Die Adalbertstraße in Berlin-Mitte soll zwischen Engeldamm und Köpenicker Straße grundlegend umgebaut werden. Nun hat der Senat auf eine Anfrage zu Kosten, Gewerbeverkehr, Schulwegsicherheit und geplanter Begrünung geantwortet.

Engeldamm
Köpenicker Straße

© Titelbild: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0 

In der Adalbertstraße in Mitte sollen künftig Autos langsamer fahren, Fußgänger mehr Raum bekommen und die Straße insgesamt neu gestaltet werden. Für den Abschnitt zwischen Engeldamm und Köpenicker Straße rechnet das Bezirksamt mit Kosten von rund 2,5 Millionen Euro. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Lucas Schaal hervor.

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Das Vorhaben verbindet demnach mehrere Ziele: Geplant sind eine grundhafte Erneuerung der Straße, eine Verkehrsberuhigung und eine städtebauliche Neugestaltung. Finanziert werden soll der Umbau vollständig aus Mitteln der Städtebauförderung.

Adalbertstraße in Mitte: Zufahrten für Gewerbe sollen erhalten bleiben

Eine zentrale Frage betrifft die ansässigen Gewerbebetriebe. Nach Angaben des Bezirksamts ist bekannt, dass Lieferfahrzeuge, Transporter und Lastwagen auf die Grundstücke und in bestehende Hofzufahrten gelangen müssen. Die entsprechenden Schleppkurven sollen bei der Planung jeweils für die passenden Fahrzeugtypen geprüft werden. Alle Grundstückszufahrten sollen erhalten bleiben.

Mit dem geplanten verkehrsberuhigten Bereich soll das Liefern zudem grundsätzlich im gesamten Straßenraum möglich sein. Für besondere Anforderungen sind zusätzliche Ladebereiche vorgesehen, die tagsüber für den Wirtschaftsverkehr freigehalten werden. Nach Angaben des Bezirksamts wurden die Gewerbetreibenden bereits durch das beauftragte Planungsbüro beteiligt; ihre Hinweise seien in die Planung eingeflossen.

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Neue Grundschule an der Adalbertstraße soll stärker begrünt werden

Auch die Grundschule Adalbertstraße ist Teil der Planungen. Die Schule und ihre Leitung wurden nach Angaben des Bezirksamts in den Planungsprozess einbezogen, zusätzlich fand eine Beteiligung von Schülerinnen und Schülern statt. Einen verkehrsberuhigten Bereich bewertet der Senat grundsätzlich positiv mit Blick auf die Verkehrs- und Schulwegsicherheit.

Eine Fassadenbegrünung des Schulgebäudes ist ebenfalls vorgesehen. Die konkrete Planung liegt allerdings noch nicht vor und soll erst 2028 vorliegen. Für Planung, Errichtung und Pflanzung werden derzeit zwischen 10.000 und 35.000 Euro veranschlagt. Nach Abschluss der Straßenbauarbeiten könnte die Begrünung umgesetzt werden.

Bei der weiteren Planung wurden laut Bezirk die betroffenen Träger öffentlicher Belange einbezogen. Verzögerungen bei Rettungseinsätzen erwartet das Bezirksamt nicht; der Senat selbst erklärt allerdings, ihm lägen hierzu keine eigenen Erkenntnisse vor.

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Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 26 800, Schriftliche Anfrage; Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

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