Auf den Marienhöfen in Tempelhof soll ein neuer HOGA Campus mit Übungshotel, Azubi-Wohnungen und Bildungsangeboten entstehen. Geplant sind vier Bauphasen. Der aktuelle Zeitplan zeigt, welche Gebäude bis 2032 entstehen sollen.

Die Infografik zeigt die vier geplanten Bauphasen des HOGA Campus in Berlin-Tempelhof bis 2032 mit Übungshotel, Azubi-Wohnen, Hochschule, HOGA-Lab, OSZ Gastgewerbe und Sporthalle.

Der HOGA Campus in Tempelhof soll schrittweise bis 2032 entstehen. Die Infografik zeigt die vier geplanten Bauphasen sowie zentrale Daten zum neuen Bildungs- und Innovationsstandort. / © Grafik: ENTWICKLUNGSSTADT mit KI

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Wo früher eine Hellweg-Filiale stand, entsteht rund um die Attilastraße und Röblingstraße in Berlin-Tempelhof ein neues Stadtquartier. Die Marienhöfe sollen hier künftig Wohnen, Gewerbe und soziale Nutzungen verbinden; im südlichen Teil des Areals ist nun der HOGA Campus geplant. Das Großprojekt soll in vier Bauphasen bis 2032 wachsen und langfristig mehr als 3.000 Auszubildende und Studierende aufnehmen.

  • Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
  • Adresse: Bereich Attilastraße / Röblingstraße
  • Projektstatus: Entwicklungs- und Planungsphase
  • Baubeginn: ab 2027 vorgesehen
  • Fertigstellung: bis 2032 vorgesehen

Mit dem HOGA Campus wollen Senat, Bezirk und DEHOGA Berlin einen zentralen Ausbildungs- und Innovationsstandort für das Berliner Hotel- und Gastgewerbe schaffen. Neben der Ausbildung sollen hier auch Forschung, neue gastronomische Konzepte und der Austausch innerhalb der Branche Platz finden. Nach Angaben des Landes könnten auf dem Campus langfristig 500 bis 600 Arbeitsplätze entstehen.

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HOGA Campus Tempelhof: Übungshotel und Azubi-Wohnen machen den Anfang

Die erste Bauphase umfasst das Übungshotel und das Azubi-Wohnen. Das Hotel soll rund 160 Zimmer in zwei Kategorien erhalten und als realer Ausbildungsort dienen. Die Wohnungen sollen Auszubildenden bezahlbaren Wohnraum bieten. Außerdem sieht das Konzept optional eine Kita mit vier Gruppen für jeweils 20 Kinder vor.

In der zweiten Phase folgen nach der aktuellen Planung das Verbändehaus, ein Tourismus-Hub sowie Showrooms für Innovationen. Auch die geplanten Pop-up-Restaurants gehören zum besonderen Konzept des Campus: Dort sollen angehende Gründer gastronomische Ideen zeitlich begrenzt unter realen Bedingungen erproben können.

Baucontainer und Baustelleneinrichtung auf dem Gelände der Marienhöfe in Berlin-Mariendorf.

Auf dem südlichen Teil des Areals prägen derzeit Sandhaufen und Baucontainer die Baustelle. In den kommenden Jahren entsteht hier mit dem HOGA Campus ein neues Gewerbeareal. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Fachhochschule, HOGA-Lab und OSZ folgen in späteren Bauphasen

Die dritte Bauphase konzentriert sich stärker auf Bildung und Forschung. Geplant sind eine Fachschule beziehungsweise Hochschule, Seminarflächen und das HOGA-Lab. Letzteres soll Forschung und die Entwicklung neuer Technologien für Hotellerie und Gastronomie ermöglichen. Die Projektunterlagen sehen zudem ein Innovationszentrum vor, in dem neue Technik präsentiert und praktisch getestet werden kann.

Den Abschluss bildet die vierte Phase mit dem OSZ Gastgewerbe. Dazu gehören nach der Präsentation eine Mensa sowie eine Zweifeld-Sporthalle mit zusätzlicher Sportfläche auf dem Dach. Insgesamt nennt die Planung rund 65.200 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Für den Campus rechnen die Projektverantwortlichen langfristig mit einer täglichen Belegung von rund 4.100 Menschen.

HOGA Campus bis 2032 geplant – doch Voraussetzungen noch offen

Der Zeitplan reicht derzeit bis 2032. Bevor sämtliche Gebäude entstehen können, müssen jedoch weitere Voraussetzungen erfüllt werden. Der Bezirk beschloss im Mai 2026 die Aufstellung des Bebauungsplans 7-95-1, um die bislang als Gewerbegebiet festgesetzte südliche Fläche planungsrechtlich für den Campus nutzbar zu machen. Das Verfahren läuft weiterhin.

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Auch die wirtschaftliche Grundlage steht noch nicht endgültig fest. Das Land Berlin will das Grundstück erwerben und der HOGA Campus Berlin eG im Erbbaurecht überlassen. Finanzstaatssekretär Wolfgang Schyrocki machte bei der Vorstellung jedoch deutlich, dass dafür ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine haushaltsrechtlich belastbare Beteiligung Berlins nötig seien.

HOGA Campus

 

Quellen: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

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