In Treptow-Köpenick entstehen derzeit mehrere große Wohnprojekte, die den Bezirk nachhaltig prägen werden. Sie reichen von Quartieren mit sozialem Anspruch über autofreie Anlagen bis zu Projekten direkt am Wasser. Alle setzen auf eine Mischung aus gefördertem und freifinanziertem Wohnraum sowie auf ökologische Bauweisen.

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Magnus Hagdorn, CC BY-SA 2.0

 

Treptow-Köpenick ist nicht nur der flächengrößte Bezirk Berlins, sondern auch ein dynamischer Wohnstandort im Südosten der Stadt. Zwischen Müggelsee, Spree und ausgedehnten Grünflächen entstehen hier derzeit zahlreiche Neubauprojekte, die den Bezirk nachhaltig verändern. Sie reichen von sozial orientierten Quartieren bis zu Eigentumsprojekten in attraktiver Wasserlage.

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Gleichzeitig profitiert der Bezirk von einer stabilen wirtschaftlichen Struktur und einer guten Anbindung an das Berliner Stadtzentrum. Die neuen Bauvorhaben bilden eine Mischung aus gefördertem und freifinanziertem Wohnraum.

175 Mietwohnungen und eine Kita am Spreeufer in Niederschöneweide

Visualisierung des Neubaus in grüner Fassade.

Derzeit in Fertigstellung: BUWOG WEYDENHOF mit Eigentumswohnungen am Wasser. Ergänzend entstehen nun weitere 175 Wohnungen und eine Kita. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

In Niederschöneweide schreiten die Arbeiten am Quartier „BUWOG WOHNWERK“ voran. Auf drei weiteren Baufeldern entstehen 175 Mietwohnungen und eine Kita mit 108 Plätzen. Das Gelände liegt direkt an der Spree und ist Teil einer 60.000 Quadratmeter großen Entwicklungsfläche.

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Die Wohnungen verteilen sich auf fünf Gebäude, jeweils mit Balkon oder Terrasse. Neben zwei Tiefgaragen mit 164 Stellplätzen entstehen begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen und neue Spielplätze. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant, die Immobilien gehen anschließend in den Bestand der HIH Invest Real Estate über.

Quartier der Vielfalt“ mit 462 Wohnungen und sozialer Infrastruktur

Die Wohnungen verteilen sich auf 29 zwei- bis viergeschossige Gebäude sowie ein sechsgeschossiges Haus.

Die entstehende Wohnfläche beträgt insgesamt etwa 28.500 Quadratmeter. Die Wohnungen verteilen sich auf 29 zwei- bis viergeschossige Gebäude sowie ein sechsgeschossiges Haus. / © Visualisierung: DEGEWO-Bauprojekt Bohnsdorfer Weg, DAHM Architekten + Ingenieure GmbH

Am Bohnsdorfer Weg entwickelt die landeseigene DEGEWO bis 2027 eines der größten Bauprojekte des Bezirks. Das „Quartier der Vielfalt“ umfasst 462 Mietwohnungen, eine Kita und fünf Gewerbeeinheiten. Die Grundstücksfläche beträgt 4,5 Hektar, bebaut werden davon rund 13.500 Quadratmeter.

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Rund die Hälfte der Wohnungen wird öffentlich gefördert, 42 Einheiten sind für betreutes Wohnen vorgesehen. Ergänzt wird das Projekt durch Holzhybridbauweise, begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen und einen durchgehenden Grünzug. Ziel ist ein inklusives Wohnumfeld mit hoher Aufenthaltsqualität.

HOWOGE-Quartier mit autofreier Ausrichtung in Treptow-Köpenick

Neubau Wohnungen mit Balkonen, im Vordergrund ein Spielplatz mit Spielgeräten

Helle Putzfassaden mit schlichten Balkonen prägen das Erscheinungsbild des Quartiers in der Anne-Frank-Straße, wo nun ein weiterer Bauabschnitt fertig wird. / © Foto: HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH | Howoge

In der Anne-Frank-Straße startet im August 2025 die Vermietung von 157 Wohnungen im zweiten Bauabschnitt eines größeren Quartiers. Insgesamt entstehen hier 583 Wohneinheiten der HOWOGE. Mehr als die Hälfte der aktuellen Einheiten ist gefördert, die Nettokaltmieten liegen je nach Förderstufe bei 6,90 oder 9,00 Euro pro Quadratmeter.

Das Quartier ist weitgehend autofrei geplant. Neben klimaangepassten Außenanlagen gibt es große Fahrradabstellflächen, Innenhöfe mit Obst- und Kräutergärten sowie Photovoltaikanlagen auf allen Dächern. Kita, Gewerbeflächen und Nahversorgung sind ebenfalls Teil des Konzepts.

583 Mietwohnungen mit Schallschutzbebauung am Eisenhutweg in Johannisthal

Wohnquartier Eisenhutweg mit hellblauer Außenfassade und begrünten Eingangsbereichen.

Das neue Wohnquartier am Eisenhutweg in Berlin-Johannisthal präsentiert sich als großzügig angelegter Neubaukomplex mit klarer, moderner Fassadengestaltung. Die Gebäude sind in hellen Farbtönen gehalten. Große Fensterflächen und Balkone sorgen für helle, gut belichtete Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

In Johannisthal hat die DEGEWO ein groß angelegtes Wohnquartier mit 583 Mietwohnungen und einer Kita fertiggestellt. Das rund 32.000 Quadratmeter große Areal liegt zwischen Landschaftspark Adlershof und der Autobahn 113. Dank einer speziellen Bebauung mit bis zu sieben Geschossen, die als Schallschutz fungiert, herrscht in den grünen Innenhöfen eine ruhige Wohnatmosphäre. Etwa 59 Prozent der Wohnungen sind gefördert und werden für 6,80 Euro nettokalt pro Quadratmeter vermietet.

Die barrierefreie Erschließung war ein zentraler Bestandteil der Planung: 440 der 583 Wohnungen sind stufenlos zugänglich. Ergänzend gibt es eine Kita mit 106 Plätzen, eine Tiefgarage mit 276 Stellplätzen und extensive Dachbegrünung. Das Quartier ist weitgehend autofrei gestaltet, mit Fuß- und Radwegen als Haupterschließung. Die Lage zwischen Teltowkanal, Landschaftspark und Technologiecampus Adlershof macht den Standort besonders attraktiv.

„CÖ Berlin“: 120 Eigentumswohnungen in Köpenick

Balkone der neuen Eigentumswohnungen in der Hämmerlingstraße.

Das neu errichtete Wohngebäude mit drei oberirdischen Geschossen und einer klar gegliederten Fassade. Die Außenfassade ist bereits vollständig fertiggestellt: Der obere Teil ist hellbeige verputzt und durch horizontale, helle Putzstreifen gegliedert. Der Sockelbereich besteht aus hellgrauen Klinkerriemchen, die das Gebäude optisch erden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

In der Hämmerlingstraße in Köpenick nimmt das Neubauprojekt „CÖ Berlin“ Gestalt an. Die fünf geplanten Gebäude haben ihre sandbeige Fassade und Balkone erhalten, das Gerüst ist weitgehend abgebaut. Auf dem 6.000 Quadratmeter großen Grundstück, das zuvor als Autohaus genutzt wurde, entstehen 120 Eigentumswohnungen mit Wohnflächen zwischen 42 und 152 Quadratmetern sowie eine Tiefgarage mit 67 Stellplätzen. Ein begrünter Innenhofgarten soll zusätzlichen Wohnwert schaffen.

Der Entwurf von Nöfer Architekten sieht eine Blockrandbebauung mit Orientierung zur Straße vor, während sich der Innenhof nach Westen öffnet. Die Nähe zur Altstadt Köpenick, zur Spree und zum S-Bahnhof Köpenick sorgt für eine gute Anbindung. Allerdings richtet sich das Projekt vor allem an eine zahlungskräftige Käuferschaft, sodass es nur begrenzt zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarkts beiträgt.

 

Quellen: BUWOG, Bezirksamt Treptow-Köpenick, DEGEWO, HOWOGE,  Nokera Planning GmbH, Lindner-Spindler, Berliner Woche, Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH

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One Comment

  1. James Altentreptow 10. August 2025 at 18:36 - Reply

    Warum baut eigentlich niemand mehr schöne Gebäude. Utilitarian ist doch schon nach 25 Jahren nix mehr wert.

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