Am Bahnhof Köpenick wird die Hämmerlingstraße erneut voll gesperrt. Die Vollsperrung gilt vom 22. Juni bis 7. August 2026 und hängt mit Leitungsarbeiten für die „Westumfahrung Bahnhofstraße“ zusammen.

Die Baustelle an der Hämmerlingstraße in Köpenick gehört zum Ausbau des Regionalbahnhofs und steht in Zusammenhang mit der geplanten Westumfahrung Bahnhofstraße. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Ganz in der Nähe des Bahnhofs Köpenick steht die nächste Vollsperrung bevor. Die Hämmerlingstraße wird unterhalb der Eisenbahnbrücke ab Montag, 22. Juni 2026, 6 Uhr, erneut für alle Verkehrsteilnehmenden gesperrt. Nach Angaben der Deutschen Bahn dauert die Maßnahme bis Freitag, 7. August 2026. Für Anwohnende, Gewerbetreibende und Pendler bedeutet das monatelang neue Einschränkungen im Umfeld der ohnehin schon schwer belasteten Bahnhofstraße.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Bereich: Hämmerlingstraße unterhalb der Eisenbahnbrücke
- Beginn: Montag, 22. Juni 2026, 6 Uhr
- Ende: Freitag, 7. August 2026, 12 Uhr
- Betroffen: Kfz-Verkehr, Radverkehr und Fußverkehr
Die Deutsche Bahn begründet die neue Sperrung mit Arbeiten im Zusammenhang mit der künftigen Umverlegung der Hämmerlingstraße. Diese gehört zum Berliner Projekt „Westumfahrung Bahnhofstraße“. Dafür müssen im Straßenbereich bereits jetzt Leitungen neu verlegt werden, unter anderem für Strom und Wasser. Die Bauarbeiten laufen im Bereich der Eisenbahnbrücke Hämmerlingstraße und sind mit den Arbeiten an der Bahnstrecke verknüpft.

Die Hämmerlingstraße ist im Bereich der Bahnüberführung immer wieder gesperrt. Die Arbeiten sind Teil vom Umbau am S-Bahnhof Köpenick. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Bahnhof Köpenick: Sperrung trifft ein bereits belastetes Umfeld
Für Köpenick ist die Maßnahme nicht neu. Bereits Anfang 2026 sperrte die Bahn die Hämmerlingstraße mehrere Wochen unterhalb der Bahnstrecke. Damals hing die Sperrung mit dem Einschub der neuen Fernbahnbrücke zusammen. Im April folgte die nächste Vollsperrung, ergänzt durch eine Fahrbahnverengung im Kreuzungsbereich Hämmerlingstraße, Schmale Straße und Am Bahndamm. Anfang Juni kam eine weitere kurze Sperrung hinzu.
Die neue Sperrung fällt nun aber deutlich länger aus. Sie reicht über die Sommerwochen und betrifft einen Bereich, der für den Verkehr rund um den Bahnhof Köpenick eine wichtige Rolle spielt. Sobald die Verbindung unter der Bahnbrücke wegfällt, verlagert sich Verkehr noch mehr auf die Bahnhofstraße. Die ohnehin stark von Staus betroffene Hauptverkehrsstraße wird damit noch spürbarere belastet.

Der Blick durch eine neue Tunnelunterführung an der Hämmerlingstraße zeigt den künftigen Verlauf im Umfeld der geplanten Westumfahrung Bahnhofstraße in Köpenick. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„Westumfahrung Bahnhofstraße“ soll langfristig entlasten
Die „Westumfahrung Bahnhofstraße“ soll den Durchgangsverkehr in Köpenick später neu ordnen. Geplant ist eine rund 1,3 Kilometer lange Verbindung zwischen An der Wuhlheide und dem Knoten Mahlsdorfer Straße, Stellingdamm und Bahnhofstraße. Die Trasse soll am Stadion An der Alten Försterei, am Sportkomplex Hämmerlingstraße und am Rand der Wuhlheide entlangführen.
Im Bereich Hämmerlingstraße sind bereits neue Tunnelbauwerke sichtbar. Sie hängen mit der künftigen Verkehrsführung rund um Bahntrasse, Am Bahndamm und Hämmerlingstraße zusammen. Der eigentliche Straßenbau hängt jedoch weiterhin vom Planfeststellungsverfahren ab.
Der Umbau am Bahnhof Köpenick läuft parallel weiter. Dort entsteht ein neuer Regionalbahnsteig; laut VBB sind wegen des Neubaus und weiterer Maßnahmen bis Ende 2027 wiederholt Einschränkungen vorgesehen.

Auf der Baustelle am S-Bahnhof Köpenick montieren Arbeiter Bauteile am künftigen Regionalbahnsteig. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Vollsperrung Hämmerlingstraße
Quellen: Deutsche Bahn, Bezirksamt Treptow-Köpenick, VBB
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5 Kommentare
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Das wird ein zweites Stuttgart 21, darin ist die Bahn geübt.
Aber Berlin hat ja noch den BER zur Vorlage.
Also wenn man sieht was bereits alles von der Bahn im Bereich Köpenick gebaut wurde, dann sieht das alles sehr zielstrebig und kompetent aus. Auch das hier schon vorbereitende Maßnahmen getroffen werden spricht dafür.
Insofern fällt es mir schwer die Kritik ander Bahn, mit dem Vergleich Stuttgart 21, nachzuvollziehen.
Der Stadionbau wird mit Sicherheit auch gut durchgezogen werden.
In Sachen Straßenbau durch Land/Kommunen wäre ich auch skeptisch.
Wenn die Bahn doch einmal richtig arbeiten würde dann ginge alles viel schneller.
Hauptsache die Gehälter stimmen zum Monatsende.
Ach das doch nicht schlimm. Da brauchen eben die Ersatzbusse eine halbe Stunde länger. Das wichtigste ist doch, Berlin hat jetzt endlich ein einheitliches Baustellenschild. Willkommen in Absurdistan.
Bauen auf und reißen nieder ham wir Arbeit immer wieder. Hätte man parallel bei den vorherigen Sperrungen mitmachen können. War wahrscheinlich nicht bekannt, oder vergeben.🤔