An der TU Berlin könnten nach der Schließung des Hauptgebäudes weitere Gebäude betroffen sein. Externe Gutachter prüfen derzeit den Zustand der Universität.
© Titelbild: Wikimedia Commons, Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0
Die Gebäudekrise an der TU Berlin weitet sich aus. Nach dem Hauptgebäude und dem Gebäude „BH-N“ hält Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra weitere Schließungen für möglich. Derzeit prüfen externe Gutachter alle Gebäude der Universität.
- Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
- Hauptgebäude: Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
- Status: seit 9. Mai 2026 geschlossen
- Grund: bauliche Mängel und Brandschutzprobleme
Entscheidend seien die Ergebnisse externer Sachverständiger, die im Auftrag der TU Berlin derzeit alle Gebäude der Universität begutachten. Parallel prüft die Bauaufsicht Charlottenburg-Wilmersdorf den Brandschutz auf dem gesamten Campus.

Die Universitätsbibliothek der TU Berlin konnte nach der Behebung eines technischen Defekts an der Notstromversorgung wieder öffnen. Im Zuge der aktuellen Prüfungen werden auch hier bauliche und sicherheitsrelevante Anlagen kontrolliert. / © Foto: TU Berlin / Nadja Wohlleben
TU Berlin: Weitere Gebäude werden geprüft
Die Senatorin machte deutlich, dass der Schutz von Studierenden, Beschäftigten und Besuchern Vorrang habe. Sollten die Gutachter erhebliche Mängel feststellen, müssten Gebäude im Zweifel geschlossen werden. Als ein zentrales Problem nannte Czyborra den großen Rückstau bei Prüfungen und Sanierungen. Nach ihren Angaben fanden solche Kontrollen in den vergangenen Jahren nicht im notwendigen Umfang statt.
Bereits seit dem 9. Mai 2026 bleibt das Hauptgebäude der TU Berlin an der Straße des 17. Juni 135 geschlossen. Bei einer Begehung durch Bauaufsicht und Feuerwehr waren erhebliche bauliche Mängel festgestellt worden. Betroffen sind Büros, Veranstaltungen, Verwaltungseinheiten und Lehrveranstaltungen.
Rund 350 Lehrveranstaltungen pro Woche mussten verlegt, digital organisiert oder neu geplant werden. Einen Termin für die Wiedereröffnung gibt es bislang nicht. Das Hauptgebäude bleibt mindestens bis zum Ende des Sommersemesters geschlossen.
TU Berlin: Wie geht es mit geschlossenen Gebäuden weiter?
Auch das Gebäude „BH-N“ für Bergbau und Hüttenwesen am Ernst-Reuter-Platz kann derzeit nicht genutzt werden. Dort stuften externe Gutachter die installierte Sprühnebel-Löschanlage als nicht betriebsfähig ein. Ohne diese Anlage kann die TU Berlin den erforderlichen Brandschutz nicht nachweisen.
In dem zehnstöckigen Gebäude befinden sich fünf Hörsäle sowie zahlreiche Seminarräume. Die Universität prüft eine Teilöffnung und will dafür ein Konzept mit der Bauaufsicht abstimmen.
TU Berlin (Hauptgebäude)
Quellen: Tagesspiegel, TU Berlin, rbb24
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