Der neue Universitätscampus auf dem Brauhausberg in Potsdam erreicht einen wichtigen Planungsstand. Die Vorzugsvariante steht fest, die Ausarbeitung läuft.

Auf dem Brauhausberg in Potsdam soll ein Universitätscampus entstehen. / © Foto: Landeshauptstadt Potsdam / Robert Schnabel
© Titelbild: Hilmer-Sattler-Architekten
Auf dem Brauhausberg in Potsdam soll ein neuer Universitätscampus entstehen. Nach mehreren Beteiligungsphasen und zwei Planungswerkstätten liegt nun eine Vorzugsvariante vor. Die Planungen werden zunehmend konkret.
- Standort: Brauhausberg, Potsdam
- Aktuelle Phase: Städtebauliches Qualifizierungsverfahren
- Nächster Schritt: Ausarbeitung bis Juni, danach Bebauungsplan
Die zweite Planungswerkstatt markiert einen zentralen Schritt im Verfahren. Rund 50 Beteiligte aus Universität, Stadtpolitik, Verwaltung und Planung haben die Entwürfe weiterentwickelt. Im Fokus standen zwei Varianten, die bereits zuvor ausgewählt wurden.
Universitätscampus Brauhausberg in Potsdam erreicht nächsten Planungsschritt
Diese Entwürfe hat das Büro Hilmer Sattler Architekten überarbeitet und konkretisiert. Dabei ging es um funktionale Anforderungen, den Umgang mit dem Baumbestand sowie um Fragen der Versiegelung und Regenwasserversickerung.
Die Beteiligten haben die Konzepte für den Universitätscampus Potsdam nun in Arbeitsgruppen geprüft. Sie haben zentrale Kriterien gegenübergestellt. Dazu zählen Städtebau, Umweltaspekte, Denkmalschutz, Mobilität und Freiraumgestaltung. Am Ende steht eine klare Empfehlung für die sogenannte Variante F.
Diese Lösung bietet laut den Ergebnissen bessere funktionale Zusammenhänge, mehr Freiraum und eine stärkere Einbindung in die Landschaft. Außerdem sieht sie einen höheren Erhalt bestehender Bäume und eine geringere Flächenversiegelung vor.

Der Funktionsplan für den Universitätscampus auf dem Brauhausberg in Potsdam zeigt Bereiche wie Bibliothek, Hörsäle und Studierendenwohnen. / © Visualisierung: Hilmer-Sattler-Architekten
Planung für Universitätscampus in Potsdam basiert auf breiter Beteiligung
Die aktuelle Planung baut auf einer umfangreichen Beteiligung auf. Bereits im Vorfeld haben Bürgerinnen und Bürger Hinweise eingebracht. Insgesamt sind 182 Rückmeldungen eingegangen. Viele Beiträge betreffen den Denkmalschutz, die Verkehrsführung und den Umgang mit Naturflächen. Auch Fragen zur Integration des Campus in die Stadtstruktur spielen eine Rolle.
Ein wiederkehrendes Thema ist zusätzlicher Wohnraum für Studierende. Zudem besteht Interesse an öffentlich zugänglichen Angeboten auf dem Campus. Diskutiert werden unter anderem gastronomische Einrichtungen oder die Nutzung historischer Gebäude als Aussichtspunkte. Diese Hinweise fließen in die weitere Planung ein.
Die aktuelle Vorzugsvariante wird nun weiter ausgearbeitet. Bis Juni soll ein konkreteres Konzept vorliegen. Dieses bildet dann die Grundlage für den Bebauungsplan. Erst danach können sichtbare Bauarbeiten im größeren Umfang beginnen.
Geplanter Uni-Campus Potsdam
Quelle: Landeshauptstadt Potsdam, Himler Sattler Architekten
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