Die Schließung des Aldi-Marktes an der Winckelmannstraße in Johannisthal wirft Fragen zur Nahversorgung im Südosten Berlins auf. Der geplante Neubau zeigt zugleich, warum an dieser Stelle kein Wohnraum entstehen kann und welche Übergangslösungen nun diskutiert werden.

Aldi Filiale Berlin

Ursprünglich sollten auf dem Grundstück in der Winkelmannstraße in Treptow-Köpenick Wohnungen entstehen. Die Pläne scheiterten jedoch an infrastrukturellen Gegebenheiten im Untergrund. Nun wird der Discounter durch einen Neubau ersetzt. / © Foto: depositphotos.com, chrissi

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Die Schließung des Aldi-Marktes an der Winckelmannstraße 38 bis 42 in Johannisthal ist seit Längerem angekündigt, nun wird sie konkret. Seit dem 31. Dezember 2025 ist die Filiale offiziell geschlossen. Grund dafür ist der geplante Abriss des Bestandsgebäudes, an dessen Stelle ein Neubau entstehen soll.

Während der Bauphase wird der Discounter den Standort jedoch nicht vollständig aufgeben. Stattdessen zieht Aldi vorübergehend an den Sterndamm 140 um. Dort befand sich bis Ende Mai 2025 ein Rewe-City-Markt. Das Grundstück hatte Aldi bereits erworben, nachdem der Mietvertrag von Rewe ausgelaufen war.

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Johannisthal-Süd: Übergangslösung am Sterndamm ab Januar 2026

Der Umzug an den Sterndamm soll vergleichsweise zügig erfolgen. Nach Angaben des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft ist die Eröffnung der Übergangsfiliale für den 19. Januar 2026 geplant. Die Nutzung des Standorts ist jedoch ausdrücklich befristet und soll vor allem die Nahversorgung im südlichen Johannisthal sichern.

Parallel dazu wird weiterhin an langfristigen Lösungen für den Standort gearbeitet. Dazu zählten unter anderem Überlegungen zu einem Wochenmarkt sowie Gespräche mit potenziellen künftigen Betreibern, um eine dauerhafte Versorgungsperspektive zu sichern.

Fernwärmeleitungen verhindern Wohnungsbau in Treptow-Köpenick

Ursprünglich hatte Aldi vorgesehen, das Grundstück an der Winckelmannstraße nach dem Abriss zu verkaufen, heißt es laut Berliner Morgenpost. Nach damaligen Plänen sollte dort Wohnungsbau ermöglicht werden. Diese Überlegungen wurden jedoch verworfen, da sich unter dem Grundstück Fernwärmeleitungen befinden, die eine Bebauung mit Wohnhäusern ausschließen.

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Solche Leitungen verlaufen in Teilen Berlins nicht unter Straßen oder Gehwegen, sondern direkt unter privaten Grundstücken. Besonders im Osten der Stadt gilt dies als strukturelles Problem. Vor diesem Hintergrund habe Aldi umgeplant und sich entschieden, am bisherigen Standort erneut einen Discounter zu errichten.

Neubau eines Aldi-Discounters in Johannisthal folgt

Der Neubau an der Winckelmannstraße soll nach derzeitiger Einschätzung Ende 2026 fertiggestellt sein. Aldi geht davon aus, anschließend vom Sterndamm an den ursprünglichen Standort zurückzukehren. Zwei dauerhaft betriebene Märkte in unmittelbarer Nähe schließt das Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen aus.

Für das Grundstück am Sterndamm gibt es bislang keine konkreten Pläne. Zwar soll es verkauft werden, doch ein Verkauf an direkte Wettbewerber werde ausgeschlossen. Als mögliche Alternative wird unter anderem die Umnutzung zu einer Markthalle diskutiert, um einen längeren Leerstand zu vermeiden.

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Quellen: Berliner Morgenpost, Lars Düsterhöft

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