Nach dem Abriss des früheren Landeslabors in Moabit konkretisiert Berlin die Planung für das „ULAP-Quartier“ nahe dem Hauptbahnhof. Im Fokus steht zunächst Baufeld 3 an der Invalidenstraße 59.

Das ehemalige Landeslabor in Moabit wurde abgerissen. Auf dem Areal soll nun das „ULAP-Quartier“ mit 250 Wohnungen entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild / Visualisierung: ISSS | bauchplan
Der Abriss des früheren Landeslabors nahe dem Berliner Hauptbahnhof ist abgeschlossen. Für das neue „ULAP-Quartier“ in Moabit liegt jedoch noch kein konkreter Baustart vor. Die Senatsverwaltung konzentriert sich derzeit auf die Vorbereitungen für Baufeld 3.
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Invalidenstraße 57–60 / Alt-Moabit
- Größe des Gesamtareals: rund 3,9 Hektar
- Planverfahren: Bebauungsplan 1-110 in Aufstellung
- Aktueller Schwerpunkt: vorhabenbezogener Bebauungsplan für Baufeld 3
- Geplante Nutzung auf Baufeld 3: rund 250 Wohnungen, Einzelhandel
Nach dem Rückbau des früheren Landeslabors an der Invalidenstraße richtet sich der Blick auf die weitere Entwicklung des „ULAP-Quartiers“ in Moabit. Das Areal liegt zwischen Invalidenstraße, Emma-Herwegh-Straße und Alt-Moabit und zählt zu den zentralen Entwicklungsflächen nahe dem Berliner Hauptbahnhof. Das Land Berlin plant dort ein gemischt genutztes Stadtquartier mit Wohnen, Verwaltung, Einzelhandel, Schule und öffentlichen Erdgeschosszonen.

Ein Blick auf die Baustelle zu Jahresbeginn 2026. Das ehemalige Landeslabor in Moabit wurde inzwischen vollständig abgerissen und macht Platz für das „ULAP-Quartier“ mit 250 Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„ULAP-Quartier“ in Moabit: Bebauungsplan 1-110 in Aufstellung
Nach Angaben der Pressestelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen befindet sich der Bebauungsplan 1-110 für das Gesamtquartier weiter in Aufstellung. Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Absatz 2 BauGB erfolgte zuletzt im Februar 2025. Einen konkreten Termin für den Beginn der Hochbauarbeiten nennt die Verwaltung derzeit nicht.
Im Mittelpunkt steht aktuell Baufeld 3 an der Invalidenstraße 59. Dort bereitet die Senatsverwaltung eine städtebauliche Machbarkeitsuntersuchung vor. Sie soll die geplante Bebauung mit dem Ergebnis des kooperativen wettbewerblichen Dialogs von 2022 abgleichen. Anschließend soll ein hochbaulicher Realisierungswettbewerb folgen. Damit will Berlin die Planung für den Neubau weiter konkretisieren und qualifizieren.

Der Abriss auf dem Areal zwischen Invalidenstraße, Emma-Herwegh-Straße und Alt-Moabit ist abgeschlossen. Hier soll künftig ein Neubaugebiet entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Baufeld 3 soll rund 250 Wohnungen in Moabit ermöglichen
Baufeld 3 hat nach Angaben der Pressestelle Potenzial für etwa 250 Wohnungen in zentraler Innenstadtlage. Die Senatsverwaltung bewertet diesen Teil des „ULAP-Quartiers“ deshalb als wichtigen Baustein für die Berliner Wohnungsbauziele. Vor diesem Hintergrund treibt sie die Entwicklung des Baufeldes derzeit prioritär voran. Für diesen Abschnitt wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan angestrebt.
Das Gesamtquartier folgt dem Rahmenplan, den der Senat 2023 beschlossen hat. Das Konzept für das „ULAP-Quartier“ sieht fünf Baufelder vor. Im Osten sollen Hochpunkte für Verwaltungsnutzungen entstehen, unter anderem für Polizei und Justiz. Westlich davon schließen sich Baufelder mit Wohnen, Einzelhandel und sozialen Nutzungen an. Der denkmalgeschützte Urania-Saal soll erhalten bleiben und in einen Quartiersplatz eingebunden werden.
Moabit: Kein Starttermin für das „ULAP-Quartier“
Ein verbindlicher Zeitrahmen für Bau und Fertigstellung liegt derzeit nicht vor. Fest steht nur die nächste planerische Abfolge. Erste Visualisierungen liegen bereits aus dem städtebaulichen Konzept von ISSS | bauchplan vor.
Sie zeigen das „ULAP-Quartier“ als verdichtetes Neubaugebiet zwischen Hauptbahnhof, Europacity und Moabit.
ULAP-Quartier
Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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