Frankfurt kämpft weiterhin mit Staus und verstopften Straßen, doch die Stadt will handeln. Mit den Maßnahmen im Masterplan Mobilität soll der Verkehr entlastet und die Straßen der Mainmetropole langfristig flüssiger werden.

Die A5 bei Frankfurt ist auch Nachts gut befahren. Stau und stockender Verkehr prägen weiterhin das Bild der städtischen Hauptverkehrsachsen. / © Foto: Wikimedia Commons, Norbert Nagel, CC BY-SA 3.0
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Dass Stau in Frankfurt ein alltägliches Problem ist, zeigt sich auf vielen Hauptverkehrsachsen. Stockender Berufsverkehr und volle Zufahrtsstraßen prägen das Stadtbild. Wie ausgeprägt die Verkehrssituation im vergangenen Jahr tatsächlich war, lässt sich anhand aktueller Verkehrsdaten genauer einordnen.
Grundlage dafür bildet ein jährlich veröffentlichter internationaler Verkehrsindex des Navigationsgeräteherstellers tomtom. Er basiert auf unternehmenseigenen Verkehrsdaten und wertet Reisezeiten sowie Verzögerungen im städtischen Autoverkehr aus. Der Vergleich umfasst Städte, Regionen sowie Länder weltweit.
Berlin, Hamburg, Leipzig: So schneidet Frankfurt im Vergleich zu anderen deutschen Städten ab
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland auf Rang 18 der staureichsten Länder, während Malta und Griechenland die Spitzenplätze belegen. Innerhalb Deutschlands führt Nürnberg das Städteranking an, gefolgt von Hamburg und Leipzig. Berlin erreicht Platz sieben, Frankfurt liegt auf Rang zehn. Beim Blick auf die Großräume führt Berlin das nationale Ranking an, der Großraum Frankfurt belegt Platz fünf. International zählen Mexico City, Bengaluru und Dublin zu den Städten mit dem höchsten Stauaufkommen.
Die tomtom-Analyse zeigt auch, dass sich das Staulevel in der Frankfurter Innenstadt im Vergleich zum Jahr 2024 leicht verbessert hat, im erweiterten Stadtgebiet blieb es jedoch stabil. Trotz Bevölkerungswachstum, steigender Pendlerzahlen, zahlreicher Baustellen und der Rückkehr vieler Beschäftigter ins Büro liegt der Stauwert weiterhin unter dem Niveau von 2019.
Verstopfte Straßen, neue Konzepte: Der Masterplan Mobilität als Frankfurts Antwort auf Dauerstau
Die Ergebnisse zeigen, dass Frankfurts Verkehrslage im Vergleich zwar moderat ausfällt, zugleich aber deutlich machen, dass sich langfristig etwas ändern muss. Die Stadt arbeitet daher bereits an zahlreichen Verkehrsprojekten, insbesondere im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs.
Zentrale Grundlage dafür ist der Masterplan Mobilität (SUMP). Er bündelt Ziele und Maßnahmen für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung und soll die unterschiedlichen Verkehrsarten besser aufeinander abstimmen. Die Umsetzung dieser Verkehrsprojekte erfolgt schrittweise und ist langfristig angelegt.
Stadt investiert in Infrastruktur: Verkehrsnetze könnten sich durch SUMP-Maßnahmen stabilisieren
Obwohl die ÖPNV in Frankfurt ausgebaut und gestärkt werden sollen und der Individualverkehr langfristig geringer werden soll wird für Autofahrende einiges getan: Geplant sind unter anderem der Ausbau der A5, neue Park- & Ride-Angebote, eine Erweiterung des Car-Sharing-Angebots sowie Umbauten an Autobahnkreuzen. Zusätzlich arbeitet die Stadt an der Digitalisierung von Ampelanlagen und an einer intermodalen Mitfahr-App für Beschäftigte in der Region.
Parallel treibt Frankfurt den Ausbau des öffentlichen Verkehrs voran, etwa mit neuen Strecken der U4 und U5, der Gutleutstraßenbahn und dem Gesamtverkehrsplan Schiene 2035+. Projekte wie die Regionaltangente West sowie neue Straßenbahnverbindungen nach Neu Isenburg und Langen reichen über die Stadtgrenzen hinaus. Ergänzt werden die Maßnahmen im autofreien Verkehr durch die Verbesserung des Radwegenetzwerks.
Verkehrschaos in Frankfurt-City entwirren: Verspricht Masterplan Mobilität Verbesserungen?
Der Masterplan Mobilität weckt Erwartungen auf eine spürbare Entlastung des Verkehrs. Entscheidend wird sein, wie gut die einzelnen Maßnahmen koordiniert und umgesetzt werden. Wie sich Frankfurts Verkehrsknotenpunkte künftig entwickeln und ob der Masterplan Mobilität den Dauerstau tatsächlich entschärfen kann, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Der Ausbau der Stadtbahnlinie U5 zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten Frankfurts. Die Linie, die derzeit vom Hauptbahnhof über die Innenstadt nach Preungesheim führt, soll künftig in zwei Richtungen verlängert werden: nach Norden bis zum Frankfurter Berg und nach Westen in das Europaviertel. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Stadt Frankfurt, tomtom
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