Am Nordhafen wächst das Bürohochhaus „Upbeat Berlin“ in die Höhe. Mittlerweile ist die Fassade fast vollständig geschlossen, sämtliche Fenster und gläsernen Elemente sind eingesetzt. Damit rückt der Bauabschluss näher, während im Inneren vermutlich die Ausbauarbeiten laufen.
Gebäude Upbeat in Moabit

Das Bürohochhaus „Upbeat Berlin“ erscheint in einer Glasfassade mit großen Fenstern. Die Außenfassade ist fast fertiggestellt. Nach Beendigung der Innenausbauarbeiten wird die DKB als Hauptmieter einziehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Seit 2021 entsteht am Nordhafen in Berlin-Moabit das Bürohochhaus „Upbeat Berlin“. Das von CA Immo entwickelte Gebäude markiert den nördlichen Auftakt der Europacity, einem großflächigen Entwicklungsgebiet an der Heidestraße. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Kleihues + Kleihues, das sich in einem internationalen Wettbewerb durchsetzen konnte.

Inzwischen ist der Baufortschritt deutlich sichtbar. Die 19 Geschosse sind im Rohbau fertiggestellt, die Außenfassade ist weitgehend geschlossen. Sämtliche gläsernen Elemente und die meisten bodentiefen Fenster wurden eingesetzt. Damit verändert das Hochhaus die Silhouette des Quartiers sichtbar, während die Arbeiten im Inneren voraussichtlich den weiteren Baufortschritt bestimmen.

Architektur und Nutzung: Dreiteiliger Baukörper mit flexiblem Raumkonzept und Dachterrassen am Nordhafen

Das Gebäude staffelt sich auf drei Teile mit fünf, elf und 19 Geschossen. Insgesamt entstehen rund 34.850 Quadratmeter Mietfläche. Exklusiver Nutzer wird die Deutsche Kreditbank (DKB), die hier ihren neuen Campus einrichten will. Bereits vor Baubeginn war das Projekt damit vollständig vermietet.

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Die Architektur sieht drei sternförmig angeordnete Baukörper vor. Durch flexible Grundrisse sollen unterschiedlich große Büroflächen möglich werden, vom klassischen Einzelbüro bis hin zu offenen Arbeitszonen. Besondere Elemente sind zwei Dachterrassen auf den Etagen fünf und elf, die Ausblicke über das Hafenbecken und die Europacity bieten sollen.

Glasfassade und öffentliche Lobby: Lichtdurchflutetes Arbeiten und Raum für Begegnung im „Upbeat Berlin“

Der hohe Glasanteil der Fassade gehört zu den prägenden architektonischen Merkmalen. Die bodentiefen Fenster sollen viel Tageslicht ins Gebäude lassen. Nach Angaben der Planerinnen und Planer ermögliche das eine helle und offene Arbeitsatmosphäre. Gleichzeitig setzt die Fassade einen markanten Akzent im bislang eher nüchternen Stadtbild der Europacity.

Auch im Erdgeschoss sind öffentliche Nutzungen vorgesehen. Eine großzügige Lobby von rund 800 Quadratmetern wird über ein Restaurant und Aufenthaltsbereiche verfügen. Damit soll das Gebäude nicht nur Arbeitsort, sondern auch ein Ort der Begegnung werden.

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Tiefgarage, Radstellplätze und Vorplätze: Infrastruktur und Anbindung an der Heidestraße

Unter dem Gebäude entsteht eine zweigeschossige Tiefgarage mit 132 PKW-Stellplätzen, davon 23 für Menschen mit Behinderung. Alle Stellplätze sollen mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ausgestattet werden. Zudem sind rund 300 Fahrradstellplätze vorgesehen. Über eine Anlieferungszone im Untergeschoss wird die Versorgung des Hauses organisiert.

Durch die Lage an der Heidestraße ist das Gebäude gut in den innerstädtischen Verkehr eingebunden. Potsdamer Platz, City West und der Hauptbahnhof sind in wenigen Minuten erreichbar. Für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende entstehen Vorplätze zur Heidestraße und Perleberger Straße, die Bezüge zum benachbarten Nordhafen herstellen.

Innenausbau im Fokus: Fertigstellung bis 2025, weiteres CA-Immo-Projekt am Hauptbahnhof

Mit dem Abschluss der Fassadenarbeiten verlagern sich die Bautätigkeiten ins Innere. Dort dürften nun die technischen Installationen und der Innenausbau im Vordergrund stehen. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 vorgesehen. Damit könnte „Upbeat Berlin“ pünktlich als neuer Standort der DKB in Betrieb gehen.

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Ganz in der Nähe setzt CA Immo ein weiteres Projekt innerhalb der Europacity um: Direkt am Hauptbahnhof entsteht derzeit das Anna-Lindh-Haus. Der Büroneubau in Holzhybridbauweise soll bis 2026 im Rohbau abgeschlossen sein und im Betrieb vollständig CO₂-neutral funktionieren.

Das Gebäude mit Kran.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das Upbeat Berlin in geschwungener Form.

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Die Bodenfenster sind noch nicht komplett eingebaut.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Baustelle und Baumaterialien vor dem Upbeat.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Die Außenfassade mit "DKB" Aufschrift.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: CA IMMO, BEOS AG, Berliner Woche, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, Berliner Immobilienmanagement GmbH, Deutsches Architektur Forum, Architektur Urbanistik Berlin

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3 Kommentare

  1. a.tirpitz 4. September 2025 at 16:24 - Reply

    Was ist denn das eigentlich für eine Baugrube zwischen den Berlin Decks und dem Upbeat direkt an der Nordbahntrasse?

  2. Dirk Thiele Galizia 8. September 2025 at 21:11 - Reply

    Das drückt sich duckend!

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