Am Bismarckplatz in Berlin-Grunewald wurde Richtfest für das denkmalgeschützte Dienstgebäude des Umweltbundesamtes gefeiert. Der Umbau verbindet Sanierung, Denkmalschutz, Barrierefreiheit und Klimaschutz.

Das Bild zeigt den Richtkranz an einem Baukran sowie Gäste beim Richtfest für das denkmalgeschützte Dienstgebäude des Umweltbundesamtes am Bismarckplatz in Berlin.

Mit dem traditionellen Richtkranz feierte das Umweltbundesamt gemeinsam mit den Projektbeteiligten den Baufortschritt am denkmalgeschützten Dienstgebäude am Bismarckplatz. / © Foto: BBR / Andreas Meichsner

© Titelbild: BBR / Andreas Meichsner

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Am Bismarckplatz in Berlin-Grunewald verändert sich ein historischer Bundesstandort derzeit sichtbar. Das denkmalgeschützte Dienstgebäude des Umweltbundesamtes wird umfassend saniert, erweitert und energetisch modernisiert. Mit dem Richtfest am 2. Juli 2026 hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Am Bismarckplatz entsteht kein Neubau auf leerem Grundstück, sondern ein Umbau im Bestand. Genau das macht das Vorhaben anspruchsvoll. Das Umweltbundesamt nutzt den Standort seit seiner Gründung 1974. Bis 2005 diente das Gebäude als Hauptsitz, danach als Berliner Dienstsitz. Der fünfgeschossige Bau stammt aus den 1930er-Jahren und steht unter Denkmalschutz.

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Das Bild zeigt Vertreter der Projektbeteiligten und einen Zimmerer vor dem Richtkranz beim Richtfest für das denkmalgeschützte Dienstgebäude des Umweltbundesamtes am Bismarckplatz in Berlin. v. l. n. r.: UBA-Präsident Prof. Dr. Dirk Messner, BMUKN-Abteilungsleiter Markus Gallander, Rafael Fromm von Bedachungen & Gerüstbau Rafael Fromm, BBR-Hauptabteilungsleiterin Elke Steinmann und Hauptstellenleiter Facility Management Berlin der BImA, Lothar Giese

Vertreter von Umweltbundesamt, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung sowie das Bauhandwerk stehen beim Richtfest vor dem denkmalgeschützten Dienstgebäude am Bismarckplatz. / © Foto: BBR / Andreas Meichsner

Richtfest am Bismarckplatz für das Umweltbundesamt

Die aktuellen Baumaßnahmen laufen im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung leitet die Durchführung.

Vor dem eigentlichen Umbau wurde das Gebäude vollständig entkernt und umfassend schadstoffsaniert. Die Arbeiten betrafen unter anderem asbesthaltige Bodenbeläge, Dämmmaterialien mit künstlichen Mineralfasern, PAK-haltige Gussasphaltestriche und belastete Holzbauteile in Teilen des Dachgeschosses. Anschließend folgten statische Ertüchtigungen, die Abdichtung des Untergeschosses und der Rückbau nicht historischer Anbauten.

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Der Umbau umfasst drei neue Anbauten. Gleichzeitig werden historische Innenräume und Ausstattungsdetails denkmalgerecht saniert oder rekonstruiert. Nicht mehr benötigte Laborflächen wandelt das Projektteam in Büros um. Die Fassade und das Dach werden energetisch ertüchtigt, die technische Gebäudeausrüstung wird erneuert.

Das Bild zeigt die laufenden Bauarbeiten am denkmalgeschützten Dienstgebäude des Umweltbundesamtes am Bismarckplatz in Berlin mit neuem Anbau und Baustelleneinrichtung.

Die Bauarbeiten am Dienstgebäude des Umweltbundesamtes am Bismarckplatz umfassen die denkmalgerechte Sanierung, neue Anbauten und eine umfassende Modernisierung des Gebäudekomplexes. / © Foto: BBR / Andreas Meichsner

Umweltbundesamt als Modellprojekt des Bundes

Das Projekt soll einen weitgehend klimaneutralen und barrierefreien Verwaltungsstandort schaffen. Auf den Dachflächen zum Innenhof sind Photovoltaikflächen vorgesehen. Außerdem sollen nachhaltige Materialien mit langem Lebenszyklus zum Einsatz kommen. Das Vorhaben gilt als Modellprojekt des Bundes für denkmalgeschützte Bestandsgebäude und strebt BNB Gold für das Gebäude sowie Silber für die Außenanlagen an.

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Umweltbundesamt: Denkmalgeschütztes Dienstgebäude wird erweitert

Künftig soll das Umweltbundesamt am Bismarckplatz 590 Arbeitsplätze, Besprechungsräume, eine Kantine, eine Bibliothek mit integriertem Bürgerservice und Ausstellungsflächen erhalten. Damit öffnet sich der Standort wieder stärker für die Öffentlichkeit.

Neben dem Umweltbundesamt sollen auch die Geschäftsstellen des Sachverständigenrates für Umweltfragen, des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, des Expertenrats für Klimafragen   sowie des Nationalen Begleitgremiums in dem Gebäude untergebracht werden.

Nach aktuellem Stand soll der Dienstsitz Anfang 2028 fertiggestellt, in Betrieb genommen und anschließend an das Umweltbundesamt übergeben werden. Die Nutzungsaufnahme ist laut UBA-Projektseite bis Ende 2028 geplant.

Umweltbundesamt

 

Quellen: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Umweltbundesamt

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