Rund um die Ella-Barowsky-Straße und den künftigen Charlotte-Wolff-Platz am Bahnhof Südkreuz sind erste neue Wege, Flächen und Radstellplätze fertiggestellt, während Bauzäune und laufende Hochbauarbeiten das Gebiet weiterhin prägen.

An der Ella-Barowsky-Straße am Südkreuz sind große Teile der neuen Straßen- und Wegeflächen inzwischen fertiggestellt. Gleichzeitig laufen im Umfeld weiterhin zahlreiche Bauarbeiten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Bahnhof Südkreuz schreiten die Arbeiten an der Ella-Barowsky-Straße und dem künftigen Charlotte-Wolff-Platz weiter voran. Mit der Umgestaltung soll die Verkehrsfläche neu verteilt und ein deutlich fußgänger- sowie fahrradfreundlicheres Straßenbild geschaffen werden. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich der Straßenraum inzwischen deutlich geordneter. Neue Asphaltflächen, Gehwege und erste Radstellplätze sind an der Ella-Barowsky-Straße bereits fertiggestellt.
Während hier lange Zeit vor allem Brachflächen, Baustellenzufahrten und provisorische Wege das Bild bestimmten, entstehen inzwischen zunehmend nutzbare Straßen- und Freiräume. Gleichzeitig treffen vor Ort weiterhin fertige Gebäude, laufende Baustellen und abgesperrte Bereiche direkt aufeinander.


Ein Blick auf die Baustelle an der Ella-Barowsky-Straße im Mai 2025 vs. im Mai 2026 macht deutlich, wie weit die Arbeiten im letzten Jahr vorangeschritten sind. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Charlotte-Wolff-Platz am Südkreuz nimmt Form an
Auch am künftigen Charlotte-Wolff-Platz haben die Arbeiten inzwischen sichtbar begonnen. Der neue Platz entsteht zentral innerhalb der Schöneberger Linse und soll künftig verschiedene Wohn- und Bürostandorte miteinander verbinden. Der Bereich ist derzeit noch weitgehend abgesperrt und nicht nutzbar, erste Wegeführungen und vorbereitete Platzflächen lassen sich jedoch bereits erkennen.
Der Charlotte-Wolff-Platz gehört zu den wichtigsten Freiraumprojekten des Quartiers. Bereits in den vergangenen Jahren hatten sich Planung und Umsetzung mehrfach verzögert, unter anderem wegen offener Finanzierungs- und Abstimmungsfragen. Mit dem sichtbaren Baustart verändert sich nun auch dieser bislang brachliegende Bereich des neuen Stadtquartiers. Künftig soll der Platz nicht nur als Verbindungsraum dienen, sondern auch den öffentlichen Raum rund um das Südkreuz ergänzen.

Am zukünftigen Charlotte-Wolff-Platz am Südkreuz laufen derzeit weiterhin Arbeiten an den Freiflächen und Wegen. Der Platz soll künftig verschiedene Bereiche der Schöneberger Linse miteinander verbinden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Vor Ort am Charlotte-Wolff-Platz sind derzeit Bagger im Einsatz, die die Freiflächen für den weiteren Ausbau des neuen Quartiers vorbereiten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Schöneberger Linse zwischen fertigen Straßen und laufenden Baustellen
Rund um die Ella-Barowsky-Straße entstehen weiterhin neue Wohn- und Bürogebäude. Einige Projekte sind inzwischen fertiggestellt und bereits bezogen, während auf benachbarten Grundstücken weiterhin gebaut wird. Dadurch treffen im Quartier derzeit unterschiedliche Entwicklungsphasen direkt aufeinander. Neben neuen Wohnhäusern prägen auch Bürogebäude und Gewerbeflächen das Gebiet – eines der größten Projekte ist der „S!nn-Campus“, direkt gegenüber vom Bahnhof Südkreuz.
Zwischen Südkreuz und Sachsendamm entsteht mit der Schöneberger Linse seit mehreren Jahren ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen, Büroflächen, Gewerbe und neuer Infrastruktur. Mit dem fortschreitenden Straßen- und Platzbau verändert sich nun zunehmend auch der öffentliche Raum rund um den Bahnhof.

An der Ella-Barowsky-Straße am Südkreuz laufen weiterhin Arbeiten an Straßen, Gehwegen und Verkehrsflächen. Teile des neuen Quartiers sind bereits fertiggestellt, andere Bereiche bleiben vorerst Baustelle. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Charlotte-Wolff-Platz
Ella-Barowsky-Straße
Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Nachhaltige Erneuerung Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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2 Kommentare
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Die Bauarbeiten rund um die Ella-Barowsky-Str. schreiten nur sehr langsam voran. Als Anwohner erlebt man beinahe täglich neue unangenehme Überraschungen, wie zuletzt die Sperrung der Gotenstr. Richtung Norden. Die Baugeschwindigkeit ist extrem langsam, ganz zu schweigen von der Qualität der verwendeten Materialien sowie der Ausführung der Arbeiten selbst.
Die neu verlegten Gehwegsteine auf der Ella-Barowsky-Str., in der Nähe der BSR-Baustelle, sind an vielen Stellen bereits zerbrochen, obwohl diese erst vor kurzer Zeit gebaut wurden. Ich habe die betroffenen Stellen fotografiert und an das Bauamt weitergeleitet, jedoch bislang keinerlei Rückmeldung erhalten.
Zusätzlich leidet die Lebensqualität der Anwohner erheblich unter der aktuellen Situation. Der Gehweg auf der Gotenstr. Richtung Norden ist katastrophal. Fahrradweg und Gehweg werden auf einem nicht einmal zwei Meter breiten Bereich zusammengeführt, was immer wieder zu gefährlichen Situationen und beinahe Unfällen mit Fahrradfahrern führt. Für Fußgänger, Familien mit Kindern sowie ältere Menschen ist dieser Zustand kaum zumutbar.
Ich wünsche mir, dass Bauaufträge nach der Vergabe durch das Bauamt auch konsequent kontrolliert und überwacht werden, damit Mängel frühzeitig erkannt und behoben werden können. In diesem Bereich muss definitiv etwas unternommen werden.
… Außerdem verstehe ich nicht, weshalb die Autobahnauffahrt nicht gesperrt wird. Viele Autos fahren entlang der Ella-Barowsky-Str. deutlich zu schnell. Erlaubt sind dort 30 km/h, dennoch ist regelmäßig zu beobachten, dass Autofahrer mit 40–50 km/h durch die Straße rasen. Direkt neben der alten Grundschule befindet sich zudem ein Spielplatz. Durch diese rücksichtslose Fahrweise werden Kinder und andere Anwohner unnötig gefährdet.