Die Sanierung des U-Bahnhofs Bismarckstraße in Charlottenburg zieht sich deutlich länger hin als ursprünglich geplant. Nach Angaben des Senats soll der letzte noch ausstehende Bauabschnitt frühestens 2029 abgeschlossen sein – über zehn Jahre später als einst vorgesehen.

Geflieste Wand der U-Bahnstation Bismarckstraße in Charlottenburg-Wilmersdorf mit U-Bahntafel "Bismarckstraße U2"

Die Sanierung des U-Bahnhofs Bismarckstraße gehört zu den langwierigeren Infrastrukturprojekten der Berliner U-Bahn. Seit dem Start der Arbeiten im Jahr 2015 verzögert sich die Fertigstellung immer wieder und ist inzwischen nicht vor 2029 zu erwarten. / © Foto: Wikimedia Commons, derhuerst, CC0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Bildarbeiter, CC BY-SA 4.0

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Seit Jahren gehört der U-Bahnhof Bismarckstraße in Charlottenburg zu den sichtbaren Problemstellen im Berliner Nahverkehr. Was ursprünglich innerhalb weniger Jahre abgeschlossen werden sollte, dauert inzwischen fast eineinhalb Jahrzehnte. Die Sanierung des wichtigen Umsteigebahnhofs zwischen U2 und U7 wird nach aktuellem Stand frühestens im Juni 2029 beendet sein.

Die Bauarbeiten hatten im Juli 2015 begonnen. Damals ging die BVG von einer deutlich kürzeren Bauzeit aus. In einer aktuellen Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage heißt es nun, dass vor allem die noch ausstehende Deckenabhängung am U7-Bahnsteig den Abschluss der Arbeiten verzögert.

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  • Projekt: Sanierung des U-Bahnhofs Bismarckstraße
  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Baubeginn: Juli 2015
  • Ursprünglich geplante Fertigstellung: 2018
  • Neue geplante Fertigstellung: frühestens Juni 2029

Dauerbaustelle Bismarckstraße: Letzter Bauabschnitt mit engen Zeitfenstern

Nach Angaben der BVG befindet sich die Ausführungsplanung für die Deckenabhängung derzeit in Vorbereitung. Anschließend müssen Vergabe und Beauftragung erfolgen. Die eigentlichen Arbeiten können wegen des laufenden U-Bahn-Betriebs überwiegend nur während nächtlicher Sperrpausen stattfinden. Dadurch rechnet die BVG allein für diesen Abschnitt mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren.

Ein genauer Zeitplan soll erst vorliegen, wenn das Vergabeverfahren abgeschlossen und die Bauleistungen vergeben sind. Der Senat verweist zudem darauf, dass derzeit keine Angaben zu den Gesamtkosten der Sanierung gemacht werden können. Gründe dafür seien vergaberechtliche Vorgaben.

Der neu gestaltete Treppenabgang mit grünen und roten Fliesen gehört zu den bereits abgeschlossenen sichtbaren Bereichen der Sanierung am U-Bahnhof Bismarckstraße.

Während einzelne Bereiche des U-Bahnhofs bereits modernisiert und fertiggestellt sind, fehlt weiterhin ein wichtiger Teil der Sanierung: Die Arbeiten an der Decke des U7-Bahnsteigs stehen noch aus. / © Foto: Wikimedia Commons, Dasas, CC BY-SA 4.0

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Charlottenburger Umsteigepunkt bleibt im Fokus

Der Bahnhof Bismarckstraße ist ein wichtiger Knotenpunkt im Westen Berlins. Hier treffen die U2 und die U7 aufeinander, entsprechend viele Fahrgäste nutzen die Station täglich. Die Verzögerungen bei der Sanierung sorgen deshalb seit Jahren für Aufmerksamkeit.

Mit einer Fertigstellung im Jahr 2029 dauert die Modernisierung deutlich länger als ursprünglich vorgesehen. Wann die letzten sichtbaren Baustellenspuren tatsächlich verschwinden, hängt nun vom weiteren Verlauf von Planung und Vergabe ab.

U-Bahnhof Bismarckstraße

Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 26 442, Schriftliche Anfrage

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3 Kommentare

  1. M.Resch 17. Juli 2026 at 18:58 - Reply

    Das ist sicherlich der Zeitrahmen den man auch für die Sanierung der U6 nach Tegel ins Auge fassen kann.

  2. Schwindi 18. Juli 2026 at 06:11 - Reply

    Die Arbeiten sind schon soweit abgeschlossen, nun soll nur die Decke fertiggebaut werden. Dafür ist es verständlich, dass man nicht unbedingt den Betrieb beeinträchtigen möchte, was dann zu sehr lange Bauzeiten führt. Grundsätzlich ist das ein guter Ansatz – bei den alternativen Möglichkeiten hätten direkt die Fahrgäste das Nachsehen.

  3. Joachim Saint-Paul 20. Juli 2026 at 17:20 - Reply

    Ich frage mich, warum die Ausführungsplanung für die Deckenabhängung erst jetzt erfolgt

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