Das Studierendenwerk Frankfurt am Main plant die umfassende Modernisierung und Erweiterung der Wohnheime an der Ginnheimer Landstraße in Bockenheim. Durch Umbau, Nachverdichtung und Neubauten soll hier ein studentisches Quartier mit über 1.000 Wohneinheiten entstehen.

Studierendenwohnheim-Ginnheimer-Landstrasse

Die Wohnheime Ginnheimer Landstraße 40 und 42 bilden gemeinsam das größte Studierendenwohnheim des Studierendenwerks Frankfurt am Main. Haus 40 wurde 1972 errichtet und 1998 saniert, das benachbarte Haus 42 wurde 1974 gebaut. / © Foto: Wikimedia Commons, Frank C. Müller, CC BY-SA 4.0

© Foto Titelbild: Studierendenwerk, Lengfeld & Wilisch Architekten
© Foto: Wikimedia Commons, Frank C. Müller, CC BY-SA 4.0

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Das Studierendenwerk Frankfurt am Main modernisiert und erweitert die Wohnheime Ginnheimer Landstraße 40 und 42 in Bockenheim, um mehr Studierendenwohnungen bereitzustellen. Die bestehenden Gebäude sind in die Jahre gekommen und ihre Kapazität reicht nicht mehr aus, um die steigende Nachfrage zu decken.

Die Bedeutung des Standorts zeigt sich in der Größe der Wohnheime: Haus 40, errichtet 1972 und 1998 saniert, bietet 286 Wohneinheiten, das benachbarte Haus 42 aus dem Jahr 1974 weitere 445. Zusammen bilden sie das größte Studierendenwohnheim des Studierendenwerks in Frankfurt.

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Umbau der Bestandsgebäude und Planung eines verdichteten Wohnquartiers mit über 1.000 Wohneinheiten

Vorgesehen ist eine umfassende Modernisierung und behutsame Transformation der bestehenden Gebäude sowie die Ergänzung des Areals durch Neubauten. Die vorhandene Tiefgarage wird dabei sinnvoll in das Gesamtkonzept eingebunden. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden entsteht zudem ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept, das auf einen minimalen Bedarf an PKW-Stellplätzen ausgerichtet ist und nachhaltige Mobilitätsformen stärkt.

Das städtebauliche Konzept sieht ein verdichtetes studentisches Quartier mit über 1.000 Wohneinheiten vor, das sich mit den 2022 errichteten Neubauten Ginnheimer Landstraße 39 a–c sowie den umliegenden Wohngebieten und Grünflächen verzahnt und gleichzeitig eine hohe Wohn- und Freiraumqualität sicherstellt.

Mehrfachbeauftragung und Wettbewerbsergebnis für den Neubau und Umbau der Wohnheime Ginnheimer Landstraße

Für das Projekt wurde ein anonymes Mehrfachbeauftragungsverfahren mit sechs Architekturbüros durchgeführt, das Ende Juli 2025 abgeschlossen wurde. In der Jury waren neben freien Architektinnen und Architekten auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Frankfurt, des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum sowie der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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Der erste Preis ging an Lengfeld & Wilisch Architekten aus Darmstadt, der zweite Preis an Ferdinand Heide Architekten aus Frankfurt am Main und der dritte Preis an Turkali Architekten, ebenfalls aus Frankfurt. Die Jury empfahl die Umsetzung des erstplatzierten Entwurfs, da er durch die städtebauliche Anordnung der Baukörper überzeugte und die Maßstäblichkeit zu den Bestands- und Nachbargebäuden berücksichtigte. Zudem verband der Entwurf zentrale Platzbildungen mit funktionalen Gemeinschaftsbereichen und sah eine abwechslungsreiche Wegeführung vor, die die angrenzenden Grünflächen einbezog.

Vorgefertigte Wohn- und Gemeinschaftsmodule für wirtschaftliche Umsetzung – Zeitrahmen noch ungewiss

Der Siegerentwurf setzt auf eine Hybrid-Modulbauweise, die eine Vorfertigung der Wohn- und Gemeinschaftsmodule in hoher Stückzahl ermöglicht und damit eine wirtschaftliche Umsetzung des Projekts sicherstellt. Die beiden bestehenden Hochhäuser 40 und 42 werden unter Nutzung des vorhandenen Tragsystems in unabhängige Einzelappartements umgewandelt.

Mit der Umsetzung des Siegerentwurfs sollen die Wohnheime Ginnheimer Landstraße 40–42 technisch modernisiert und städtebaulich in das bestehende Quartier integriert werden. Über den weiteren Verlauf des Projekts, einschließlich Baubeginn, Fertigstellungstermin oder der konkreten Umsetzungsschritte, liegen aktuell jedoch noch keine offiziellen Angaben vor.

Studierendenwohnheim-Ginnheimer-Landstrasse

Die bestehenden Gebäude der Wohnheime an der Ginnheimer Landstraße 40–42 sind in die Jahre gekommen und ihre Kapazität reicht nicht mehr aus, um die steigende Nachfrage zu decken. / © Foto: Wikimedia Commons, Frank C. Müller, CC BY-SA 4.0

Quellen: Studierendenwerk Frankfurt am Main, Wikipedia, Lengfeld & Wilisch Architekten

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