Der Bahnhof Köpenick wird bis 2027 zu einem modernen Regionalbahnhof umgebaut. Neben einem neuen Bahnsteig und barrierefreien Zugängen entsteht auf der Seite des Forum Köpenick die Trasse für ein zusätzliches Gleis. Damit einher gehen deutliche Veränderungen im Stadtbild sowie lang anhaltende Einschränkungen für Verkehr und Anwohnende.

Derzeit laufen die Arbeiten zur Anlage der Trasse für das zusätzliche Gleis, das künftig den Regionalverkehr aufnehmen soll. Auf der Seite des Forum Köpenick entlang der Bahnhofstraße werden dafür Erd- und Fundamentarbeiten durchgeführt, die den Baufortschritt sichtbar machen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Im Berliner Südosten entsteht mit dem Umbau des Bahnhofs Köpenick ein wichtiger Knotenpunkt im Regionalverkehr. Die Deutsche Bahn modernisiert den bisherigen S-Bahnhof im Auftrag des Landes Berlin und macht ihn fit für die Anbindung an die Regionalexpresslinie RE1. Ziel ist es, die Erreichbarkeit für Pendlerinnen und Pendler zu verbessern und die Verbindungen zwischen Berlin und Brandenburg zu stärken.
Der Umbau ist Teil des Projekts i2030, das den Ausbau der Strecke Berlin–Frankfurt (Oder) umfasst. Neben der Erhöhung der Geschwindigkeit auf bis zu 160 Stundenkilometer werden längere Bahnsteige für den RE1 geschaffen. In Köpenick entsteht dafür ein rund 220 Meter langer Regionalbahnsteig mit drei Zugängen, barrierefreien Aufzügen und einer Anbindung an den Berliner Außenring.
Neue Gleistrasse und zusätzliche Zugänge verändern das Bahnhofsumfeld in Köpenick
Aktuell entstehen auf der Seite des Forum Köpenick und der Bahnhofstraße die baulichen Voraussetzungen für ein zusätzliches Gleis. Zudem wird die Trasse parallel zu den bestehenden S-Bahngleisen angelegt und soll künftig den Regionalverkehr aufnehmen. Auch dieser Bauabschnitt ist für die geplante Erweiterung unverzichtbar und verändert das Bahnhofsumfeld deutlich.
Zusätzlich werden eine neue Personenunterführung am Stellingdamm und ein westlicher Eingang errichtet. Eine Fußgängerbrücke über die Bahnhofstraße soll den Zugang erleichtern und Konflikte zwischen Fußgängerinnen und Fußgängern sowie dem Straßenverkehr reduzieren. Die baulichen Maßnahmen gehen einher mit einer Verbreiterung des Empfangsgebäudes in Richtung Elcknerplatz.
Neue Brücken und Schallschutzwände, aber weiterhin Engpass unter der Bahnhofsbrücke Köpenick
Zum Projekt gehören auch vier neue Eisenbahnüberführungen sowie rund vier Kilometer Schallschutzwände. Auf der östlichen Seite des Bahnhofs wurden die alten Brückenteile bereits durch eine neue Konstruktion ersetzt. In den kommenden Bauabschnitten folgt die westliche Seite. Erste Schallschutzwände sind in den Vereinsfarben des 1. FC Union gestaltet.
Vorerst bleibt die Durchfahrt unter der Bahnhofsbrücke ein Engpass. Eine Verbreiterung von 16 auf 19 Meter ist vorgesehen, reicht jedoch nicht für zusätzliche Fahrspuren. Auch die Straßenbahnhaltestellen bleiben vor dem Forum Köpenick, da sie nicht unter die Brücke verlegt werden können.
Lange Bauphase mit spürbaren Einschränkungen in Köpenick bis zur geplanten Fertigstellung 2027
Der Umbau bedeutet für den Straßen- und Bahnverkehr erhebliche Einschränkungen. Seit 2023 kommt es immer wieder zu Sperrungen auf der S-Bahn-Linie S3 sowie zu Teilsperrungen der Bahnhofstraße. Zudem müssen mehrere Bauzustände auf engem Raum parallel abgewickelt werden, was das Projekt komplex und für Anwohnende deutlich spürbar macht.
Die Fertigstellung ist für Juli 2027 geplant. Derzeit rechnet der Berliner Senat mit durchschnittlich 5.500 Ein- und Aussteigern pro Tag am neuen Regionalbahnhof, bei Großveranstaltungen im Stadion An der Alten Försterei mit deutlich mehr.
Quellen: i2030
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Obwohl die Straßenbahn einen Hauptteil des Verkehrs am Bahnhof Köpenick erbringt und von den Baumaßnahmen auch betroffen ist, wird sie in den „Tags“ von Entwicklungsstadt nicht erwähnt. Dies auch nicht hier zum ersten Mal.
Meine Frage an Entwicklungsstadt: Wie sieht und bewertet die Redaktion von Entwicklungsstadt die Straßenbahn in Berlin?