Die Verlängerung der U5 ins Frankfurter Europaviertel geht in die nächste Bauphase. Für Betonarbeiten im Tunnelbereich kommt es ab Anfang August rund um den Platz der Republik regelmäßig zu Einschränkungen für den Verkehr.

Der Ausbau der U5 ins Europaviertel schreitet weiter voran und bringt umfangreiche Bauarbeiten entlang der neuen Strecke mit sich. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Die Verlängerung der Frankfurter U-Bahn-Linie U5 ins Europaviertel schreitet weiter voran. Während unter der Erde der Ausbau der neuen Strecke läuft, müssen sich Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer rund um den Platz der Republik ab Anfang August auf zeitweise Einschränkungen einstellen. Grund sind umfangreiche Betonarbeiten im Tunnelabschnitt zwischen dem Anschluss an die bestehende U5-Strecke und der künftigen Station Güterplatz.
Im unterirdischen Streckenbereich werden derzeit wichtige Bauteile für den späteren Betrieb der Stadtbahn hergestellt. Dazu gehören unter anderem Schachtleerrohrsysteme in beiden Tunnelröhren, die künftig Versorgungsleitungen aufnehmen und gleichzeitig als Rettungssteg dienen sollen. Zusätzlich entsteht die sogenannte Gleistragplatte, auf der später die Schienen montiert werden.
Platz der Republik: Beton wird über Notausstieg in den Tunnel gebracht
Für die anstehenden Arbeiten sind größere Betonmengen erforderlich. Der Baustoff wird über eine stationäre Betonpumpe an der Düsseldorfer Straße 21 in den Tunnel eingebracht. Als Zufahrt und Übergabefläche dient dabei eine gesperrte Fahrspur im Bereich der Baustelle. Auch ein gesperrter Rechtsabbieger von der Mainzer Landstraße in Richtung Hauptbahnhof wird als Stellfläche für Betonmischer genutzt.
Nach Angaben der Projektverantwortlichen werden an den sogenannten Betonage-Tagen jeweils acht bis zehn Fahrzeuge erwartet. Die dadurch notwendigen Verkehrsmaßnahmen beginnen am Montag, 3. August, und sollen voraussichtlich bis Ende März 2027 jeweils an zwei Werktagen pro Woche umgesetzt werden.
Sperrungen im August: Was Verkehrsteilnehmende wissen müssen
Betroffen sind mehrere Verkehrsachsen rund um den Platz der Republik. In der Mainzer Landstraße wird der Rechtsabbieger in Richtung Düsseldorfer Straße und Hauptbahnhof gesperrt, der Verkehr wird über eine andere Spur geführt.
Auch in der Friedrich-Ebert-Anlage entfällt zeitweise eine Geradeausspur. In der Düsseldorfer Straße wird der Verkehr im Baustellenbereich einspurig geführt. Für Radfahrende und Lastwagen werden Umleitungen eingerichtet.
U5-Verlängerung bindet neues Quartier an
Mit dem Projekt „Stadtbahn Europaviertel“ entsteht eine neue Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem westlich gelegenen Stadtquartier. Die rund 2,7 Kilometer lange Strecke soll die U5 über den bisherigen Endpunkt hinaus verlängern und das Europaviertel direkt an das Frankfurter Nahverkehrsnetz anbinden.
Die Strecke umfasst insgesamt vier neue Stationen. Während der Bahnhof Güterplatz unterirdisch entsteht, werden die Haltestellen Emser Brücke/Messe, Europagarten und Europaviertel West oberirdisch gebaut. Bereits fertiggestellt sind zentrale Rohbauabschnitte der Tunnelröhren sowie die Rampe, über die die Stadtbahn später auf die Europa-Allee geführt wird.
Für Planung und Umsetzung ist die Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH (SBEV) verantwortlich. Das Unternehmen gehört zu 51 Prozent der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und zu 49 Prozent der Stadt Frankfurt am Main.
Platz der Republik
Quellen: Stadt Frankfurt am Main
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