Die Sanierung am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz verzögert sich um rund 1,5 Jahre. Der neue Zeitplan sieht die Fassade im Sommer 2026 und das Dach im Herbst 2026 vor.

Der Eingangsbereich des U-Bahnhofs Elsterwerdaer Platz ist derzeit vollständig eingerüstet. Die Sanierung der Fassade verzögert sich, der aktuelle Zeitplan sieht einen Abschluss der Arbeiten im Jahr 2026 vor. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Seit 2023 saniert die BVG das Empfangsgebäude am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz. Eigentlich sollten die Arbeiten Ende 2024 abgeschlossen sein. Nun verschiebt sich die Fertigstellung der Fassade auf den Sommer 2026, die Dachsanierung folgt erst im Herbst 2026. Warum dauert das Projekt deutlich länger?
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz
- Projektstart: 2023
- Ursprünglicher Zeitplan: Abschluss der geplanten Arbeiten Ende 2024
- Neuer Zeitplan: Fassade Sommer 2026, Dach Herbst 2026
Die Sanierung am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz der Linie U5 kommt langsamer voran als zunächst geplant. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hervor. Grundlage sind Angaben der BVG. Demnach laufen die Arbeiten seit 2023. Bereits umgesetzt wurden die Trogsanierung an Gleis 1 und Gleis 2, der Einbau taktiler Leitsysteme, Maßnahmen zur Sicherung des Brückenkopfes und Teile der Fassadensanierung.
Der Vergleich mit einer älteren parlamentarischen Anfrage zeigt die Verschiebung deutlich. Im Herbst 2023 ging die BVG noch davon aus, dass die Trogsanierung an Gleis 1 und die Fassadensanierung im Laufe des Jahres 2024 abgeschlossen werden. Für alle damals geplanten Arbeiten nannte sie Ende 2024 als Ziel. Inzwischen nennt die BVG den Sommer 2026 für die Fassade und Herbst 2026 für das Dach. Damit liegt die Verzögerung bei rund eineinhalb Jahren.

Auch die Bahnsteigseite des U-Bahnhofs Elsterwerdaer Platz ist eingerüstet. Die Sanierung erfolgt abschnittsweise. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz: Mehr Schäden bremsen den Zeitplan
Als Hauptgrund nennt die BVG ein deutlich größeres Schadensbild als ursprünglich angenommen. Beim Bauen im Bestand zeigte sich demnach mehr Sanierungsbedarf. Dadurch entstanden zusätzliche Arbeiten und neue Abstimmungen. Schon 2023 hatte die BVG erklärt, dass sich der Untergrund nach Freilegung betroffener Bereiche anders verhalten habe als erwartet. Deshalb musste sie Planungen anpassen und baulich umsetzen.
Hinzu kamen weitere Faktoren. Die Fassadenarbeiten hängen stark vom Wetter ab. Temperatur, Regen und große Hitze beeinflussen den Bauablauf. Außerdem musste die BVG zusätzliche Farbuntersuchungen durchführen. Auch andere Baumaßnahmen wirken auf den Ablauf ein, vor allem die Trogsanierung. Die Trogsanierung umfasst die Instandsetzung des betonierten Bauwerks, in dem die Gleise liegen. Dabei repariert die BVG Schäden am Beton und erneuert Abdichtungen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.

Die Fertigstellung der Fassade verschiebt sich auf den Sommer 2026, die Dachsanierung folgt erst im Herbst 2026. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Denkmalschutz, Barrierefreiheit und weitere Arbeiten an der U5
Im vergangenen Sommer und Herbst schränkte zudem eine Baustelle der Berliner Wasserbetriebe die Arbeiten zeitweise ein. In der aktuellen Antwort nennt die BVG auch einen Wasserrohrbruch als Störfaktor.
Dazu kommt: Der U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz gehört seit November 2023 zu den neun U5-Bahnhöfen zwischen Tierpark und Hönow, die das Landesdenkmalamt in die Denkmalliste aufgenommen hat. Die BVG erklärt, dass bei Fassade und Brückengeländern Denkmalschutzbelange zu beachten seien.

Vom Elsterwerdaer Platz aus ist das großflächige Baugerüst am U-Bahnhof deutlich sichtbar. Die Sanierungsarbeiten dauern länger als ursprünglich geplant. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz: Barrierefreiheit bleibt offen
Unabhängig von der laufenden Sanierung beschäftigt sich die BVG außerdem mit der Barrierefreiheit des Bahnhofs. Der U-Bahnhof verfügt über eine Rampe, jedoch erfüllt diese nach Angaben der BVG nicht vollständig die heutige DIN-Vorgabe von sechs Prozent Neigung. Die vorhandene Neigung liegt bei zehn Prozent. Für Elsterwerdaer Platz und weitere U5-Bahnhöfe liefen 2024 Standortuntersuchungen für Aufzüge in der Vorplanung. Einen konkreten Einzelzeitplan gab es damals noch nicht.
Aktuell soll zunächst die Fassadenseite an Gleis 2 fertiggestellt werden. Danach folgt die zweite Fassadenseite im Laufe des Sommers 2026. Anschließend bereitet die BVG die Dachsanierung vor. Dafür soll ein Gerüst auf der Seite von Gleis 1 aufgebaut werden. Vorher müssen jedoch noch Einrichtungen vor Ort geklärt werden. Einen belastbaren Gesamtabschluss nennt die BVG deshalb nur eingeschränkt. Der Zeitplan bleibt abhängig von externen Beteiligten und weiteren Rahmenbedingungen.
U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz
Quellen: Schriftliche Anfrage im Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/26171, BVG, Landesdenkmalamt Berlin
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Eine Rampe mit einer Steigung von 10 Prozent ist aber immer zuverlässiger als ein Aufzug.