Am Flughafen Tempelhof ist ein neues Urban-Gardening-Projekt entstanden. Jugendliche der Fliegerwerkstatt haben dort gemeinsam Hochbeete angelegt, die künftig für den Anbau und die Verarbeitung von Gemüse und Kräutern genutzt werden.

Jugendliche der Fliegerwerkstatt haben gemeinsam mit der Tempelhof Projekt GmbH ein Urban-Gardening-Projekt umgesetzt, bei dem Gemüse und Kräuter angebaut und mit Regenwasser bewässert werden. / © Foto: IMAGO / Winfried Rothermel
© Titelbild: Wikimedia Commons, Martin Kraft, CC BY-SA 3.0
Im Hof 1 des ehemaligen Flughafen Tempelhof haben Jugendliche der „Fliegerwerkstatt“ ein Urban-Gardening-Projekt begonnen. Gemeinsam mit der Tempelhof Projekt GmbH errichteten sie Hochbeete, in denen nun Gemüse und Kräuter wachsen. Die Ernte wird anschließend direkt in der Einrichtung verarbeitet und beim gemeinsamen Kochen genutzt. Dadurch entsteht ein direkter Zusammenhang zwischen Anbau, Ernte und Ernährung, der für die Jugendlichen erfahrbar wird.
Bildungsprojekt am Flughafen Tempelhof: Jugendliche lernen durch praktische Erfahrungen
Die „Fliegerwerkstatt“ ist ein Projekt der social return Stiftung GmbH. Sie bietet jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren einen besonderen Erfahrungsraum. Auf 1.400 Quadratmetern können die Jugendlichen dort bauen, tüfteln und gestalten, ohne dass Leistungsdruck oder enge Vorgaben bestehen. Mit dem Urban-Gardening-Projekt erhalten sie nun zusätzlich die Möglichkeit, sich mit Themen wie Umweltbewusstsein, Ernährung und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
Die Tempelhof Projekt GmbH begleitete die Umsetzung des Projekts intensiv. Sie sanierte unter anderem das Gebäude 43, das einen neuen Anstrich erhielt, und stellte zudem einen Wassertank bereit. Dieser speichert Regenwasser, das anschließend für die Bewässerung der Pflanzen genutzt wird. So lernen die Jugendlichen, wie sich mit einfachen Mitteln Wasser sparen lässt und wie eine nachhaltige Versorgung der Hochbeete funktioniert.
Gemeinschaftsprojekt in Tempelhof: Jugendliche gestalten die Hochbeete selbst
Die Hochbeete entwarfen und bauten die Jugendlichen eigenständig. Sie waren von Beginn an in die Planung, die Gestaltung und die handwerkliche Umsetzung eingebunden. Dadurch sehen sie nun, wie ihre Arbeit sichtbare Ergebnisse hervorbringt. Nach Einschätzung der Verantwortlichen stärkt dieser Prozess sowohl das Verantwortungsbewusstsein der jungen Menschen als auch den Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig trägt das Projekt zur Aufwertung des Geländes bei.
Quellen: Tempelhof Projekt GmbH, social return Stiftung gGmbH
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.



