Seit Anfang des Jahres wird in Köpenick an der Modernisierung von Straßenbahngleisen, Versorgungsleitungen und Haltestellen gearbeitet. Die Maßnahmen sollen bis 2027 abgeschlossen sein und bringen während der Bauzeit Einschränkungen, versprechen jedoch langfristig eine deutlich verbesserte Verkehrsinfrastruktur.

Am Rathaus Köpenick ist das Grundgerüst einer neuen barrierefreien Haltestelle montiert. Sie soll künftig den Zugang für alle Fahrgäste erleichtern und sich in das historische Stadtbild einfügen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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In der Altstadt Köpenick hat die Umgestaltung des Straßenraums begonnen. Zwischen Rathaus und Schlossplatz sind Absperrgitter aufgestellt, Pflasterflächen geöffnet und Baumaterialien gelagert. Neue Haltestellenkonstruktionen stehen teils schon im Rohbau.
Diese vorbereitenden Maßnahmen gehören zu einem groß angelegten Modernisierungsprojekt, das die Berliner Verkehrsbetriebe und die Berliner Wasserbetriebe gemeinsam umsetzen. Ziel ist es, Straßenbahngleise und Versorgungsleitungen grundlegend zu erneuern.
Erneuerung der Gleise und Leitungen in Alt-Köpenick: Umfangreiche Arbeiten bis 2027 geplant
Viele der Wasser- und Abwasserleitungen in der Altstadt Köpenick sind fast 90 Jahre alt. Sie werden nun abschnittsweise ersetzt, um die Versorgung langfristig zu sichern. Insgesamt werden rund 1.200 Meter Leitungen erneuert.
Parallel dazu plant die BVG den Austausch von etwa 2.000 Metern Straßenbahngleisen. Abgenutzte Schienen und Weichen sollen so ersetzt werden, dass ein stabiler und sicherer Betrieb über Jahrzehnte möglich ist.
Haltestellenumbau mit Blick auf Barrierefreiheit: Integration ins historische Stadtbild
Ein wesentlicher Teil des Projekts ist der barrierefreie Umbau der Haltestellen. Die bestehenden Stationen am Schüßlerplatz und am Rathaus bleiben erhalten, werden jedoch im direkten Umfeld umfassend erneuert.
Ziel ist es, den Zugang zu erleichtern und die Gestaltung an moderne Standards anzupassen, ohne das historische Erscheinungsbild zu verändern. Die BVG möchte damit die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für alle Fahrgäste komfortabler gestalten.
Verkehrsumleitungen sind bereits vorbereitet: Mehr Belastung für Hauptverkehrsstraßen erwartet
Seit Ende November 2024 wird der Verkehr weiträumig über die Müggelheimer Straße, Salvador-Allende-Straße, Friedrichshagener Straße und Bahnhofstraße umgeleitet. Ab Weihnachten wird die Umleitungsstrecke leicht angepasst.
Diese Straßen sind bereits stark frequentiert, weshalb längere Staus wahrscheinlich sind. Der gleichzeitig laufende Umbau des Bahnhofs Köpenick könnte die Situation zusätzlich erschweren.
Langfristige Wirkung auf die Infrastruktur: Keine großen Eingriffe für Jahrzehnte
BVG und die Berliner Wasserbetriebe rechnen damit, dass nach Abschluss der Arbeiten für 25 bis 30 Jahre keine größeren Eingriffe an den Gleisanlagen nötig sein werden. Die Modernisierung soll Betriebssicherheit und Wartungsfreundlichkeit verbessern. Für Köpenick bedeutet dies eine langfristige Stärkung der Verkehrsinfrastruktur.

Entlang der Straße Alt-Köpenick sind Gleisbereiche geöffnet und Materiallager eingerichtet. In diesem Abschnitt werden die Straßenbahngleise vollständig erneuert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: BVG, Bezirksamt Treptow-Köpenick, Berliner Morgenpost, Berliner Wasserbetriebe (BWB)
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