Hamburg und der Kreis Pinneberg prüfen die U5-Verlängerung von Osdorfer Born nach Schenefeld. Eine Machbarkeitsstudie soll Trasse und Nutzen klären.

Die geplante U5-Haltestelle Arenen soll den Volkspark direkt an das U-Bahn-Netz anbinden. Von hier aus soll die U5 künftig weiter über Lurup bis zum Osdorfer Born führen. / © Visualisierung: HOCHBAHN
© Titelbild: HOCHBAHN
Die U5 soll den Hamburger Westen künftig bis zum Osdorfer Born erschließen. Doch dort könnte die neue U-Bahn-Linie noch nicht enden. Hamburg und der Kreis Pinneberg prüfen nun gemeinsam, ob sich die Strecke über die Landesgrenze hinaus bis nach Schenefeld verlängern lässt. Damit beginnt für die Stadt in Schleswig-Holstein eine neue Phase in der seit Jahren geführten Debatte um einen eigenen Schienenanschluss.
- Ort: Schenefeld, Kreis Pinneberg / Osdorfer Born, Hamburg
- Projekt: mögliche Verlängerung der U5 von Osdorfer Born nach Schenefeld
- Projektstatus: Machbarkeitsuntersuchung vereinbart
Hamburg und der Kreis Pinneberg haben dafür eine Vereinbarung geschlossen. Die Hamburger Hochbahn übernimmt die Untersuchung. Weil der überwiegende Teil einer möglichen Strecke auf dem Gebiet des Kreises Pinneberg liegen würde, übernimmt der Kreis die Federführung bei der Koordination. Hamburg soll vor allem bei Fragen helfen, die Streckenabschnitte innerhalb des Stadtgebiets betreffen. Schleswig-Holstein und die Stadt Schenefeld unterstützen das Vorhaben.

So könnte die neue U5-Station am Volkspark künftig aussehen. Die geplante Haltestelle soll Teil der westlichen U5-Verlängerung Richtung Lurup und Osdorf werden. / © Visualisierung: HOCHBAHN
U5-Verlängerung: Trasse nach Schenefeld steht noch nicht fest
Die Untersuchung soll weit mehr klären als die grundsätzliche Frage, ob sich eine U-Bahn nach Schenefeld bauen lässt. Geprüft werden mögliche Trassen und Haltestellenlagen sowie technische und betriebliche Anforderungen. Auch Umweltfragen, Folgen für die Stadtentwicklung und die Einbindung in das bestehende Verkehrsnetz gehören zum Auftrag. Hinzu kommen das Nutzen-Kosten-Verhältnis und mögliche Folgekosten. Erst auf Basis dieser Ergebnisse wollen die Beteiligten über weitere Planungsschritte entscheiden.
Damit unterscheidet sich der Abschnitt nach Schenefeld deutlich von der bereits weiter fortgeschrittenen Planung auf Hamburger Gebiet. Für die U5-Verlängerung durch Lurup bis Osdorfer Born hat Hamburg im Mai 2026 bereits eine Vorzugsvariante festgelegt. Sie führt von der Haltestelle Arenen nach Lurup Mitte am Lüttkamp und weiter zur geplanten Station Osdorfer Born im Kroonhorst direkt am Born Center. Rund 33.000 Fahrgäste sollen diesen Abschnitt später täglich nutzen.

Die U5 soll wichtige Ziele in Hamburg miteinander verbinden. Die Darstellung zeigt unter anderem City Nord, Hauptbahnhof, Universität, UKE und die Arenen im Volkspark. / © Visualisierung: HOCHBAHN
Schenefeld hat bislang keinen eigenen Bahnanschluss
Eine Weiterführung würde an diesem künftigen Endpunkt ansetzen. Nach Angaben des NDR geht es um eine Strecke von knapp zwei Kilometern. Schenefeld mit rund 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern besitzt bislang weder einen U-Bahn- noch einen S-Bahn-Anschluss. Die Stadt liegt unmittelbar an der Hamburger Grenze und ist im öffentlichen Nahverkehr derzeit vor allem über Buslinien mit Hamburg verbunden.
Die gesamte U5 soll nach der derzeitigen Hamburger Planung von Bramfeld über die Innenstadt und den Hamburger Hauptbahnhof bis in den Westen führen. Bis Osdorf sind rund 29 Kilometer Strecke und 24 Haltestellen vorgesehen. Für die Gesamtlinie erwartet Hamburg nach der Verlängerung nach Lurup und Osdorf rund 345.000 Fahrgäste pro Tag.
Ob künftig auch Schenefeld Teil dieses Netzes wird, ist dagegen noch völlig offen. Darüber entscheidet zunächst das Ergebnis der jetzt gestarteten Machbarkeitsuntersuchung.
U5-Verlängerung nach Schenefeld
Quellen: Freie und Hansestadt Hamburg, Kreis Pinneberg, Hamburger Hochbahn AG, NDR
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