Der geplante Umbau des S-Bahnhofs Berlin-Zehlendorf kommt langsamer voran als ursprünglich vorgesehen. Nach Änderungen im Planungsverfahren arbeitet die Deutsche Bahn an einer Überarbeitung des Konzepts.

Der S-Bahnhof Zehlendorf liegt an der wichtigen Nord-Süd-Verbindung der Wannseebahn und ist mit der S1 an das Berliner S-Bahn-Netz angebunden. / © Foto: Wikimedia Commons, ZFM
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Der geplante Umbau des S-Bahnhofs Zehlendorf wird sich weiter verzögern. Nachdem im vergangenen Jahr Fragen zum Umgang mit dem historischen Personentunnel und mögliche Auswirkungen auf den Denkmalschutz für einen Planungsstopp gesorgt hatten, gibt es nun einen neuen Zwischenstand. Die Deutsche Bahn befindet sich weiterhin in der Entwurfsplanung und muss die bisherigen Planungen an veränderte Rahmenbedingungen anpassen.
Auslöser dafür ist die Entscheidung des Landes Berlin, das sogenannte „Aufweitungsverlangen“ für den historischen Personentunnel zurückzunehmen. Ursprünglich war vorgesehen, den Tunnel im Zuge der Bauarbeiten zu erweitern. Mit der geänderten Vorgabe können nun die Maßnahmen an den beiden Eisenbahnüberführungen am Postplatz und am Teltower Damm gemeinsam weiterverfolgt werden. Die dafür notwendigen Planungen müssen jedoch überarbeitet werden.
Neue Planung für Brücken, Zugänge und Bahnhofsinfrastruktur
Auf Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT erklärt die Deutsche Bahn, an den grundlegenden Zielen des Projekts festzuhalten. Vorgesehen bleibt insbesondere die Erneuerung der Eisenbahnüberführung am Teltower Damm. Außerdem soll der Zugang zum Bahnhof verbessert werden. Dazu gehören zusätzliche Zugänge sowie eine Modernisierung der bestehenden Infrastruktur.
Der Bahnhof Zehlendorf ist ein wichtiger Umsteigepunkt im Südwesten Berlins und wird seit Jahren als sanierungsbedürftig eingestuft. Die geplanten Arbeiten sollen langfristig die Betriebsqualität verbessern und die Erschließung des Bahnhofs erleichtern. Konkrete Termine für weitere Projektphasen liegen derzeit allerdings noch nicht vor.
Nach aktuellem Stand strebt die Deutsche Bahn eine Nutzungsaufnahme des modernisierten Bahnhofs Mitte der 2030er-Jahre an. Damit verschiebt sich der Zeitrahmen gegenüber früheren Planungen deutlich nach hinten.

Der S-Bahnhof Zehlendorf soll in den kommenden Jahren umfassend modernisiert werden. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand für die Mitte der 2030er-Jahre vorgesehen. / © Foto: depositphotos.com
Zusätzliche Gleisarbeiten zur Sicherung des Betriebs
Für das Jahr 2026 ist zunächst eine ergänzende Maßnahme an der S-Bahn-Infrastruktur vorgesehen. Im Zuge der Anpassungen wurde eine Ersatzinvestition am Gleis 861 der Strecke 6033 aufgenommen. Dabei handelt es sich um das S-Bahn-Gleis in Richtung Berlin-Wannsee.
Ziel der Maßnahme ist es, den stabilen zweigleisigen S-Bahn-Betrieb auch über das Jahr 2026 hinaus sicherzustellen. Die Arbeiten stehen damit nicht unmittelbar für die sichtbare Umgestaltung des Bahnhofs, sondern dienen vor allem dem Erhalt der bestehenden Infrastruktur während der weiteren Planungsphase.
Wann die eigentlichen Bauarbeiten für den umfassenden Umbau beginnen können, hängt vom weiteren Verlauf des Planfeststellungsverfahrens und der Überarbeitung der Entwurfsplanung ab.
S-Bahnhof Zehlendorf
Quellen: DB InfraGO AG
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14 Kommentare
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Eröffnung in zehn Jahren. Berlins Bevölkerung muss überdurchschnittlich lange leben um noch in den Genuss der Projekt ihrer Verwaltung zu kommen.
ZEHN Jahre bis zur Sanierung eines S-Bahnhofs, es fehlen einem echt die Worte. Absolut unfassbar.
Typisch Berlin! Alles dauert ewig und am Ende muss wahrscheinlich noch nachgebessert werden.
Tag täglich Steige ich in zehlendorf um .Mich nervt es immer das es nur den einen Zugangzum Bahnsteig gibt man muss aufpassen das man bei dem Massen die runterkommen nicht die Treppe runter fällt.
Jetzt fällt es der db ein was zu machen. Seit Stilllegung der stammbahn hätte man den anderen Bahnsteig schon längst barrierefrei ausbauen können.
Zeichensetzung und Rechtschreibung wären beim Kommentieren auch nicht schlecht
Was für ein dämlicher Kommentar. Was zur Sache gibt es auch zu sagen? Er hat doch recht.
Die DB muss unbedingt zerschlagen und radikal neu aufgestellt werden. So kann es einfach nicht mehr weitergehen!!!
Man traut denen schlichtweg keine Selbsterneuerung von innen heraus mehr zu.
Was ich gerade auch wieder aktuell auf der RE1-Trasse bis Erkner/Fürstenwalde erlebe, nimmt bisweilen slapstickhafte
Züge an…Völlig irre…. In Teilen unglaubliche Kontrollverluste und eine teils seltsam anmutende Schockstarre des Betriebsablaufs.
Der einzige Umstand, der in diesem Unternehmen noch ohne Unterlaß und höchst zuverlässig funktioniert, ist der monetäre Nachschlagreflex. Wahlweise durch eine Streikwellen eingeleitet oder im oberen Segment als Boni-Selbstgenhmigung.
Dieser hier beschriebene Bahnhof ist nur ein „ganz normaler“ Vorgang einer Zehnjahreszeitlupe innerhalb einer mittlerweile
„völlig normalen“ Gesamtsituation.
eines immer mehr in die Apokalypse abdriftenden Verkehrssystems.
Das wurde schon einmal verlangt und ging erkennbar in die Hose. Die Privatisierung der Daseinsvorsorge ist immer mit Verschlimmerungen verbunden, weil Privatwirtschaft immer Gewinne produzieren muss. Post/Postbank/Telekom, DB – was ist nach der Zerschlagung und Privatisierung besser geworden??
was ist nach der Zerschlagung und Privatisierung besser geworden?? Einiges!
Telekommunikation (Telekom)Preise, Auswahl & Innovation: Das alte Post-Monopol bot extrem teure Tarife und monatelange Wartezeiten auf einen Telefonanschluss. Durch den Wettbewerb sanken die Preise für Telefonie und Internet drastisch, während Innovationen (Mobilfunk, Glasfaser, DSL) massiv beschleunigt wurden.
Paket- & Logistikdienstleistungen (DHL/Post)Effizienz & Netzabdeckung: DHL entwickelte sich zu einem der weltweit führenden Logistikkonzerne. Die Zustellzeiten für Pakete und Briefe wurden im internationalen Vergleich extrem kurz und effizient.
Regionaler Schienenverkehr (SPNV)Angebot auf dem Land: Durch die Regionalisierung (Ausschreibungen der Bundesländer) zogen Wettbewerber (wie ABELLIO, Go-Ahead, ODEG) auf die Schiene. Auf vielen Strecken stiegen Zugfrequenz, Moderne der Züge und Fahrgastzahlen deutlich an. Oder der Flixtrain mit dem sie für wenig Geld verreisen können – ohne umzusteigen.
Komme aus NRW was hier abgeht ist unterirdisch,siehe auch BER! Sowas nennt sich Hauptstadt,lächerlich.
Lässt das die Chinesen machen – die sind mit Sicherheit in einem Jahr fertig.
Für Chongqing mit 1,22 Mill. m² Nutzfläche und inkl. dem Abtragen einer ganzen Bergflanke war man nach 38 Monaten Bauzeit fertig.
29 Gleise, 15 Bahnsteige.
Die gesamte Projektzeit inkl. Tiefbau und Anbindung an die Infrastruktur betrug 6 ½ Jahre.
Bis zu 40.000 Arbeiter waren beschäftigt.
Deutschland ist untragbar geworden.
Hört mal auf, auf die DB einzudreschen!
Erstens sind es die planungsrechtlichen Randbedingungen, die einen Infrastrukturaus- oder -neubau mit Tausenden von Gutachten und Prüfungen heutzutage extrem aufblähen.
Zweitens ist das Land Berlin der Besteller des Umbaus, der erst Hü, dann Hott bestellt.
Da kann die DB herzlich wenig für. Sie sind nur die armen Schweine, die trotz aller rechtlichen, politischen und bürokratischen Hindernisse Ergebnisse liefern sollen.
Der Witz ist doch: wenn Endlosplanung und Umbau fertig sind, geht es dort mit dem Ausbau der Stammbahn weiter. Obwohl, nein, das ist frühestens für die übernächste Generation der Zehlendorfer vorgesehen.
Möchte einer von euch zu den Arbeitsbedingungen der Chinesen arbeiten? Ich nicht und und Natur- und Tierschutz spielt in dem Zusammenhang auch keine große Rolle.