 29. Juli 2026 at 20:42 - Reply

    Vielleicht kommt irgendwann mal jemand auf die Idee, die Ruinenecken im Bezirk (jeder, der nur einmal mit der M5 von der Gehrensee Str bis zum SEZ gefahren ist kennt diese 3 Ruinen) wenigstens abzureißen ! Für einen katastrophalen Flughafen hat man offenbar soviel Geld aus dem Fenster geworfen, dass dafür nichts mehr übrig ist…..und (unsere) Politiker verbringen Ihre Freizeit ja bestimmt eher auf Sylt als in Berlin.

    • Baumbart 30. Juli 2026 at 01:40 - Reply

      Welcher katastrophale Flughafen? Der, der vollkommen unterfinanziert war und bei dem es zu katastrophalen Planungs- und Baupannen kam, aber seit Jahren gut läuft, wenn auch wegen falscher Bundespolitik unter seinen Kapazitäten?

      Zu besagten Ruinen gibt es hier einige Artikel. Müssen Sie halt mal lesen. Auf drei komme ich nicht. Ich fahre dort wohl zu oft entlang.

  3. Matthias Dressel 29. Juli 2026 at 21:08 - Reply

    Was soll dieser „ökologische Größenwahn“? Ich lebe seit 1986 in Hohenschönhausen und kenne die Gegebenheiten besser als mancher Architekt, der vielleicht einmal ein paar Ansichtskarten vorher gesehen hat. Wieder neue Geschäfte, wo die Ladenzeile entlang der Zingster Straße nur noch ein Jammerdasein fristet, dem Lindencenter immer mehr Händler und Kunden abhanden gekommen sind.
    Einst hat das Linden-Center dafür gesorgt, dass in den Wohngebieten die Händler aus den ehemaligen DDR-Märkten bzw. den neugebauten kleinen Einkaufspassagen die Handtücher warfen. Übrig geblieben sind dann – wie in Berlin üblich – die orientalischen und asiatischen Fressbuden. Baut man den Platz zwischen S-Bahnhof und Linden-Center, aber auch gegenüber zu, dann fehlen ausreichend Parkplätze, gerade auch für Pendler, die von hier aus mit TRAM, S-Bahn oder Bus ganz schnell im Stadtzentrum und weiter unterwegs sein können. Berlin sollte sich erst einmal darum kümmern, die vorhandene Substanz wieder zum Leben zu erwecken als „Luftschlösser“ zu errichten, die nach ein paar Jahren den gleichen Zustand aufweisen wie die nach der Wende errichteten „Bauwerke“.
    In Neu-Hohenschönhausen gibt es sehr viel Grün, sehr viele Spielplätze, das wunderschöne Gebiet um den Malchower See und die Weite der Felder in Richtung Brandenburg. Man muss nur seinen Hintern eben dorthin bewegen wollen. Zu DDR-Zeiten war ich mit meinen beiden 3-jährigen Söhnen mit den Fahrrädern sogar bis zum Berliner Ring unterwegs. Heute fahre ich mit Bus oder TRAM vom Allee-Center in das Gebiet. Meine Frau und ich sind beide Rentner und wir genießen diesen Stadtbezirk so wie er ist und wollen keine „urbanen Lego-Klötzer“! Was wir wollen, das sind sichere Straßen und Plätze wie vor dem Mauerfall. Mehr Spielplätze braucht es auch nicht, sondern Spielplätze, die ihren Namen auch wieder verdienen und keine Sandflächen wie zwischen der Zechliner Straße und dem Allee-Center, wo bereits mehr als ein Baum fast die Menschen erschlagen hätte und nicht einmal das trockene Geäst beseitigt oder die vergammelten Bäume durch Neuanpflanzungen ersetzt werden. Einst ging ich vom Vogtland nach Berlin, weil hier wenigstens ein kleiner Hauch von weiter Welt zu spüren war. Heute fahre ich lieber mehrmals in meine alte Heimat, weil ich mich dort nicht als Fremder unter Ausländern fühlen brauche. Darüber sollten unsere Stadtplaner erst einmal nachdenken und einen Blick auf die Klingelschilder in den Kiezen werfen…

    • Baumbart 30. Juli 2026 at 01:49 - Reply

      Ihre Antwort geht nicht nur vollkommen an der Realität vorbei, sondern auch am Thema. Vielleicht leben Sie ja mittlerweile auf dem Mond, aber auch viele Ur-Berliner können nicht mehr umziehen, weil Wohnraum fehlt. Seit bestimmt über 10 Jahren. Mag sein, dass Senioren weniger umziehen.

      Die Kritik an Architektur und häufiger Lebensfremde samt entsprechender Pflege, auch des Grüns, ist nicht nur ein Berliner Problem, das gibt es sogar in Portugal, auf den Azoren. Deshalb werbe ich hier gerne, auch an Senioren, geht mal in die Welt hinaus.

      Und werdet nicht ständig zum Nimby und schadet unserer Stadt. Mitgestaltung und Kritik im konstruktiven Prozess sind immer noch wichtig, aber stupider Aktionismus und Selbstdarstellung haben all das Wichtige häufig schon überlagert. Am Ende verlieren wir alle.

      Deshalb, arbeiten und reflektieren Sie nochmal an Ihrem Beitrag.

      • Meyerbeer G. 31. Juli 2026 at 14:27 - Reply

        Was soll das ? Wieder Wohnungen vom Steuergeld ..die Mieten dann wieder bezahlt vom Steuergeld ! Hier wird jede freie Wohnung mit den selben Leuten belegt. Dazu keine Infrastrucktur, keine Ärzte …nix. Nur seit Jahren immer mehr Müll, Rattenplage …kein schöner Bezirk mehr und nun nochmehr Wohnungen mit den selben Läden Döner, Baberchops und Nagelstudios. Was auffällt immer in östlichen Randbezirken…weg mit Problemen aus den guten “ Westbezirken“ …

    • Max H. 31. Juli 2026 at 03:25 - Reply

      Die Zeiten, in denen Stadtplaner auf die Namen und die Hautfarbe der ansässigen Menschen geschaut hat und ihren Planungsprozess auch danach ausgerichtet haben, sind Gott sei Dank lange vorbei…

      Und wenn sie ein wenig aufmerksamer den Artikel gelesen hätten, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass das Projekt im Rahmen seiner Möglichkeiten und des beplanten Raumes Antworten auf ihre Fragen zu geben versucht.

      Mehr Mischnutzung dient exakt dem Ziel, eine resilientere Gewerbestruktur zu etablieren, um Leerstand zu minimieren. Im wirtschaftlichen Fachjargon würde man das Diversifizierung nennen. Die Stadtplanung macht sich das Instrument der Nutzungs-Diversifizierung zunutze, um sozioökonomische Resilienz herzustellen.

      Von „ökologischem Größenwahn“ zu schwafeln, kann man im Jahr 2026 auch nur, wenn man aktiv und ganz bewusst sämtliche Fakten ignoriert und die Realität verweigert. Es reicht aktuell, den Fernseher einzuschalten, um einmal mehr zu erkennen, warum Maßnahmen wie Klimaanpassung von Grünflächen, Energieeffizienzmaßnahmen in der Bausubstanz, hochwertiger Brandschutz und Entsiegelung unabdingbar sind. Sicherlich ist Hohenschönhausen sehr durchgrünt wie die meisten Nachkriegs-Großsiedlungen. Aber der Zustand ist in den allermeisten Fällen eher nicht gut. Zugegeben, ich kenne mich nicht aus in Hohenschönhausen, aber kenne dafür die Zustände in anderen Berliner Großsiedlungen. Vertrocknete platte Grünflächen ohne großen ökologischen Nutzen sind die absolute Regel.

      Die Aufwertung von öffentlichen Räumen dient zuletzt genau ihrem Bedürfnis. Mehr Aufenthaltsqualität, mehr Offenheit, mehr Sicherheit. Gut, wenn sie sich erst sicher fühlen, wenn an jedem Klingelschild in ihrem Kiez wieder Müller, Meier, Schmidt steht… dann gebe ich ihnen einen freundlich gemeinten Rat. Verlegen Sie ihren Alterssitz vielleicht doch wieder zurück ins Vogtland. Ich habe gehört, dort sind Parteien aktuell sehr hoch im Kurs, die ihr Menschen- und Weltbild vertreten.

  4. Matthias Dressel 30. Juli 2026 at 06:27 - Reply

    Unsere Tochter bekam nach ihrer Ausbildung nach 6 Monaten eine kleine 2-Zimmer-VK-Wohnung in Charlottenburg mit günstiger Miete. Heute lebt und arbeitet sie in HSH und hat ein Zimmer mehr mit besserer Ausstattung im Reko-DDR-Plattenbau. Auf ihre alte Wohnung bewarben sich 300 Wohnungssuchende. 10% wurden von ihrer Vermieterin angeschrieben. Über 50% sagten dann ab. 50%, die kommen wollten, kamen nicht. Am Ende kamen dann gerade einmal ganze 4 Wohnungssuchende zum Besichtigungstermin der Wohnung in Charlottenburg mit sehr guten Einkaufsmöglichkeiten und Anbindungen an den ÖPNV!

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