In Frankfurt-Heddernheim wurde der erste Bauabschnitt des neuen Wohnquartiers an der Sandelmühle abgeschlossen. Über 120 Mietwohnungen, davon rund 100 gefördert, sind entstanden. Das Projekt von ABG Frankfurt Holding und Ten Brinke entwickelt sich damit sichtbar weiter.

Der Nord-Westen Frankfurts wächst: Einige Wohngebäude und Stadthäuser im neuen Quartier an der Sandelmühle sind im ersten Bauabschnitt bereits fertiggestellt und stehen schon zum Verkauf und zur Vermietung. / © Foto: ABG Holding Frankfurt / J. Mueller
© Fotos: ABG Frankfurt Holding / J. Mueller
In Heddernheim schreitet der Bau des neuen Quartiers an der Sandelmühle voran. Der erste Bauabschnitt ist nun abgeschlossen und bald bezugsfertig: Drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 121 Mietwohnungen sowie eine Tiefgarage mit 68 Stellplätzen sind entstanden. Von den neuen Wohnungen werden 103 im Rahmen städtischer Förderprogramme angeboten.
Das Bauvorhaben, das ABG Frankfurt Holding gemeinsam mit dem Projektentwickler Ten Brinke realisiert, umfasst auf einer Fläche von 4,5 Hektar insgesamt neun Mehrfamilienhäuser, 67 Stadthäuser und eine Kindertagesstätte. Der Standort liegt direkt an der Olof-Palme-Straße und der U-Bahn-Linie U2.
Ab Herbst 2025: Geförderte und freifinanzierte Wohnungen im Quartier an der Sandelmühle
Die Stadt Frankfurt unterstützt die Bauvorhaben finanziell. Rund 20 Millionen Euro an Fördermitteln flossen in die neu errichteten Gebäude, darunter 51 Sozialwohnungen und 52 Mittelstandswohnungen. Für letztere benötigen Mieterinnen und Mieter einen sogenannten „Fairmieten-Schein“, der über eine städtische Plattform beantragt werden kann.
Die geförderten Wohnungen sollen ab Oktober 2025 zu Mieten ab 5,50 Euro bzw. 8,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Ergänzt werden sie durch 18 freifinanzierte Wohnungen, die bereits vermietet sind. Hier liegt die Nettokaltmiete bei etwa 16,90 Euro pro Quadratmeter.
Neuer Wohnraum in Frankfurt-Heddernheim: Energieeffizienz und soziale Mischung im Fokus
Alle Gebäude im neuen Quartier entstehen im Passivhausstandard. Damit wird nicht nur der Energieverbrauch gesenkt, sondern auch ein langfristig nachhaltiges Wohnen ermöglicht. Die ABG betonte, dass durch die Verbindung von gefördertem und freifinanziertem Wohnraum eine soziale Mischung im Quartier erreicht werde.
Frankfurts Planungsdezernent Marcus Gwechenberger erklärte, dass am Grüngürtel ein lebendiges Quartier mit guter Verkehrsanbindung entstehe, das sowohl Familien als auch Einzelpersonen ansprechen könne. Auch die neue Kita im Quartier soll die Attraktivität des Standorts erhöhen.
Gewerbe wurde Wohnraum: Kooperation von Wohnungswirtschaft und Stadt
Laut ABG-Geschäftsführer Frank Junker ist das Projekt ein Beispiel für die erfolgreiche Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnraum. Der Dank gelte auch dem benachbarten Unternehmen Diehl Aerospace, das die Umnutzung ermöglicht habe. So sei es möglich, neuen Wohnraum zu schaffen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.
Auch Ten Brinke sieht das Projekt positiv. Die Niederlassungsleiterin Julia Schönhals betonte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt und verwies auf die Lagequalität. Neben der Nähe zur Nidda und dem Grüngürtel böten sich zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, ergänzt durch eine gute Anbindung an Einkaufs- und Bildungseinrichtungen.
Fortschritte im Neubauquartier an der Sandelmühle: Nächste Bauabschnitte bis 2027 geplant
Während die ersten Wohnungen bald bezogen werden können, laufen die Planungen für die nächsten Bauphasen bereits. Bis Ende 2027 will Ten Brinke für die ABG weitere 40 Mietwohnungen im Passivhausstandard errichten. Parallel dazu schreitet auch die Vermarktung der Stadthäuser im Quartier voran.
Ob das Projekt langfristig zu einer Entlastung des Frankfurter Wohnungsmarkts beiträgt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass in Heddernheim ein neues, gemischtes Quartier entsteht, das Wohnraum für unterschiedliche Einkommensgruppen bietet und zugleich Wert auf Nachhaltigkeit legt.
Quellen: ABG Frankfurt Holding, Ten Brinke
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