Berlin setzt beim sozialen Wohnungsbau weiter auf Rekordniveau: Für 2025 wurden 5.175 neue Sozialwohnungen bewilligt. Neben Neubauten fließt die Förderung gezielt in Modernisierung, Barrierefreiheit und spezielle Wohnformen. Auch 2026 plant die Stadt zusätzliche Impulse für bezahlbares, klimafreundliches und solidarisches Wohnen.

Baustelle WBM Neubau an der Rathenower Straße

An der Rathenower Straße in Berlin-Moabit entsteht derzeit ein neues Wohnquartier der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM. Von den 108 Wohnungen werden 91 öffentlich gefördert und stehen Haushalten mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung Titelbild: Kimavi

ANZEIGE

 

Wer in Berlin auf Wohnungssuche ist, weiß, wie schwer es ist, etwas Bezahlbares zu finden. Die Stadt will darauf mit einer konsequenten Ausbaupolitik reagieren: Neubauten, Förderprogramme für verschiedene Einkommensgruppen und gezielte Modernisierungen sollen dafür sorgen, dass mehr Menschen langfristig in der Stadt bleiben können.

Neuer Rekord: Berlin bewilligt 2025 über 5.000 Sozialwohnungen

In dem Zusammenhang hat die Stadt Berlin im Jahr 2025 insgesamt 5.175 Sozialwohnungen bewilligt und damit zum zweiten Mal in Folge die 5.000er-Marke übertroffen. Die bewilligten Wohnungen entstehen in 57 Neubauprojekten mit insgesamt 7.819 Wohneinheiten. Ziel des Senats ist es, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen zu schaffen, unterstützt durch Fördermittel von rund 1,3 Milliarden Euro.

ANZEIGE

Ein großer Teil der Neubauten richtet sich an die unterste Einkommensgruppe, aber auch Haushalte mit mittleren Einkommen profitieren von den Förderungen. Zudem werden rund 80 Prozent der Wohnungen von landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften errichtet, während genossenschaftliche Projekte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Sieben Neubauvorhaben von Genossenschaften mit 617 Wohnungen erhielten 2025 Bewilligungen, darunter 483 Sozialwohnungen.

Housing-First: Spezielle Förderung für besondere Bedarfe

Neben dem Neubau investiert Berlin gezielt in Wohnangebote für Menschen mit besonderen Bedarfen. 34 Housing-First-Wohnungen sollen wohnungslosen Menschen dauerhaftes Wohnen ermöglichen. Außerdem wurden 15 Projekte sozialer Träger mit rund 200 Plätzen in die Trägerförderung aufgenommen. Auch Studierende profitieren: 255 neue Wohnheimplätze wurden im Rahmen des Programms „Junges Wohnen“ bewilligt.

Darüber hinaus wird der bestehende Wohnungsbestand gesichert und modernisiert. Sechs Projekte mit 449 Wohnungen erhielten 2025 Fördermittel, um Mietpreis- und Belegungsbindungen dauerhaft zu sichern und bezahlbaren Wohnraum langfristig zu schützen.

ANZEIGE

Neue Impulse für 2026: Stadt startet Programme für innovative Wohnformen

Für 2026 plant Berlin weitere Maßnahmen, die soziale, barrierefreie und klimaverträgliche Wohnformen stärken sollen. Geplante Förderbestimmungen sollen mehr Planungssicherheit schaffen und Barrierefreiheit im sozialen Wohnungsbau besonders honorieren. Gleichzeitig soll eine neue energetische Modernisierungsrichtlinie CO₂-Emissionen im Mietwohnungsbestand reduzieren, ohne die soziale Verträglichkeit zu gefährden.

Zusätzlich startet die Stadt Programme für innovative Wohnformen. Das Programm „Wohnen für Hilfe“ bringt erstmals berlinweit Menschen mit Wohnraumbedarf und Unterstützungsbedarf zusammen, um generationenübergreifendes, solidarisches Zusammenleben zu fördern. Ergänzend werden kostenlose Erstberatungen für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern angeboten, um An- und Umbaumaßnahmen zur effizienteren Nutzung von Wohnraum zu unterstützen. Bewährte Programme wie „Generationen Wohnen“ zur Förderung von Mehrgenerationenwohnen werden fortgeführt.

„Berlin ‚liefert‘ beim sozialen Wohnungsbau“: Gaebler zieht positive Bilanz

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, ließ durchblicken, dass Berlin beim sozialen Wohnungsbau klare Prioritäten setze. Mit Bewilligungen auf Rekordniveau, gezielten Investitionen in den Bestand und passgenauen Wohnangeboten für verschiedene Lebenslagen werde dauerhaft bezahlbarer Wohnraum geschaffen und zugleich der soziale Zusammenhalt in der Stadt gestärkt.

ANZEIGE

Wie schnell sich das auf dem Wohnungsmarkt tatsächlich bemerkbar macht, lässt sich noch nicht sagen. Angesichts der erwarteten Bevölkerungsentwicklung bis 2040, wenn die Hauptstadt auf mehr als vier Millionen Einwohnerinnen und Einwohner wächst, dürfte die Herausforderung jedoch weiter bestehen bleiben

Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

One Comment

  1. […] Weiter auf ENTWICKLUNGSSTADT … […]

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.