Die Universal Hall in Moabit soll eine neue Nutzung bekommen. Das Land Berlin plant, das Gebäude künftig als Spielstätte für die Freie Theaterszene herzurichten. Bis dahin nutzt das HAU die Halle als Proben- und Produktionsort.

Ehemalige Universal Hall an der Gotzkowskystraße in Berlin-Moabit.

Die ehemalige Universal Hall an der Gotzkowskystraße in Moabit soll künftig als Spielstätte für die Freie Theaterszene genutzt werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Marco Worm, CC BY-SA 4.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Marco Worm, CC BY-SA 4.0

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An der Gotzkowskystraße in Moabit soll sich die Zukunft der ehemaligen Universal Hall klären. Das Land Berlin will das Gebäude langfristig zu einer Spielstätte für die Freie Theaterszene umbauen. Bis dahin nutzt das Hebbel am Ufer (HAU) die Halle als Proben- und Produktionsort.

Die Universal Hall war über viele Jahre eine bekannte Veranstaltungsadresse im Bezirk. Nach dem Ende des früheren Betriebs stand das Gebäude zunächst leer. Inzwischen gibt es Pläne für eine dauerhafte kulturelle Nutzung, einen konkreten Termin für den Umbau gibt es aber noch nicht.

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Universal Hall in Moabit: Land Berlin kaufte die Immobilie 2019

Das Grundstück an der Gotzkowskystraße 22 wurde Ende 2019 vom Land Berlin gekauft. Der Nutzen-Lasten-Wechsel erfolgte im Oktober 2020. Anschließend wurde die Liegenschaft dem Sondervermögen SODA für landeseigene Bestandsimmobilien zugeordnet.

Bereits bei der Übernahme stand die Universal Hall leer. Um die Immobilie bis zu einer späteren Sanierung nicht ungenutzt zu lassen, überließ die Berliner Immobilienmanagementgesellschaft (BIM) das Gebäude ab September 2022 vorübergehend dem HAU. Nach Angaben des Senats wird die gesamte Liegenschaft seitdem genutzt.

Umfangreiche Sanierung an der Gotzkowskystraße steht bevor

Für eine dauerhafte kulturelle Nutzung reicht der derzeitige bauliche Zustand nicht aus. Die Universal Hall muss grundlegend saniert und technisch neu ausgestattet werden.

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Geplant sind unter anderem Maßnahmen für den Brandschutz, eine Brandmeldeanlage und eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage. Außerdem sollen Barrierefreiheit und Lüftung verbessert werden. Auch energetische Maßnahmen sind vorgesehen, soweit sie mit dem Denkmalschutz vereinbar sind.

Neue Nutzung: Ballhaus Ost soll nach Moabit ziehen

Ballhaus Ost an der Pappelallee im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg.

Das Ballhaus Ost an der Pappelallee im Prenzlauer Berg soll langfristig in die ehemalige Universal Hall nach Moabit umziehen. / © Foto: Wikimedia Commons, Bodo Kubrak, CC BY-SA 4.0

An der geplanten Nutzung hält der Senat fest. Die Universal Hall soll künftig als Spielstätte für das Ballhaus Ost dienen, das derzeit noch an der Pappelallee im Prenzlauer Berg ansässig ist. Das Theater gehört zur Freien Szene und wird vom Land Berlin institutionell gefördert.

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Der geplante Umzug hängt auch mit der Situation am bisherigen Standort zusammen. Die dort genutzten Räume befinden sich in Privateigentum. Nach Angaben des Senats machen steigende Mieten eine langfristige Nutzung schwieriger.

Rund elf Millionen Euro veranschlagt, Baubeginn noch ungewiss

Wie teuer die Sanierung letztlich wird, ist noch offen. Eine Einpassplanung aus dem Jahr 2023 geht von rund elf Millionen Euro für Planung, Sanierung und Herrichtung aus. Eine aktualisierte Kostenschätzung soll mit dem geprüften Bedarfsprogramm vorliegen.

Auch einen Baubeginn nennt der Senat noch nicht. Der bisherige Grobablauf sieht rund 26 Monate für die Planung und weitere 26 Monate für die Bauarbeiten vor. Das Ballhaus Ost ist als Nutzendenvertretung an der aktuellen Bedarfsplanung beteiligt.

Was bedeutet der neue Theaterstandort für Moabit?

Miriam-Makeba-Grundschule in Moabit nahe der ehemaligen Universal Hall.

Die Miriam-Makeba-Grundschule liegt in der Nähe der ehemaligen Universal Hall in Moabit. In der nächsten Planungsphase soll auch das Umfeld der Schule berücksichtigt werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0

Das Bezirksamt Mitte und die benachbarte Miriam-Makeba-Grundschule sollen erst in der nächsten Planungsphase einbezogen werden. Eine zusätzliche Nutzung durch Vereine, soziale Träger oder Initiativen ist derzeit nicht vorgesehen, da die Liegenschaft vollständig vom HAU genutzt wird.

Auch verbindliche Angebote für die Nachbarschaft sind für den künftigen Theaterstandort bislang nicht geplant. Das Ballhaus Ost will nach Angaben des Senats dennoch mit Veranstaltungen und Gesprächsrunden den Austausch mit dem Umfeld suchen. Bis zur neuen Spielstätte an der Gotzkowskystraße ist es allerdings noch ein längerer Weg.

ehem. Universal Hall Moabit

Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 27 052, Schriftliche Anfrage

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