Die ehemalige Eissporthalle am Volkspark wird zu einer barrierefreien Dreifeld-Sporthalle umgebaut. Der Hamburger Sport-Verein e. V. übernimmt die Trägerschaft. Durch die Förderung der Stadt Hamburg stehen zukünftig rund 14.000 Stunden jährlich für Schul-, Vereins- und Behindertensport zur Verfügung.

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Reinhard Kraasch, CC-BY-SA 4.0 DE

 

Am Standort der ehemaligen „q.beyond Arena“ in Hamburg-Bahrenfeld entsteht derzeit eine neue, multifunktionale Sportstätte. Nach der Übernahme durch den Hamburger Sport-Verein e. V. wird die bisherige Eissporthalle zu einer barrierefreien Dreifeldhalle mit Wettkampftauglichkeit umgebaut.

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Die neue Halle soll künftig dem inklusiven, schulischen sowie vereinsgebundenen Sport zur Verfügung stehen. Auch der Betriebssport soll von der Erweiterung profitieren. Ermöglicht wird das Projekt durch eine städtische Förderung sowie durch den Einsatz der Alexander-Otto-Sportstiftung und des HSV.

Hamburg-Altona: Neue Halle erfüllt Anforderungen an den Wettkampfbetrieb

Ein zentrales Ziel des Umbaus ist die Erfüllung der technischen Voraussetzungen für den Punktspielbetrieb. Dazu gehört unter anderem die Erhöhung der Hallendecke auf sieben Meter, die insbesondere für die Nutzung durch Nachwuchsmannschaften im Handball sowie Rollstuhlbasketball zwingend erforderlich ist.

Mit dem neuen Hallenboden, der Neuanordnung der Lüftungstechnik und einem barrierefreien Zugang entsteht eine moderne Sportstätte, die auch für Veranstaltungen mit bis zu 500 Zuschauerinnen und Zuschauern genutzt werden kann. Die Umgestaltung wird voraussichtlich bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

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Städtische Förderung sichert Hallenzeiten für Schul- und Vereinssport am Hamburger Volkspark

Die Behörde für Inneres und Sport unterstützt das Vorhaben mit knapp einer Million Euro. Im Gegenzug sichert sich die Stadt ein umfangreiches Kontingent an Nutzungseinheiten. Insgesamt sollen 14.000 Stunden jährlich für Vereine, Schulen und den Behindertensport zur Verfügung gestellt werden.

Die Koordination der Nutzung erfolgt über das Bezirksamt Altona in Zusammenarbeit mit dem Landessportamt. Insbesondere in stark ausgelasteten Stadtteilen sollen damit Engpässe bei Hallenzeiten verringert werden. Die neue Halle ist vorrangig für die Sportarten Handball, Basketball und Futsal vorgesehen.

HSV übernimmt Trägerschaft für neue Halle im Volkspark, Nachhaltigkeit steht dabei im Fokus

Die Trägerschaft für die Halle liegt künftig beim Hamburger Sport-Verein e. V., der die Immobilie von der Alexander-Otto-Sportstiftung im Rahmen eines Erbbaurechts übernommen hat. Ziel ist es, das entstehende „HSV-Zentrum am Volkspark“ nachhaltig für den Hamburger Sport zu etablieren.

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Der Standort im direkten Umfeld der Barclays Arena und des Volksparkstadions stärkt die Position des HSV als sportliches Zentrum im Hamburger Westen. Dabei ist der Umbau Teil einer umfassenderen Entwicklung der Sportinfrastruktur in Hamburg, wie sie auch im Projekt Sportpark Eimsbüttel deutlich wird.

Eissportvereine kritisieren Wegfall: Neue Nutzung der q.beyond Arena stößt Debatten an

Jedoch wird auch Kritik an dem Umbau laut, besonders kommt diese von Teilen der Eissportvereine. Diese bemängeln den Wegfall einer wichtigen Eisfläche, zumal alternative Standorte in Hamburg rar sind. Bereits seit 2008 war die Halle ein zentraler Trainingsort für den Eishockeysport in Hamburg. Nach dem Rückzug der Hamburg Freezers aus dem Profibetrieb wurde die wirtschaftliche Tragfähigkeit zunehmend infrage gestellt.

Die Alexander-Otto-Sportstiftung hatte mehrfach signalisiert, dass ein Weiterbetrieb als reine Eishalle unter den gestiegenen Energie- und Betriebskosten langfristig nicht zu finanzieren sei. Mit der Umnutzung zu einer Ballsporthalle will der HSV auf veränderte Bedarfe reagieren und neue Möglichkeiten für inklusive und vielfältige Sportangebote im Westen Hamburgs schaffen.

 

Quellen: Behörde für Inneres und Sport Hamburg, NDR, Wikipedia

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