Um den Schulbetrieb des Dalton-Gymnasiums in Potsdam langfristig zu sichern, soll auf dem Grundstück Jägerallee 23A eine temporäre Containeranlage entstehen. Nach anfänglichen Einwänden von Anwohnenden und dem BUND konnte eine Einigung erzielt werden, die sowohl den Raumbedarf der Schule als auch Belange des Naturschutzes berücksichtigt.

© Titelbild: Dalton-Gymnasium Potsdam, Dörte Schubert

 

Die Stadt Potsdam plant auf dem Grundstück Jägerallee 23A die Errichtung einer temporären Containeranlage, um den Ausbau des Dalton-Gymnasiums sicherzustellen. Diese Lösung soll bis zum Bezug des geplanten Neubaus ausreichend Unterrichtsräume bereitstellen. Nach Fertigstellung des Schulneubaus wird die Containeranlage wieder entfernt und das Gelände renaturiert.

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Zu Beginn gab es deutliche Bedenken seitens der Anwohnenden sowie des BUND Brandenburg. Diese betrafen vor allem die Versiegelung einer ökologisch sensiblen Fläche. In mehreren Gesprächen zwischen Stadtverwaltung, Umweltverband und Anwohnenden wurden jedoch Maßnahmen erarbeitet, um den Eingriff in Natur und Landschaft zu minimieren.

Dalton-Gymnasium in Potsdam: Kompromiss zwischen Bildung und Naturschutz

Laut dem Beigeordneten für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Torsten Wiegel, konnten Stadt und BUND eine Vereinbarung erreichen, die sowohl den Bildungsbedarf als auch den Naturschutz berücksichtigt. Die Stadt verpflichtet sich unter anderem zur Pflanzung von zehn Großbäumen. Zudem wird der BUND aktiv in die Planung der späteren Renaturierung einbezogen.

Axel Kruschat, Geschäftsführer des BUND Brandenburg, erklärte, man sehe die temporäre Flächenversiegelung weiterhin kritisch, erkenne jedoch die wachsende Nachfrage nach Schulplätzen an. Entscheidend sei für den Verband gewesen, dass verbindliche Maßnahmen zur Eingriffsminimierung und Wiederherstellung der Fläche vereinbart wurden.

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Widerspruch und Gespräche: Schulcontainer an der Jägerallee als Kompromisslösung

Der BUND hatte zunächst Widerspruch gegen die Baugenehmigung eingelegt. Dieser wurde von der zuständigen Behörde zurückgewiesen. Um eine gerichtliche Auseinandersetzung und damit eine Verzögerung des Bauprojekts zu vermeiden, suchten Stadt und Umweltverband den Dialog.

Auch die Anwohnenden hatten sich anfangs gegen die Containeranlage ausgesprochen. Torsten Gessner, Fachbereichsleiter Bildung und Sport, erklärte, dass es nach intensiven Gesprächen zu einer Kompromisslösung gekommen sei, die eine befristete Nutzung des Areals für die Schulcontainer ermögliche.

Schulneubau in Potsdam verzögert, Containeranlage als Übergangslösung

Die Stadt Potsdam ist nach dem Brandenburgischen Schulgesetz verpflichtet, Schulen zu errichten. Das Dalton-Gymnasium wurde im Rahmen des Integrierten Kita- und Schulentwicklungsplans 2021–2026 gegründet. Da das ursprünglich vorgesehene Grundstück an der Pappelallee nicht rechtzeitig zur Verfügung stand, begann der Schulbetrieb zunächst am Standort des Oberstufenzentrums I.

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Die geplante Containeranlage an der Jägerallee stellt nun eine Übergangslösung dar, bis der endgültige Neubau bezugsfertig ist.

 

Quelle: Landeshauptstadt Potsdam

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