Im Tierheim Berlin beginnen Ende Juli die Arbeiten an einer neuen Hundekrankenstation. Die Einrichtung soll mehr Platz und Ruhe für kranke Tiere schaffen. Ziel ist es, die Genesungschancen durch bessere Bedingungen spürbar zu erhöhen.

So soll der neue Außenbereich der Hundekrankenstation im Tierheim Berlin aussehen. Die geplante Anlage bietet kranken Hunden geschützte Rückzugsorte, mehr Bewegung und strukturierte Ausläufe. Sie ist ein zentraler Bestandteil des aktuellen Umbaus in Falkenberg. / © Tierheim Berlin
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Mittwoch, dem 30. Juli 2025, begann das Tierheim Berlin mit dem Umbau seiner Hundekrankenstation. Die bestehende Einrichtung wird erweitert und grundlegend modernisiert. Künftig sollen kranke oder verletzte Hunde mehr Platz und Ruhe erhalten. Die Zahl der Unterbringungsmöglichkeiten reduziert sich von 64 auf 40, wodurch jeder Hund mehr Fläche zur Verfügung hat. Gleichzeitig entstehen neue Ausläufe, die speziell auf die Bedürfnisse kranker Tiere zugeschnitten sind.
Herausforderungen im Tierheimalltag: Mehr gesundheitlich angeschlagene Hunde als früher
Nach Angaben des Tierschutzvereins für Berlin leben derzeit 224 Hunde im Tierheim. Viele von ihnen zeigen gesundheitliche Auffälligkeiten oder wurden unter schlechten Bedingungen gehalten. Laut Geschäftsführerin Toska Holtz pflegt das Team die Tiere mit dem Ziel, sie wieder zu stabilisieren und später zu vermitteln.
Die neue Station soll dafür bessere Voraussetzungen schaffen. Mit größeren Boxen und einer ruhigeren Umgebung steigen die Chancen auf eine erfolgreiche Genesung.
Bauliche Maßnahmen im Tierheim in Falkenberg: Verbesserte Ausstattung für Pflege und Betreuung
Der neue Bereich umfasst mehrere technische und funktionale Veränderungen. Dazu gehören Akustikdecken, die den Lärmpegel senken, sowie ein neues Hundebad, das die Pflege erleichtert. Auch neue Maulkorbsysteme für ein verbessertes Sicherheitstraining sollen helfen, stressarme Begegnungen zu ermöglichen.
Im Außenbereich entsteht ein 340 Quadratmeter großes Areal mit Bäumen, Sonnenschutz, Liegeflächen und einem Tunnelgang. Dieser Bereich soll gezielte Bewegung ermöglichen, ohne andere Tiere zu stören.
Finanzierung durch Spenden: Verein betont Verantwortung gegenüber Tieren
Das gesamte Bauprojekt kostet rund 1,5 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spenden. Eva Rönspieß, Vorsitzende des Tierschutzvereins, macht deutlich, dass viele Hunde ausgesetzt, abgegeben oder aus Tierschutzgründen aufgenommen werden. Sie ruft dazu auf, sich vor der Anschaffung eines Tieres bewusst mit der Verantwortung auseinanderzusetzen. Der Umbau sei ein wichtiger Schritt, um diesen Tieren langfristig helfen zu können.
Quellen: Tierschutzverein für Berlin, Umgebung Corp. e.V., Berliner Morgenpost
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